“Gesunde” Lebensmittel, die beim Abnehmen verboten sind


Es ist wirklich eine Schande. Einige der leckersten Lebensmittel sind tatsächlich am schlimmsten, wenn man auf Zucker und Fett achtet. Klar, sahnige Eiscremes, krosses Ciabatta, knusprige Pommes und zuckrige Kleinigkeiten sollte man meiden. Das ist nichts Neues. Deshalb versucht man bei einer Diät bestimmte Lebensmittel seltener zu essen und gesündere Alternativen zu finden. Und das ist gar nicht so einfach, denn manche „gesunden“ Alternativen sind nicht viel besser als ein Snickers oder Mars. Hast du schon mal etwas gegessen, weil du dachtest, dass es „figurfreundlich“ wäre? Und später hast du herausgefunden, dass es eigentlich überhaupt nicht gut für dich war? Wenn die Antwort “ja” ist, muss dir das nicht peinlich sein. Werbung und falsche Informationen umgeben alles, was wir essen und lassen bestimmte Lebensmittel “gesund” erscheinen. Hier sind die häufigsten Verdächtigen:

Getrocknete Früchte

Frische Früchte sind viel besser zum Abnehmen geeignet als getrocknetes Obst. Getrocknetes Obst empfehlen Ernährungsberater häufig ihren Klienten, die Schwierigkeiten haben zuzunehmen. Denn wer schafft es 20 Pflaumen zu essen? Die meisten würden fast platzen. 20 getrocknete Pflaumen sind dagegen kein Problem, liefern jedoch die gleiche Menge Kalorien. Frische Früchte sorgen dank ihres Wassergehalts dafür, dass wir uns schneller satt fühlen.

Proteinriegel

Proteinriegel sind meistens mit Vitaminen und Proteinen aufgewertete Süßigkeiten. Kein Scherz. Sie liefern viele Kalorien und manchmal nicht viel mehr Proteine als ein Snickersriegel. Wenn die Verpackung sagt, dass der Riegel nur wenige Kalorien hat und kein Zuckerzusatz enthalten ist, dann wird häufig mit Zuckeralkoholen gesüßt. Diese liefern zwar keine Kalorien, sorgen aber für Darmprobleme wir Blähungen oder (in größeren Mengen) Durchfall. Hände weg und stattdessen Joghurt, Obst oder eine Handvoll Nüsse snacken.

Vollkorntoast

Ein gesundes Sandwich mit Senf oder magerem Frischkäse statt Butter, kühlender Gurke, frischen Tomaten, knackigen Salatblättern und gesundem Vollkorntoast. Hmm… lecker! Aber wo ist der Fehler? Vollkorntoast ist (fast) nicht besser als Weißtoast. Die „enthaltenden Ballaststoffe“ sind so klein zermahlen, dass der Blutzuckerspiegel trotzdem sehr schnell ansteigt. Außerdem liefert Vollkorntoast fast nur leere Kalorien, der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist nicht wirklich nennenswert. Wenn man die Wahl hat, sollte man immer zu kernigem Vollkornbrot greifen – darin sind mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien.

Knuspermüsli

Müsli ist gesund, richtig? Jein. Selbstgemachtes Müsli aus kernigen Haferflocken und gepaart mit frischem Obst ist tatsächlich gut. Herkömmliches Knuspermüsli dagegen? Viel zu viel Zucker! Selbst die zuckerreduzierten Varianten sind stark gesüßt, z.B. mit Fruchtsaftkonzentrat oder Honig. Außerdem enthalten einige Knuspermüslis ganz schön viel Fett. Wer nicht ganz drauf verzichten kann, der kann sich einen Esslöffel Knuspermüsli zu einer Portion kernigen Haferflocken mit Obst oder einem Naturjoghurt mischen.

Fruchtjoghurt

Joghurt ist eine gute Quelle für Proteine und Vitamin D. Einige Produkte enthalten jedoch so viel zusätzlichen Zucker, dass man sich auch gleich Süßigkeiten genehmigen könnte. Am einfachsten umgeht man diese Figurfalle, indem man keinen Fruchtjoghurt und nur noch Naturjoghurt kauft. Naturjoghurt kann man mit gefrorenen Beeren oder etwas Honig und Walnüssen schmackhafter gestalten.

Sushi

Sushi ist klein, aber gemein. Mit einem Happ sind die mundgerechten Stücke im Mund … und gehen sofort auf die Hüften? Nein, natürlich nicht. Sushi liefert viele Omega 3-Fettsäuren und wichtiges Jod. Allerdings auch viele Kalorien auf relativ kleine Portionen gerechnet. Um ungehemmt Sushi zu schlemmen, sollte man langsam essen und sich zwischen den Tellern oder Sorten etwas Zeit lassen. Dann realisiert der Körper, dass er schon genügend Energie und Nährstoffe aufgenommen hat und man ist nicht so sehr in der Gefahr sich vollzustopfen. Kreationen mit Tempura (ein anderes Wort für “frittiert”), Frischkäse und Mayonnaise mogeln unglaublich viele Kalorien ins Sushi. Besser auf klassische Sorten setzen.

P.S.

Übrigens richtig verboten ist beim Abnehmen nichts. Man sollte lediglich darauf achten, diese Lebensmittel seltener zu essen. Bei absoluten Verboten besteht das Risiko irgendwann so einen Heißhunger zu entwickeln, dass man sich wahllos vollstopft. Daher kann man sich ab und zu auch die große Schale Knuspermüsli und Co. gönnen. Essen ist schließlich ein Stück Lebensqualität. Und Bananen? Lassen kein Bauchfett wachsen, auch wenn ominöse Internetseiten das behaupten. Ich würde jede Banane einem Proteinriegel vorziehen.   Autor: KG Bild: Christian Koezle /pixelio.de

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