Eisen und Sport – Das Spurenelement, das Wunder vollbringt


Sportler haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Durch die erhöhte Schweißproduktion kann es, besonders im Bereich des Ausdauersports, zu einem gesteigerten Verlust an Nährstoffen kommen. Zudem benötigt die Muskulatur vermehrt Vitamine und Mineralstoffe, um wachsen und sich regenerieren (Erholungsphase nach dem Training) zu können. Damit die notwendigen Nährstoffe der Muskulatur zur Verfügung gestellt werden können, wird das Blut als Transportmittel benötigt. Mit Hilfe der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gelangt beispielsweise der Sauerstoff zur Muskulatur. Den Sauerstoff benötigt unser Muskel für die Energiegewinnung. Mit Energiegewinnung ist die Produktion von Adenosintriphosphat (ATP) gemeint. ATP kann am einfachsten mit der Zufuhr von Sauerstoff (aerob) gebildet werden. Ist nicht genügend Sauerstoff für die Energieproduktion vorhanden, beginnen die Zellen ohne Sauerstoff (anaerob) ATP zu produzieren. Dabei entsteht Milchsäure (Laktat) als Abfallprodukt und der Muskel beginnt zu übersäuern. Durch die Übersäuerung kann es zu einem rapiden Leistungsabfall und zum Verkrampfen der Muskulatur kommen [1].

Zusammenfassend bedeutet dies, dass durch eine ausreichende Zufuhr an Sauerstoff, eine hohe Zahl an Erythrozyten möglich sind und dadurch ein erhöhter Trainingserfolg erzielt werden kann. Für die Sauerstoffzufuhr zu unseren Muskeln benötigen wir Eisen.

Eisen ist maßgeblich an der Blutbildung beteiligt. Kommt es zu einem Eisenmangel, kann eine Blutarmut (Anämie) auftreten. Bei einer Eisenmangelanämie kommt es zu einer Störung in der Blutbildung. Dies bedeutet, dass es zu einer verminderten Bildung des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) kommt. Hämoglobin ist der Stoff im Blut durch den der Sauerstoff gebunden und zu den Zellen transportiert werden kann. Körperliche Schwäche, Müdigkeit und Atemnot sind nur einige der Symptome die durch eine Anämie auftreten können [1].

Folglich ist es wichtig einen Eisenmangel frühzeitig zu therapieren, bevor dieser sich weiter verfestigen und sich die Symptomatik verstärken kann. Studien, die sich mit der Eisenmangel-Therapie bei Sportlern beschäftigen, haben neben der Behebung des Mangels weitere Vorteile feststellen können. So zeigt eine Studie von Burden und seinen Kollegen aus 2014, dass durch eine Zufuhr von Eisenpräparaten (Supplementierung) eine verbesserte Sauerstoffversorgung, sportliche Leistungsfähigkeit und bei Ausdauersportlern ebenfalls höhere Trainingserfolge, in Form von besseren Zeiten bei beispielsweise Zeitfahretappen im Radsport, erzielt werden konnten [2].

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nährstoffe – insbesondere das Eisen – für gute sportliche Leistungsfähigkeit von großer Bedeutung sind. Aufgrund dessen sollte der Eisenspiegel immer im Auge behalten werden, um einen Mangel frühzeitig entdecken und beheben zu können. Jedoch ist von Supplementierung ohne vorherige Diagnose abzusehen, da eine Eisenüberladung auftreten kann. Bei einer Eisenüberladung kann es zu einer Ablagerung des Eisens in der Leber und somit zur Schädigung des Organes kommen [1]. Nutzen Sie zur Diagnose unseren Eisenmangel-Test. Bei diesem wird die Konzentration von Ferritin in Ihrem Blut überprüft. Ferritin ist die Speicherform des Eisens und bietet die beste Aussagekraft bezüglich der allgemeinen Grundversorgung.

 

Literatur

1 Kasper, H., & Burghardt, W. (2014). Ernährungsmedizin und Diätetik (Vol. 12). Würzburg: Urban & Fischer.

2 Burden et al. (2014). Impact of Intravenous Iron on Aerobic Capacity and Iron Metabolism in Elite Athletes. Medicine & Science in Sports & Exercise. 10.1249/MSS.0000000000000568.

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