Die kommende Erkältungszeit mit Schniefen und Keuchen


In matten schleppenden Tönen, wie die ersten Takte des Alegro im 3. Satz von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ zieht nun auch bei uns der Herbst wie jedes Jahr ein. Die Zeit des Abschieds von wärmeren Tagen kündigt sich an. Die Prävention vor Erkältungen in kälteren Jahreszeiten muss Einzug halten! Sicher kann das Immunsystem nicht immer alle Bakterien und Viren aufhalten, doch können sie uns seltener schwächen, wenn wir einige Regeln beachten.

Das Wetter im September zeugt noch von sommerlichen Temperaturen am Tage, doch zeigt das heimische Außenthermometer schon des Öfteren 15 oder 12 °C in der Nacht an. Klar sollte man hier nicht von eintreffenden Nachtfrösten unken und schon gar nicht vor Schnee im Allgemeinen warnen, schließlich ist der Winter noch weit. Doch wittern hier sich gesund haltende Individuen alldieweil Gefahren für die Gesundheit. Wohl dem, der sich auf die kalten Jahreszeiten vorbereitet und Selbst etwas für seine Abwehr tut und sein Immunsystem ankurbelt. Einige grundlegende Dinge zur Stärkung des Immunsystems sind dabei zu beachten und sollen hier erklärt werden:
Klar schützen Heizungen und isolierte Kleidung vor Auskühlung, doch der Körper wird verwöhnt. Der Körper reagiert überempfindlich beim Einatmen von kalter Luft. Gefäße in Nasen- und Mundschleimhaut ziehen sich zusammen, denn bei herabgeminderter Blutzirkulation patrouillieren weniger Immunzellen durch die Schleimhäute des noch gesunden Körpers. Krankheitserreger wie Bakterien und Viren haben so leichtes Spiel in den Körper vorzudringen. Der Körper reagiert aber auch überempfindlich beim plötzlichen Einatmen von warmer Luft in geschlossenen Räumen. Die Gefäße in Nasen- und Mundschleimhaut können sich nicht so schnell weiten, Immunzellen können nicht so schnell abwehren, was aus bakterien- und vierenbelasteter Umgebungsluft eingeatmet wird. Ungehindert dringen Krankheitserreger in den Körper ein bei noch herabgesetzter Blutzirkulation. Also heißt die Devise: Vorsicht walten lassen und wissentlich den Körper unterstützen und ihm helfen, bei der Abwehrleistung, die er nun zu vollbringen hat.

Weniger Lust insbesondere beim Essen schwächt den Körper und bietet den Viren und Bakterien eine Angriffsfläche zum Auslösen von Erkältungen. Meist durch depressive Gemütszustände, also mangelndem Interesse an der Umwelt, Mangelernährung, also einseitige oder zu geringe Nahrungsmittelzufuhr, Stressbelastungen, wie ungewöhnliche oder unnatürliche Rhythmisierung des Alltags wird die Abwehrleistung des Körpers herabgesetzt und lässt einer Influenza leichtes Spiel. Dabei kann depressives Verhalten oder ausbleibendes Interesse an der Umwelt gerade in der kalten Jahreszeit als ursächlich angenommen werden. Nicht nur, dass die Sonnenscheindauer im Herbst abnimmt, ist es vielmehr das ausbleibende „Wecken“ von doch so wärmenden morgendlichen Sommersonnenstrahlen und das nun eher „Agieren“ müssen bei frühmorgendlicher oder schon nachmittags eintretender Dunkelheit im Berufsalltag, was Melancholie und Schwermut auslöst. Der nun Nebelstädte winzige Wintersonne fehlt alsbald die Kraft unsere Herzen zu wärmen, aber auch das nasse Wetter mit Regen und Wind lassen einen betrübt werden und den Sommerblues auslösen. Wer hinzukommend auch noch gern den warmen Sommertagen hinterher trauert und dabei vergisst, normal, demnach vollwertig zu essen, also appetitlos ist und wer sich wenig bewegt und dem Couching frönt, ausgelöst durch „Schietwetter“, wie der Hamburger gerne sagt, unterstützt die möglicherweise einseitige Ernährung oder gar eine denkbare Mangelernährung. Muss nicht derjenige noch mehr aushalten, welcher sonst schon schwer trägt und lässt nicht jener die Muskulatur und damit den Rücken hängen, dem neben der Hektik nun auch noch ein sonst (gefühlt) kürzerer Tag auf der Seele lastet? Demnach wäre der Libido-, darob Appetitverlust im Herbst (im Vergleich zum Frühling und Sommer) erklärlich mit den zu kalten Gedanken an den Winter, der sich nun merklich und unwiederbringlich ankündigt. Doch deshalb aufgeben? Nein niemals! Frohlocket dem, welcher voranschreitet und den Stressbelastungen trotzt indem er auch mal Schmerz und Leid anstatt immer nur Freude und Glück zulässt, denn beides wirkt stark motivierend auf Körper und Geist und schafft Energiepotenziale für den ganzen Tag.

