Eisen und Haarausfall – Wenn die Bürste immer voller wird


Haarverlust kann in verschiedenen Altersstufen auftreten – Bei Kindern in der Pubertät, Frauen in der Menopause oder bei Männern mit Mitte 20. Jeder kann betroffen sein. Besonders bekannt ist Haarausfall bei Männern. Die „Geheimratsecken“ breiten sich aus und werden im Alter zu einem immer größeren Problem. Aber auch Frauen weisen immer häufiger Haarausfälle auf. Dies kann durch Hormonschwankungen, aber auch durch Mineralstoffmangel bedingt sein. Das Haar wird immer dünner und das Volumen nimmt ab. Was also tun? Haare abschneiden? Bei Männern – Mut zur Glatze?

Nur wenigen Menschen ist es bekannt, dass ein durch Mineralstoff bedingter Haarausfall reversibel ist. Dies bedeutet, dass durch das wieder Auffüllen der Mineralstoffspeicher der Haarausfall nicht nur abnimmt, sondern sich das vorherige Haarvolumen wieder herstellen kann (1). Doch welche Mikronährstoffe sind für das Haar wichtig?

Das Haar hat einen hohen Blutbedarf. Ist das Blutvolumen im Körper nicht im optimalen Bereich, werden zunächst die für den Körper „unwichtigsten“ Organe und Körperbestandteile – die Haare -  nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Es kommt zum Haarausfall (1).

Bereits in den 1960er Jahren wurden daraufhin Zusammenhänge zwischen Haarausfall und Mikronährstoffen festgestellt. Ganz oben auf der Liste der Nährstoffe stand das Eisen. Eisen ist entscheidend an der Blutbildung beteiligt. Das Spurenelement sorgt für die Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Erythrozyten transportieren den Sauerstoff in die Zellen und sorgen so unter anderem für die Energiegewinnung. Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) braucht der Körper beispielsweise für Wachstums- und Regenerationsprozesse – somit auch für das Haar (1).

Eine Studie aus 2002 von Rushton und seinen Kollegen ergab eine Reduktion des Haarausfalls von 39 % mit gleichzeitiger Erhöhung des Eisenspiegels (Ferritin-Spiegel = Speicherform des Eisens) von 33 auf 89 mg/l nach sechs Monaten. Erste Reduktionen gab es bereits bei einem Eisenspiegel von 70 mg/l, weshalb in geschlussfolgert wurde, dass ein Haarausfall reduziert werden kann, wenn der Eisenspiegel mindestens bei diesem Wert liegt. In der folgenden Tabelle sind Ferritin-Werte als Vergleich angeführt (2).  

Ferritin-Konzentration im Blut Bedeutung
< 15 mg/l Eisenspeicher sind entleert
15 -30 mg/l Knappe bis leere Eisenspeicher
31 – 99 mg/l Fast ausreichende Eisenspeicher
100 – 310 mg/l Genügende Eisenreserve

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mikronährstoffversorgung in unserem Körper für unsere Haare von großer Bedeutung ist. Besonders Eisen scheint laut verschiedener Studien für die Haargesundheit relevant. Bei vermehrtem Haarausfall ist es somit sinnvoll, den Eisenspiegel untersuchen zu lassen und einen möglichen Mangel zu beheben. Anschließend steht einem gesunden und kräftigen Haarwuchs nichts mehr im Wege. Nutzen Sie zur Diagnose unseren Eisenmangel-Test. Bei diesem wird die Konzentration von Ferritin in Ihrem Blut überprüft. Ferritin ist die Speicherform des Eisens und bietet die beste Aussagekraft bezüglich der allgemeinen Grundversorgung.


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Literatur

  1. Park et al. (2013). Iron Plays a Certain Role in Patterned Hair Loss. Journal of Korean Medical Science. 28: 934-938.
  2. Daniells & Hardy (2010). Hair loss in long-term or home parenteral nutrition: are micronutrient deficiencies to blame?. Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care. 13: 690-697.

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