Ernährung in der Schwangerschaft


Sobald feststeht, dass Sie schwanger sind, betrachten Sie ihre komplette Lebensweise wahrscheinlich in einem anderen Licht. Was esse und trinke ich eigentlich den lieben langen Tag, was nehme ich zu mir und sollte es doch lieber lassen. Denn eines ist klar. Das Baby isst mit. Je gesünder man sich ernährt, desto besser kann sich das Baby entwickeln. Es gilt fortan der Grundsatz, nicht für zwei essen, aber für zwei denken. In unseren Breiten haben wir zwar eine zumeist ausreichende und ausgewogene Ernährung. Wer jedoch viel in der Kantine isst oder oft nur Zeit für Fertigprodukte und Fastfood hat, sollte einiges ändern. Denn das Baby braucht für eine gesunde Entwicklung bestimmte Nährstoffe täglich.

Wenn man sich all die Ratgeber zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft so anschaut, bekommt man jedoch schnell ein schlechtes Gewissen. Da sind Unmengen von Fisch-, Gemüse-, und Obstmahlzeiten pro Tag aufgelistet. Wer sich mal die Mühe macht, alles zu addieren, kommt auf schier unglaubliche Essmengen. Das kann auch nicht Sinn der Sache sein. Viele Frauen haben etwa weder die Zeit noch den Appetit statt der bisher üblichen drei täglich Mahlzeiten die empfohlenen fünf bis sechs zu sich zu nehmen. Zur täglichen Ernährung werden in verschiedenen Anteilen Kohlenhydratlieferanten wie Kartoffeln, Obst und Vollkornprodukte; Eiweißlieferanten wie Milch, Eier, Fisch, mageres Fleisch und dann noch ein Sortiment an bestimmten Nüssen, Trockenfrüchten und Ölen empfohlen. Aber wer soll das alles täglich (!) essen?

Da die Geschmacksknospen vieler Schwangerer eh Achterbahn fahren, sollte man sich auch auf sein Bauchgefühl verlassen. Meist weiß der Körper genau, was er braucht und was Sie jetzt lieber meiden sollten. Schwangere Frauen bevorzugen aus diesem Grund oft völlig verschiedene Sachen. Bei einige zeigen sich deutliche Farbtrends: Die einen essen plötzlich vor allem Weiß: Joghurt, Quark im Übermaß, dazu Eis ohne Ende; wieder andere mutieren zu Rot-Esserinnen: Beeren, rotes Gemüse steht auf deren Speiseplan. Lassen Sie sich nicht irritieren, versuchen Sie den Spagat aus bewusster Ernährung und Ihren schwangerschaftsbedingten Vorlieben.

Erst in der Spätschwangerschaft sollten Sie auf einige Dinge achten. Denn es wird langsam eng in Ihrem Körper, die Organe liegen dicht beieinander, so dass schnell Sodbrennen und Völlegefühl drohen. Deshalb sollte spätestens jetzt auf scharf gewürzte und in heißem Fett gebratene Speisen verzichtet werden. Und jetzt werden Sie auch ganz von selbst mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen. Das Baby ist gewachsen und lässt Ihnen immer weniger Raum für Schlemmerei. Informationen zu wichtigen Nahrungsergänzungsmitteln wie etwa Folsäure und Jod finden Sie auf den nächsten Seiten. Denn bei noch so durchdachter und ausgewogener Ernährung ist eine ausreichende Aufnahme dieser Nährstoffe durch die Nahrung allein nicht möglich.

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