Effiziente Vitamin D-Versorgung!


Vitamin D Mangel kommt häufiger vor als man denkt. Über 60 Prozent der Erwachsenen und mehr als 80 Prozent der 11- bis 19-Jährigen sind zwischen Oktober und März unzureichend mit Vitamin D versorgt. Während der helleren Monate sind es immerhin noch mehr als die Hälfte. Gründe hierfür sind eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung sowie eine zu geringe UV-Exposition der Haut.

Vitamin D, auch Sonnenvitamin genannt, wird mithilfe von Sonnenlicht in der Haut synthetisiert. In Deutschland reicht die Kraft der Sonne etwas 6 Monate im Jahr nicht aus, um genügend Vitamin D in der Haut zu bilden. In den wärmeren Monaten verhindern Arbeitszeiten, Kleidung und Sonnencreme die ausreichende Vitamin D-Bildung. Weiterhin ist Vitamin in tierischen Produkten wie fettreichem Fisch oder Milch enthalten. Um die empfohlene Zufuhr mit der Nahrung zu erreichen, müsste man jedoch täglich 400 g Seefisch oder 24 Liter Vollmilch verzehren. Laut Untersuchungen erreichen nur 17 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen die von der Deutschen Gesellschaft der Ernährung empfohlene Aufnahme.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist jedoch eine ganz besonders wichtige Maßnahme zur individuellen Krankheitsprävention. Die folgen eines Vitamin D-Mangels können gravierend sein. Der Unterversorgung sollte man daher frühzeitig präventiv begegnen.

Ein Vitamin-D-Defizit führt zu einer vorzeitigen Knochenalterung und erhöht das Frakturrisiko. Zur Basistherapie der Osteoporose gehören deshalb neben Kalzium täglich auch 800-2000 IE Vitamin D. In Studien wurde die präventive Wirkung einer Vitamin D Prävention deutlich. Bei Personen mit hohen Vitamin D Einnahmen (ca. 800-2000 IE) war das Risiko für Hüftfrakturen um 30 Prozent gesenkt.

Doch Vitamin D ist nicht nur für den Knochenstoffwechsel relevant. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei einer Vielzahl an Stoffwechselprozessen und reguliert mehr als 200 Gene. Eine unzureichende Versorgung begünstigt chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen sowie entzündliche Darmerkrankungen. Die ESTHER-Studie mit knapp 9600 Männern und Frauen hat gezeigt, dass die Sterblichkeit bei den Probanden mit niedrigen und sehr niedrigen Vitamin-D-Spiegeln im Vergleich zu Studienteilnehmern mit ausreichender Vitamin D-Versorgung auf das 1,2- bzw. 1,7-fache erhöht war.

Insbesondere ältere Menschen, Schwangere und Menschen, die über lange Zeit Medikamente einnehmen, sollten ihre Vitamin D-Konzentration regelmäßig überprüfen lassen, da der Vitamin D-Status deutliche Konsequenzen für die Gesundheit hat. Ein Mangel sollte durch Supplementierung ausgeglichen werden.

Im Alter nimmt die Fähigkeit der Haut zur Vitamin-D-Synthese ab. Zudem können bestimmte Medikamente einen Vitamin D-Mangel induzieren. Unter anderem stören Antihypertonika, Antiestrogene, Zytostatika, Antiepileptika und Phytopharmaka den Vitamin D-Stoffwechsel. Einige Arzneistoffe inaktivieren Vitamin D und können so zu Störungen im Knochenstoffwechsel bis hin zur Osteoporose oder Störungen im Muskelstoffwechsel führen.

Dagegen kann ausreichende Vitamin D- Versorgung die Wirkung einiger Arzneimittel wie z.B. Blutdruckmitteln verbessern und Nebenwirkungen von Medikamenten z.B. Krebsmedikamenten verringern.

Für eine Vitamin-D-Supplementierung empfehlen Fachgesellschaften die Einnahme von 800-2000 IE Vitamin D pro Tag. Risiken oder Nebenwirkungen sind bei dieser Dosierung nicht zu erwarten.

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