Haarausfall – was sind die Auslöser?


Jeder verliert Haare. Und zwar täglich bis zu 100. Das ist normal, wenn sich das Haar in regelmäßigen Abständen wieder erneuert. Leichter Haarausfall ist ein ganz natürlicher Prozess. Problematisch wird es erst dann, wenn die Haare nicht mehr nachwachsen und sich in Bürste und Haarsieb ganze Haarbüschel ansammeln. Meist braucht dann derjenige, dessen Haar immer lichter wird, auch keine Diagnosehilfe mehr. Der Kopf wird kahl, es ist klar, man leidet unter krankhaftem Haarausfall.

Auf die Frage nach den möglichen Ursachen werden die meisten Betroffenen mit „erblich oder hormonell bedingt“ abgespeist. Hilfreich ist solch eine Antwort nicht. Eher entmutigt sie noch. Viele Betroffene finden sich schließlich mit ihrer „Ausweglosen Situation“ ab. Das sind die Gene, da kann man nichts machen? Tatsächlich scheinen aber die wirklichen Ursachen von Haarausfall noch ein Rätsel der Wissenschaft zu sein. Bekannt sind allerdings mögliche Auslöser, gegen die – wenn einmal ausfindig gemacht – der Einzelne etwas tun kann.

Nährstoffmangel

Obwohl wir in einer Gesellschaft leben, in der Lebensmittel im Überfluss zur Verfügung stehen, sind viele Menschen mangelernährt, was Haarausfall zur Folge haben kann. Die Ursachen für eine Mangelernährung können neben längeren Fastenkuren, strengen Diäten oder Magersucht auch sehr einseitige Lebensmittelvorlieben, entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder der Missbrauch von Abführmitteln sein. Abführmittel zerstören die gesunde Darmflora und sorgen dafür, dass nicht mehr genügend Vitamine und Mineralstoffe über die Darmwand in den Körper gelangen. Insbesondere ein Mangel an den Vitaminen A, B, H, K und neusten Erkenntnissen nach Vitamin D sowie Eisen, Selen und Zink wird mit Haarausfall in Verbindung gebracht.

Medikamente

Leider kann die Einnahme bestimmter Medikamente zu diffusem Haarausfall führen. In der Chemotherapie eingesetzte Medikamente führen fast zwangsläufig zu Haarausfall. Einige Medikamente lösen wiederum nicht bei jedem Haarausfall aus. Hierzu gehören unter anderem:

-Blutgerinnungshemmende Medikamente in hoher Dosierung

-Blutfettsenkende Medikamente

-Schilddrüsenmedikamente (Thyreostatika)

-Beta-Blocker gegen Bluthochdruck

-bei Hautkrankheiten eingesetzte Vitamin-A-Derivate

Umweltgifte

Gifte, denen wir oft tagtäglich ausgesetzt sind, können der Auslöser für Haarausfall sein. Neben Pestiziden, Schwermetallen , Lacken, Lösungsmitteln, Klebern und möglicherweise Zigarettenrauch geraten häufig Palladium und Quecksilber, bestimmte Gifte in Zahnfüllungen wie Amalgam, als Auslöser in Verdacht.

Sonstiges

Bestimmte Infektionskrankheiten wie Typhus, Gürtelrose und Syphilis oder psychische Belastungen wie Trauer, Depressionen oder chronischer Stress können zu Haarausfall führen.

Manchmal hat Haarausfall aber auch ganz banale Gründe. „Überpflegung“, Dauerwellen oder das häufige Tragen von sehr strammen Zöpfen können mögliche Auslöser für die Haarbüschel in der Bürste sein.

Autor: KG Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

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