Das doppelte Risiko von Zitronensäure in Baby- und Kindernahrung


Klar, dass Eltern ihren Babys und kleinen Kindern keine Cola und keinen Eistee zu Trinken geben. Zuckerfreie Tees und Getränke, einfaches Mineralwasser gelten als die geeignetsten Durstlöscher für die ganz Kleinen. Denn die Zahngesundheit gilt es zu Erhalten. Aber nicht nur Zucker schadet den Zähnen von Babys, sondern auch Zitronensäure, als Konservierungsstoff auch bekannt als E330. Jedoch sind nicht nur die Zähne gefährdet. Eine übermäßige Übersäuerung begünstigt auch die Ablagerung von Schwermetallen im Gehirn. Das heißt nicht nur für die Ernährung von Babys und Kindern, dass sich ein Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln auch in dieser Hinsicht lohnt. Wer bei der „Zitronensäure“ an Zitrusfrüchte denkt, liegt falsch. Der Begriff klingt harmloser als er ist.

Viele Lebensmittel haben einen hohen Anteil an Zitronensäure. Sie ist enthalten in Limonaden, einigen Tees, Konfitüren, Gelees, Gummibären und anderen Süßigkeiten sowie Frucht- und Gemüsekonserven. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt bereits seit vielen Jahren insbesondere vor dem übermäßigen Verzehr säurehaltiger Getränke bei Babys und Kindern. Grundlage bildet eine Untersuchung der Universität Zürich, wonach beim Verzehr von Süßwaren mit hohem Zitronensäureanteil der pH-Wert des Speichels stark absinkt. Dies führt insbesondere bei Kindern, die zu viel Süßes essen oder zu säurehaltige Lebensmittel und Getränke zu sich nehmen, zu einer Abnahme des Zahnschmelzes und in der Folge zu schweren Schäden an den Zähnen. Dies gilt auch für Milchzähne.

Die Zitronensäure-Produktion verläuft dabei nicht etwa durch das Auspressen von Abermillionen Zitronen. Denn so viele Zitronen gibt es gar nicht, wie die Lebensmittelindustrie diesen Konservierungsstoff braucht. Sie wird industriell hergestellt. Dabei werden mit Hilfe des Schimmelpilzes Aspergillus niger Gärungsprozesse in Traubenzucker oder Zuckerrübenmelasse initiiert, bei der Fermentation entsteht so flüssige Zitronensäure. Allein in Europa werden so jährlich ca. 303.000 Tonnen produziert, weltweit ca. 785.000 Tonnen.

Die Einsatzmöglichkeiten der Zitronensäure sind vielfältig (Kosmetik, Reinigungsprodukte, Medikamente). Aber der Großteil der Produktion fließt in die Lebensmittelindustrie. Besonders hohe Werte haben hier Eistees und einige Teemischungen im Beutel. Sie sollten Kindern nur in geringen Mengen zum Trinken gegeben werden.

Neben faulen Kinderzähnen steigt auch ein weiteres Risiko durch den zu hohen Verzehr von säurehaltigen Getränken und Lebensmitteln. Hans Ulrich Grimm schreibt in seinem Buch„Die Ernährungslüge“, dass Zitronensäure eine übermäßige Ablagerung von Metallen wie etwa Aluminium, Blei und Quecksilber im Hirn unterstützen kann. Zitronensäure erleichtert ihnen den Weg ins Gehirn. Dies ist besonders prekär, da viele Getränke in metallhaltigen Verpackungen verkauft werden, von der Dose bis zum Alu beschichteten Tetrapack. Eine hohe Belastung des Hirns mit diesen Metallen steht jedoch in Verdacht Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson zu begünstigen.

Ein gutes Buch zum Thema Schwangerschaft wäre das Buch von Katja Kessler: Das Mami Buch.

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