Deutscher Lebensmittel-Allergietag


Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V., kurz DAAB, hat im Jahr 2008 den 21. Juni zum Deutschen Lebensmittel-Allergie-Tag erklärt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit auf das Thema Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten aufmerksam zu machen.

Von einer Lebensmittelallergie spricht man, wenn der Körper mit einer Immunreaktion auf eigentlich unbedenkliche Lebensmittelbestandteile reagiert. Eine Lebensmittelallergie ist zwar nicht so weit verbreitet wie Heuschnupfen, aber für die Betroffenen mit erheblichen Veränderungen ihrer Essgewohnheiten verbunden.

Denn wenn die Allergieauslösenden Lebensmittel (bzw. entsprechende Lebensmittelbausteine) mit der Nahrung aufgenommen werden, werden im Körper Botenstoffe wie Histamin freigesetzt, die die teils schweren Symptome einer Allergie hervorrufen.

Die Symptome wiederum sind bei jedem Menschen individuell und weder typisch für ein bestimmtes Lebensmittel noch für ein bestimmtes Organ. Von geröteter Haut und Juckreiz bis Durchfall und Erbrechen – alles ist möglich. Am häufigsten treten Lebensmittelallergie-Symptome im Mund und im Magen-Darm-Trakt sowie auf der Haut und in den Atemwegen auf. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock, welcher lebensbedrohlich ist.

Das spannende ist: Eine Lebensmittel-Allergie muss nicht ein Leben lang bestehen. Sie kann spontan auftreten und auch wieder verschwinden. Gegen welche Lebensmittel eine Allergie besteht, kann mit einem aufwendigen Hauttest beim Arzt oder einem schnellen Bluttest geklärt werden. Besteht eine Allergie ist es sinnvoll, die entsprechenden Lebensmittel zu meiden. Die vierzehn Lebensmittel und -zutaten, die in Europa am häufigsten Allergien auslösen, müssen auf verpackten Lebensmitteln deklariert werden. Die vierzehn Zutaten sind:

  • Erdnüsse
  • Eier
  • Milch (einschließlich Laktose)
  • Soja
  • Glutenhaltiges Getreide bzw. Weizen
  • Schalenfrüchte (z.B. Mandeln, Haselnuss, Walnuss)
  • Süßlupinen
  • Fisch
  • Krebstiere
  • Mollusken (Weichtiere wie Schnecken)
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Schwefeldioxid und Sulfite

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