Fischölkapseln- eine gute Alternative zu Fisch?


Ein Selbsttest von cerascreen® hat aufgedeckt: Christina verzehrt deutlich zu wenig an Omega-3-Fettsäuren. Diese zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und können vom Körper selber nicht produziert werden. Das heißt, diese Fettsäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, um den körpereigenen Bedarf zu decken. Beim Menschen sind sie unverzichtbar für den intakten Aufbau der Zellmembranen, beim Sehvorgang, der Blutgerinnung und Hemmung von Entzündungsprozessen.

Die DGE empfiehlt derzeit gesunden Menschen eine tägliche Aufnahme von 0,5 % Alpha-Linolensäure im Verhältnis zur Gesamtenergiezufuhr.
Alpha-Linolensäure (ALA) ist ein prominenter Vertreter der Omega-3-Fettsäuren. Der menschliche Körper bildet aus diesen unmittelbar weitere Omega-3-Fettsäuren wie die Eicosapentaensäure.
Darüber hinaus sprechen Ernährungsexperten der Alpha-Linolensäure zahlreiche positive Eigenschaften zu: Es soll nach den neuesten Erkenntnissen zum Beispiel die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessern und den Triglycerid,- LDL-und Cholesterinspiegel im Blut senken, welches wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck verringert.

Auch positive Auswirkungen auf psychiatrische Erkrankungen wie der Demenz werden in jüngster Zeit diskutiert (1). Fisch, Öl oder Kapseln?

Im Kontext der individuellen Ernährung gibt es im Allgemeinen drei Ansatzpunkte, den Omega-3-Status zu verbessern:

1. Der wöchentliche Verzehr von fetten Seefisch, wie Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch oder Schwertfisch. Negativ daran ist: Nicht zu selten sind vor allem die letzten beide Arten mit toxischen Schwermetallen wie Quecksilber belastet (2).
Daher wird zum Beispiel Schwangeren oder Stillenden eher abgeraten ihren Bedarf an Omega-3 über den Fischverzehr zu decken. Hier kann es im Schlimmsten Falle zu Schäden beim Fötus oder Neugeborenen kommen.


2. Daneben gibt es außerdem einige Personen die gar keinen Fisch mögen und der Geruch alleine schon Ekelerregen auslöst. Für diese Personen stellt das Verwenden von omega-3-reichen pflanzlichen Ölen und Fetten eine gute Alternative dar. Dazu gehören unter anderem das Leinsamen,-Hanf-und Leindotteröl. Eigentlich noch hochwertiger sind Himbeerkern, Hagebuttenkern-und Kiwikernöl, genutzt werden diese jedoch in der Praxis leider fast gar nicht. Ein Nachteil bei den pflanzlichen Omega-3-Quellen ist, dass der menschliche Körper die dort enthaltenden Omega-3-Fettsäuren nicht direkt nutzen kann, sondern erst in verwertbaren Abbauprodukte enzymatisch umwandeln muss (3). 


3. Bequemer und wirksamer für Mensch und Körper gestaltet sich daher die Einnahme von Kapseln. Diese enthalten meistens zwischen 500 und 1000 Milligramm Fischöl, hauptsächlich Lachsöl. Jene bestechen durch einen Gehalt von insgesamt 30% Omega-3-Fettsäuren in Form von einfach verwertbarer Eicopentaensäure (EPA) und Docohexaensäure. Zudem zeigen Studien, dass die in Kapseln verwendeten Öle kaum mit Schadstoffen belastend sind. Insgesamt stellt daher die Einnahme von Kapseln eine gute Option dar, um einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren gesund und bedarfsdeckend zu beheben.

Literaturverzeichnis

  1. Vilgis, Thomas A., Lendner, Ilka und Cavieziel, Rolf. Ernährung bei Pflegebedürftigkeit und Demenz: Lebensfreude durch Genuss. Stuttgart : Springer Spektrum Verlag, 2014. 
  2. Hamm, Michael und Neuberger, Dirk. Omega-3 aktiv: Gesundheit aus dem Meer . Wertvoll in jedem Lebensabschnitt . Die besten Quellen der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA . und warum sie vielen Menschen helfen können. Hannover : Schlütersche Verlagsgesellschaft GmbH & Co. KG, 2010. 
  3. Spitz, Jörg, et al. Die 8 Anti-Krebs-Regeln: Gesund im Einklang mit unseren steinzeitlichen Genen. München : Gräfe und Unzer, 2011.

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