Ein Pilz der einen heiligen Namen trägt – „Candida“


Legenden können helfen Krankheitsbilder zu erkennen

Die erste Frau, die der heilige Petrus bei der Ankunft auf seiner zweiten Reise von Antiochia nach Rom in Neapel antraf, war von schwerem Kopfschmerzen geplagt. Durch Gespräche und Beobachtungen ihrer Leiden konnte Petrus ihr und ihrem Ehemann Aspren mit Rat helfen und beiden Wege zur Heilung aufzeigen. Beide konnten durch Veränderung ihrer Lebensgewohnheiten wieder mühelos mit Freude am Leben teilhaben. Aspren selbst stieg nach seiner Genesung zum ersten Bischof von Neapel auf, vielleicht weil Petrus ihm und seiner Frau Wege zur vollwertigen Ernährung aufzeigte!

Hefepilze können Leiden fördern

Wenn Menschen fast durchgängig unter Kopfschmerzen leiden, bei denen keinerlei Schmerzmittel mehr helfen; wenn Menschen gar unter Schwindel und eiskalten Händen ihren Alltag verrichten müssen und dabei ernstlich an Müdigkeit leiden, ist vielleicht der nach Candida der Älteren, benannte Hefepilz „Candida“ der Grund für den allgemeinen Erschöpfungszustand mit unterschiedlichsten Symptomen und die Beschwerden lassen wohlmöglich das Krankheitsbild der „Candidose“ zu.

Infektion durch Pilzorganismen

Auch der altdeutsche Begriff „Soor“, das dazugehörige Verb lautet „sohren“ und bedeutet „wundmachen“ (veraltet auch Moniliasis) gibt Auskunft über die Folgen eines solchen infektiösen Pilzorganismus, der in der Lage ist, die menschliche Haut und die Schleimhaut zu befallen sowie die Immunabwehr völlig zu überwinden. Bestimmte Candida- Arten leben in Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm. Häufige Infektionsorte, die durch den direkten Kontakt entstehen, sind Mundhöhle, Mundschleimhaut unter Zahnprothesen, Genitalschleimhaut, Bindehaut, feuchte Hautfalten und Nagelfalze. Auf der Haut zeigt sich eine starke Rötung, die oft mit Juckreiz einhergeht. Die Pilzinfektion lässt die Schleimhäute weißlich und abwischbar erscheinen. Solch oberflächliche Candidainfektion sind problemlos heilbar, wenn ausreichend Vorbeugung und Vorsorge getroffen werden.

Vorbeugung oder die notwendige Gesundheitsvorsorge

1. Hygiene

Normalerweise verhindert eine intakte Keimflora ein übermäßiges Wachstum des Candidapilzes. Eine Überprüfung der Hygienemaßnahmen kann Abhilfe schaffen.
Feuchtwarme Umgebungen fördern Pilzwachstum. Insbesondere in oder um Hautfalten ist immer auf ausreichend Luftzufuhr beispielsweise durch lockere und nicht enganliegende Kleidung zu achten. Wärmestau produzierende Textilien wie Synthetik insbesondere bei Kleinkindern (im Windelbereich) befördern das Wachstum von „Candida“- Hefepilz. Eine regelmäßige Kontrolle auch im Zehen- und Fingerzwischenräumen kann den Pilzbefall verhindern.
Die Mühe regelmäßig frisch gewaschene und trockene Tücher zur Reinigung des Körpers zu benutzen, lohnt sich. Bei der Mundpflege ist auf einen regelmäßigen Wechsel der Zahnbürste und anderer Mund- bzw. Zahnpflegeartikel zu achten. Der Sitz und die Oberfläche möglicher Zahnprothesen muss passen.

2. Candida Test

Sicherheit, ob eine Hefepilzinfektion vorliegt kann letztlich jedoch nur ein Speicheltest geklärt werden. Wenn eine übermäßige Candida- Belastung einzelner Organe diagnostiziert wird, ist neben einer Darmreinigung auch/ oder eine Basen- Kur zu empfehlen.

3. Gesunde Ernährung

Besonderer Bedeutung kommt wie in anderen Belangen der Gesundheitsvorsorge zu! Die Auswirkungen auf die natürliche Keimflora des menschlichen Körpers durch einseitigen Verzehr von probiotischem Käse beeinflussen den Hefekeimanzahl (insbesondere bei älteren Menschen) positiv. Sind Nahrung und Körperausscheidungen sehr zuckerhaltig, sind positive Bedingungen zur Vermehrung des Pilzes gegeben.
Insbesondere die in Europa handelsübliche Hefe, der zu häufige Konsum von Einfachzucker und der übermäßiger Verzehr von Milchprodukten können eine Hefepilzinfektion durch „Candida“ auslösen und wohlmöglich Symptome wie übermäßige Müdigkeit, Gewichtsschwankungen, Lustlosigkeit und häufiger Kopfschmerz im Stirnbereich befördern. Eine gesunde Ernährung hilft gesund und vital zu leben und kann solch schwere innere Krankheit verhindern und oberflächliche Infektionsorte vermeiden helfen.

Wie immer sind vorrangig Einfachzucker ungesund.

Tüchtige Menschen, die regelmäßig Sport treiben, schütten über die Nebenniere ausreichend Hormone aus, die dem Pilz keinen Raum lassen.
Durch abwechslungsreiche Ernährung können schwere Erkrankungen verhindert werden; unter diesen Umständen ist von übermäßiger Konsum wie Jogurt und Käse abzuraten.
Im Allgemeinen ist auf eine basenreiche Nahrung zu empfehlen. Wie immer gilt: Alles in Maßen und nicht in Massen!

Was Petrus Candida und Aspren riet, ist in der Legendenbildung um den ersten Bischof von Neapel nicht belegt - vielleicht halfen solche Ratschläge, die zur Umstellung der Ernährungsgewohnheit beitrugen, um die Genesung des Ehepaars zu erwirken.

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