Allergie – wenn die Haut juckt und sich entzündet!


Hauterkrankung in Folge einer Allergie

80% der Allergien gehen mit entzündlichen Hauterkrankungen einher [1]. Die atopische Dermatitis oder auch Neurodermitis genannt, ist wahrscheinlich die häufigste Erkrankung der Haut, die mit einer allergischen Reaktion einhergeht. Bei dieser Krankheit kommt es zu juckenden und trockenen Hautausschlägen besonders in Bereichen der Kniekehlen und Armbeugen. Meist tritt eine derartige Hauterkrankung erstmals im Kindesalter auf. Über Jahrzehnte wurden zahlreiche Auslöser für die atopische Dermatitis festgestellt. Zu diesen zählen Allergene aus der Luft, wie beispielsweise Gräser und Pollen, Nahrungsmittelallergien und bakterielle Infektionen. Allergene sind spezifische Inhaltsstoffe, wie beispielsweise ein Nahrungsmittelinhaltsstoff, gegen dass das Immunsystem empfindlich reagiert und so eine Allergie auslöst. Besonders häufig treten Nahrungsmittelallergien in Kombination mit einer atopischen Dermatitis auf. Dabei zählen Kuhmilch und Hühnereier als direkte Provokateure für Entzündungen der Haut [1].

Was ist eine Nahrungsmittelallergie?

Nahrungsmittelallergien weisen drei unterschiedliche Muster auf. Zunächst gibt es den Sofort-Typ. Bei diesem tritt die allergische Reaktion nach ca. 10 bis 20 Minuten nach Kontakt mit dem Allergen ein. Die typischen Hautreaktionen, die mit diesem Typ einhergehen, sind Nesselsucht (Urtikaria), Schwellungen (Angioödeme) und Rötungen. Im Anschluss können Magen-Darm-Symptome, wie Blähungen und Bauchschmerzen, Atemnot und Herz-Kreislauf-Problematiken auftreten. Beim zweiten Typ der Allergien treten die Symptome kurz nach der Nahrungsaufnahme ein. In diesem Fall kommt es zu einer Verschlimmerung der atopischen Dermatitis. Beispielsweise kann sich nun die Nesselsucht, wie ein Fieber über den ganzen Körper ausbreiten. Nesseln sind rote Quaddeln, die sich beim Nesselfieber vom Bauch aus über den ganzen Körper ausstrecken und einen starken Juckreiz hervorrufen. Beim dritten Muster der Allergie tritt die atopische Dermatitis 6 – 48 Stunden nach dem Verzehr des Lebensmittels ein. Dies wird als Allergie des Spät-Typs bezeichnet [1].

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Ellman und seine Kollegen fanden 2002 heraus, dass Eier, Milch, Weizen, Soja, Nüsse und Meerestiere Hauptverursacher (mit 90%) von atopischer Dermatitis bei Kindern und jungen Erwachsenen sind [2].

Studien zufolge kann eine Verbesserung der atopischen Dermatitis von bis zu 50% durch einen Ersatz von beispielsweise Nahrungsmitteln auf Reismilchbasis, anstatt der allergieauslösenden Kuhmilch, erzielt werden [3].

Ungefähr ein Drittel der Kinder mit einer Nahrungsmittelallergie, verlieren diese nach ungefähr ein bis zwei Jahren. Somit können sie das Nahrungsmittel wieder unbedenklich verzehren [1].

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wichtig ist die Ursache für Hautausschläge, wie beispielsweise die atopischen Dermatitis, herauszufinden. Nahrungsmittelallergien lassen sich heutzutage leicht über einen Blut- oder Hauttest bestimmen. Sind Allergien bekannt, kann durch einfaches Ersetzen der Nahrungsmittel das Wohlbefinden wieder hergestellt und die Hautproblematiken reduziert werden.

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Literaturangaben

1 Werfel & Breuer (2004). Role of food allergy in atopic dermatitis. Current Opinion in ALlergy and Clinical Immunology. 4:379-385.

2 Ellmann et al. (2002). Food hypersensitivity in two groups of children and young adults with atopic dermatitis evaluated a decade apart. Pediatric Allergy and Immunology. 13: 295-298.

3 Atherton et al. (1978). Double-blind controlled crossover trial of an antigen-avoidance diet in atopic eczema. The Lancet. 311: 401-403.

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