Hans Ulrich Grimm: Das Grimmsche Lexikon - ein Must Have für jeden Haushalt


Das Grimmsche Lexikon – ein Must Have für jeden Haushalt: Umfassend, fesselnd, informativ.  Buchrezension zu Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert – Das Lexikon von Hans- Ulrich Grimm (gebundene Ausgabe)
Zielgerichtet wie es seinesgleichen auf dem deutschen Buchmarkt sucht schreibt der ehemalige Spiegelredakteur Hans- Ulrich Grimm ein Nachschlagewerk, dass in über 500 Stichworten den Verbrauchern die Augen hinsichtlich der Lebensmittelindustrie und unserer unsere Nahrung öffnet.

Von A wie Aromastoffe über B wie Bersteinsäure, von K wie Kartoffelchips bis hin zu Z wie Zusatzstoffe eröffnet Grimm in hunderten von Stichworten umfassend wie die Nahrung, kaufbar in deutschen Supermärkten, aufgebaut ist und welches die Bestandteile unseres täglichen Essens sind.
Der Leser erfährt, wie viel Erdbeer wirklich im Jogurt ist und wie Erdbeeraromen aus Sägespänen manipulierend für den Endverbraucher wirken. Bei den Kindern ist der Lack der leckeren Schokolinsen dank Grimm schon längst ab, weil hier nachweißlich mit Aluminium nachgebessert wird! Nur die Zahnfeh freut sich wenn aufgrund der Zitronensäure im Brot der Zahnschmelz bricht – Grimm deckt auf!
Zum ersten Mal ist nun auf dem deutschen Buchmarkt ein Nachschlagewerk über die Bestandteile der täglichen Nahrung auf dem Tisch, welches von A bis Z Auskunft gibt und den geneigten Leser zum Nahrungsexperten werden lässt.

Grimm gibt in seinem Nachschlagewerk Aufschluss über die wichtigsten Aspekte unserer Nahrungsmittel und beschränkt sich in seinem Buch nicht nur auf die Aufzählung von Begriffen und deren Definitionen. Der ehemalige Spiegelautor legt ein eher ein allgemeinverständliches Buch vor. Grimms Nachschlagewerk ist deshalb so wichtig, weil es eben auf ansonsten schwer zugängliche Informationen verzichtet. Spannend ist das Grimmsche Nachschlagewerk, weil es des Öfteren hinter die Kulissen der Nahrungsmittelindustrie oder lässt diese transparenter denn je werden.

Das sonst für so unbedenklich verkaufte Glutamat zum Beispiel wird von vielen Fachleuten und Ernährungswissenschaftlern als gefährlich für die Gesundheit eingestuft. Grimm kritisiert in dem Zusammenhang das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), weil es Glutamat als „keine Bedenken gegen die gelegentliche Verwendung in geringen Mengen“ einstuft. Profiteur ist die Nahrungsmittelindustrie – der Kunde der Lebensmittelindustrie hat das Nachsehen.
Was selbstverständlich nicht im Supermarkt auf der Verpackung, sondern im vorliegenden Buch zu lesen zu tage tritt, ist, dass führende europäische Glutamathersteller mit der BfR eng zusammen arbeiten. Grimm klärt auf!

Hans- Ulrich Grimm will Gewissheit schaffen – will Zweifelhaftes auslöschen und dem Leser die Augen öffnen. Bewundernswert ist Grimms Engagement gegenüber den Zusätzen in den Nahrungsmitteln. Beeindruckend seine investigative journalistische Arbeit, die unser Leben im Bereich der Lebens- und Essgewohnheiten verändern kann. Dabei verliert der Autor nicht den Blick auf die Welt und vermittelt unterhaltsam und spannend die Art von Lesestoff, die wirklich wichtig ist.

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