Fit ohne Geräte: Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht


Das Buch „Fit ohne Geräte“ von Mark Lauren verspricht dem Leser große Erfolge durch ein effizientes Trainingskonzept, das ganz ohne Hilfsmittel und mit einem Minimum an Zeit auskommen soll.
Mark Lauren, der seit Jahren die Elitesoldaten der Special Operations für ihren Einsatz fit macht, brüstet sich damit das Konzept selbst entwickelt zu haben, kommt dabei jedoch etwas großspurig rüber. Allerdings ist er Soldat und wer das Buch kauft, erwartet sicherlich keine literarischen Hochgenüsse.

Neben einer langen motivierenden Einleitung, in der Herr Lauren immer wieder von seinen sportlichen Erfolgen erzählt, bietet das Buch einen guten Ernährungsansatz, der für Anfänger recht hilfreich ist, jedoch für Interessierte nichts Neues aufzeigt.
Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit 125 Übungen. Diese sollten laut Buchbeschreibung ganz ohne Geräte nur mit dem eigenen Körpergewicht durchführbar sein. Nur das hier die Geräte durch andere Sachen ersetzt werden. Statt „Fit ohne Geräte“ wäre ein weit passenderer Titel „Fit ohne Fitness-Studio-Geräte“.

Anstelle der Geräte werden Türen, Besen, Telefonbücher und Stühle zum eigenen Gym umfunktioniert. Wer jedoch nicht zufällig die Kisten oder Sessel in genau der richtigen Größe Zuhause hat, der gefährdet nicht nur sich selbst, sondern zerlegt, wenn er Pech hat, auch noch seine Wohnung.
Einen lustigen Text findet man beispielsweise unter dem Stichwort „Bizeps-Curl“. Hier wird eine ausführliche Anleitung gegeben, wie man sich aus einem Rucksack einen Hantel-Ersatz bastelt. Grundsätzlich eine tolle Idee, wenn man mal im Urlaub keine Hanteln zur Hand hat. Aber was spricht dagegen sich ein Paar Hanteln zuzulegen?

Zwar kommt man um ein Paar Hanteln eigentlich auch bei diesem Ratgeber nicht herum, das Programm hebt sich aber durch die vielen Übungen und ein komplett ausgearbeitetes Trainingssystem mit verschiedenen Trainingsplänen von anderen Fitnessbüchern ab.
Die vielen Methoden und Kombinationen werden in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt, fordern die Muskeln immer wieder neu und lassen keine Langeweile aufkommen. Da man jedoch leicht Fehler machen kann und viele Übungen für gänzlich Untrainierte nicht geeignet sind, bietet dieses Buch nur für Fitnesserfahrene bei gewisser Motivation und Disziplin eine gute Grundlage für das Training Zuhause.

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