8 Tipps bei Fastfood - Lust


Kellogg und große Fastfood Giganten wie McDonalds verändern ihre Konzepte. Die Unternehmen wollen jetzt gesündere Optionen anbieten, da die Nachfrage der Verbraucher nach gesunden Lebensmitteln gestiegen sei. Um ihr Image als gesunde Lebensmittel-Hersteller zu verbessern, haben die Riesen-Konzerne Spitzenköche aufgerufen, ihnen zu helfen, ihre Menüs „gesund“ zu gestalten. Die alten Favoriten sollen mit echten, frischen Lebensmitteln neu kreiert werden.

Warum geschieht das (erst) jetzt? Politiker, Organisationen und Verbraucher haben Druck gemacht. Die Leute sind aufgewacht und den Unternehmen bleibt keine Wahl. Denn den meisten Verbrauchern ist inzwischen klar, dass all die Zusatzstoffe, der ganze Zucker, das viele Salz und die versteckten Fette in den angebotenen Produkten verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Die Kunden wollen sich nicht nur während, sondern auch nach dem Essen gut fühlen.

Traurig, dass die großen Lebensmittel-Konzerne jetzt damit Schlagzeilen machen. Dass man sich nach dem Essen gut fühlen möchte und jetzt „echte“ und frische Lebensmittel verarbeitet werden, sollte eigentlich selbstverständlich sein! Für Fast Food-Produkte, die uns krank machen, Geld auszugeben, ist verrückt. Denn theoretisch ist der Wunsch nach richtigem Essen biologisch vorprogrammiert.

Und trotzdem haben viele Menschen ab und zu (oder auch täglich) Lust auf einen fettigen Burger mit Pommes, extrem salzige Chips oder zuckersüße Schokoriegel. Wie können wir unsere Geschmacksnerven wieder so programmieren, dass uns große Mengen an Zucker, Salz und Fett kalt lassen? Man beginnt damit frische, ganze Lebensmittel zu essen. Für mindestens  zwei Wochen sollte auf „falsche“, kommerzielle Lebensmittel, die aus einem Labor oder einer Plastikverpackung stammen, verzichtet werden.

Hier sind 8 Tipps, mit denen „echtes“ Essen befriedigen kann und man seine Gelüste unter Kontrolle bekommt:

1. Jeder kennt das: Man isst eine große, herzhafte Mahlzeit und fühlt sich als hätte man einen Wackerstein im Magen liegen. Und dann kommt einer und flötet: „Erdbeertörtchen?“.

Man kann von einem Geschmack/ einer Geschmacksrichtung gesättigt sein und anschließend mit Freuden eine andere Geschmacksrichtung verzehren. In der Forschung hat man sich viel damit beschäftigt und kann sich das Wissen zunutze machen. Damit das Essen möglichst befriedigend ist, sollte man verschiedene Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit kombinieren. Oder sich doch den Nachtisch gönnen. Nur eben eine kleine Hauptmahlzeit mit einem kleinen Dessert kombinieren.

2. Schon mal etwas von umami gehört? Umami ist japanisch für „köstlich“ und neben süß, salzig, sauer und bitter eine der Geschmacksrichtungen. Geben Sie Tomatenmark, getrocknete Pilze oder Tamari (glutenfreie Sojasoße) zu Ihrem nächsten Eintopf oder Wokgericht.

3. Gesunde Fette in Avocados, Kokosnüssen oder Tahin (Sesammus) erhöhen den Geschmack einer Mahlzeit und sorgen für eine cremige, saftige Konsistenz.

4. Wenn man das Gemüse nicht kocht, sondern anbrät oder dünstet, dann kommen natürliche Süße und Geschmack besser zum Vorschein. Das richtige Anbraten von Fleisch oder Fisch sorgt für einen intensiven Geschmack dank der Maillard-Reaktion. Das ist der chemische Name dafür, wenn die schöne, braune Kruste entsteht.

5. Versuchen Sie möglichst frisch, saisonal und regional zu essen. Den meisten Geschmack haben Produkte, die nicht in Dosen verpackt sind, lange gelagert wurden oder einen weiten Weg hinter sich gebracht haben.

6. Einfach mal mutig ausprobieren! Frische Kräuter wir Petersilie, Koriander, Basilikum, Dill oder Oregano sorgen für extra Geschmack und liefern wichtige Nährstoffe. Am besten man gibt frische Kräuter erst ganz am Schluss über das Essen.

Knoblauch, Ingwer, Chili, Cayenne-Pfeffer oder Zimt sind alles unglaublich geschmacksintensive Zutaten und geben der Mahlzeit den extra Kick! Gewürze begeistern die Geschmacksknospen. Wenn das Essen interessant schmeckt und unsere Aufmerksamkeit erregt, konzentrieren wir uns mehr aufs Essen und fühlen uns schneller satt und zufrieden.

7. Selbst zubereitetes Essen schmeckt fad? Manchmal können auch andere Ursachen dafür verantwortlich sein. Wer zu wenig trinkt, der produziert weniger Speichel. Speichel hilft jedoch all die verschiedenen Geschmacksrichtungen im Essen besser wahrzunehmen.

Auch Medikamente können Schuld an der Lust nach geschmacksintensivem Fast Food sein. Viele Medikamente greifen in das Geruchs- und Geschmackssystem ein.

8. Gut versorgt? Nährstoffdefizite sind eine häufige Ursache von vermindertem Geruch- und Geschmacksempfinden. Ein ganz bestimmter Stoff spielt hier eine besondere Rolle: Zink. Mit Nahrungsmitteln wie Sonnenblumenkernen, Pecannüssen oder Linsen erhöht man seine Zinkzufuhr und eventuell auch seine Geschmacksempfindlichkeit.

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