Frittierte Lebensmittel stehen im Zusammenhang mit Prostatakrebs


Ob Berliner, Donuts oder Pommes Frites – Mindestens einmal die Woche Frittiertes zu essen, steht laut einer amerikanischen Studie im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Die Wissenschaftler erforschten nicht, warum dieser Zusammenhang besteht, glauben jedoch, dass potentiell krebserregende Verbindungen, die während des Frittier-Vorgangs aus dem Öl/Fett freigesetzt werden, die Ursache sein könnten.

Vorangegangene Studien haben bereits einen Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und Lebensmitteln, die sehr hohen Temperaturen ausgesetzt werden, wie beispielsweise gegrilltes Fleisch, zeigen können.

Auch gibt es schon Belege für einen Zusammenhang von Frittiertem und anderen Krebsarten wie Brust-, Lungen-, Pankreas- und Speiseröhrenkrebs.

Für ihre Studie analysierten die Forscher Daten von 1.549 Männern, die an Prostatakrebs erkrankt waren, und 1.492 gesunden Männern im vergleichbaren Alter. Die Männer hatten an einer Studie teilgenommen, bei der sie Fragen zu ihren Ernährungsgewohnheiten beantwortet hatten. Darunter Fragen wie oft sie bestimmte frittierte Lebensmittel verzehrten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Männer, die mindestens einmal die Woche Pommes Frites, frittiertes Hähnchen, frittierten Fisch und/oder Donuts aßen, ein erhöhtes Prostatakrebs-Risiko zwischen 30 und 37 Prozent hatten.
Zusätzlich stellten sie fest, dass diese Männer, wenn sie erkrankt waren, eine etwas aggressivere Krebserkrankung hatten.

Auch nachdem andere Faktoren, die das Krebsrisiko beeinflussen, wie etwa Krebshintergrund der Familie oder BMI, beachtet wurden, bestand der gleiche Zusammenhang.

Zwar kann die Studie nicht eindeutig beweisen, dass es das frittierte Essen ist, das zu einem erhöhten Prostatakrebs-Risiko führt, die Forscher sind sich jedoch sicher, dass es etwas mit dem Frittier-Vorgang zu tun hat.

Bei Temperaturen, die beim Frittieren entstehen, können sich potentiell krebserregende Stoffe im Essen bilden. Diese toxischen Stoffe, welche immer mehr werden, je häufiger das Frittier-Fett wiederholt genutzt und erwärmt wird, beinhalten Acrylamid, heterozyklische Amine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Aldehyde und Akrolein.

Acrylamid kommt in kohlenhydrat-reichen Lebensmitteln wie Pommes Frites vor; heterozyklische Amine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bilden sich in Fleisch, wenn es stark erhitzt wird; Aldehyde sorgen für einen ranzigen Geruch und das scharf riechende Akrolein wird als stark kanzerogen verdächtigt.

Frittiertes Essen enthält weiterhin sehr hohe Mengen an Glykierungsendprodukten. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Verbindungen, die im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen und oxidativem Stress stehen. Umstände, die mit Krebs assoziiert werden.

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