Die beharrliche uns eigene Beratungsresistenz eint uns! Wer kennt sie nicht die ewigen Tiraden der Eltern und Geliebten um die falsche Kleidung und wer sagt nicht gern, um endlich Ruhe von einer anstrengenden Woche zu genießen: „Ja doch, ich mach ja schon!“, um letztlich die schon aufgescheuerten Nerven zu beruhigen, wenn es wieder heißt, Kind du bist zu luftig angezogen oder Schatz, du bist schon groß und kennst den Unterschied zwischen einem Pullover und einem T- Shirt. Aber ist eine schniefende Nase aufgrund von einem zu lange frei getragenen Rücken im Herbst nicht ebenso uncool wie Sonnenbrand im Sommer? Mann und Frau sollten sich eher ein (Unter-)Hemd anziehen, ebenso wie Sonnencreme im Sommer benutzen! Kalte Füsse, ausgelöst durch nicht wettergemäßes Schuhwerk sind nicht wirklich hinnehmbar, bloß weil es die Lieblingstreter oder gar die Bequemlichkeit ist, die uns warmes vor Nässe schützendes Schuhwerk kaufen lässt!

Und wer kennt sie nicht, die ewigen Werbefilmchen, die einem vor stickigen, überhitzten, viel zu kleinen Räumen schützen sollen. Wieso ignorieren wir den süsslichen Gestank beengter Fahrstühle und kehren denen nicht den Rücken, die zu bequem sind, die (Fahr-)Treppe zu benutzen? Wieso muss es die übervolle Bahn des ÖPNV in der Rushhour sein und nicht die leerere früher fahrende Bahn oder der luftige Roller oder das für den Winter ausgerüstete Fahrrad, das einem zusätzliche Agilität verleiht? Und letztlich wieso hören wir nicht endlich mal auf die Talking Heads der Nachrichten und Wetterfehen im TV auch wenn sie mit ihren schlechten Aussichten für den Tag uns gehörig die Laune vermiesen können. Vielleicht sollte die Gewissheit, dass sich keine Wetterbesserung bis Frühjahr nächsten Jahres einstellen wird, bei uns eher ein präventives anstatt ignorantes Verhalten auslösen – schließlich gibt es wie überall bekannt, kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Fazit zur Erkältungszeit

Vitamin C und Probiotika mindern die Beschwerden und die Dauer eines Infekts. Wenn es mal zu spät ist und wer gern auf schniefende Nase und Keuchen verzichten will, sollte den Mineralstoff Zink zu sich nehmen. Vornehmlich in Milchprodukten, Getreide und (Rind-)Fleisch vorhanden, verkürzt und mildert es den Verlauf von Erkältungen und stärkt das Immunsystem, aber eben nur dann, wenn das Spurenelement bei den ersten Symptomen als Reparateur der Schleimhautschäden eingesetzt wird. Sport in Mutter Natur bis zur Gefriergrenze der Umgebungsluft schützt vor Influenza auch bei kaltem und nassem Wetter eher als das vermeidlich schützende Fahrzeug zur Arbeit oder die stickige alte Luft zu Hause. Denn nichts ist deprimierender als sich den Genuss versagen zu müssen, weil die Erkältung einen an das Bett fesselt. Dann doch lieber bei geöffnetem Fenster eingemummelt in Pyjama und Decke sowie wärmendem (Ingwer-)Tee glasklar die Sätze 3-6 „Herbst“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ lauschen und dabei wissentlich einer Erkältung vorbeugen und wegen des Zinks wohlweißlich u.a. Austern schlürfen.

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