HFCS - der unglaubliche Dickmacher


Lange Zeit galt Fruktosezucker als das Süßungsmittel ohne Risiken. Läuft man heute durch den Supermarkt, werden mit Fructose gesüßte Lebensmittel als gesundes und gutes Lebensmittel deklariert. Aber ist das wirklich so? Die schockierende aber doch einfache Antwort lautet – nein. Fruktosezucker ist der Dickmacher unserer Ernährung.

Dass sie eine deutlich höhere Süßkraft als Glukose besitzt, ist ein wesentlicher Vorteil der Fructose. So kann man durch die Verminderung des Glukoseanteils bei einer gleichzeitigen Vergrößerung des Fruktoseanteils die Süßkraft erheblich steigern. Und das bedeutet, dass man durch weniger Materialeinsatz mehr Süßkraft erzielt. Für die Lebensmittelindustrie ist Fruktoses wirtschaftlich sehr attraktiv und somit in vielen Produkten anzutreffen. Fast alle US-amerikanischen Softdrinks beinhalten HFCS als Süßungsmittel. Und da die Maisproduktion in den USA zudem staatlich subventioniert ist, bedeutet dies gleich doppelter Profit auf Kosten der Verbraucher. Auf der einen Seite zahlt der amerikanische Steuerzahler die Maissubventionen und auf der anderen wundert er sich, warum er immer weniger seine Füße in der Senkrechten sieht.

Die vier bösen Wörter in diesem Lebensmittel-Verblendungsspiel heißen: High Fructose Corn Syrup oder kurz HFCS oder auch Maissirup. Und leider findet sich Maissirup in fast allen verarbeiteten Lebensmittel wieder. In Joghurt, Brot und Soßen und wie bereits erwähnt in den meisten Limonaden. Seitdem 1975 HFCS auf dem Markt gekommen war, gab es zahlreiche Studien und wissenschaftliche Arbeiten zu den Risiken von HFCS. So berichtet Bill Misner in einer seiner Arbeiten: „Diesen Zucker zu essen, ist Selbstmord mit dem Löffel“.

Und in der Tat wird HFCS in Verbindung gebracht, schwere chronische Krankheiten positiv zu beeinflussen oder gar erst hervorzurufen. Folgende Liste gibt einen Überblick über die bestätigten Krankheiten:

  • Erhöhung des Blutdrucks
  • nächtliche hypertensive Insulinresistenz Typ 2 Diabetes
  • Eine nicht-alkoholischen Fettleber-Erkrankung (NASH)
  • durch den Anstieg des Harnsäurespiegels kann Fruktose zu Gicht und/oder metabolischem Syndrom führen und das Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung beschleunigen
  • Intrakranielle atherosklerotische Veränderungen (z. B. Verengung und Verhärtung der Arterien im Kopf)
  • Erhöhung vom Herzfehlerrisiko: wenn Sie zu wenig Kupfer im Blut haben
  • eine genotoxische Wirkung auf den Darm
  • sie fördert die Metastasierung bei Brustkrebs-Patienten
  • tubulointerstitielle Schäden (Schädigung der Tubuli und interstitiellen Gewebe Ihrer Niere)
  • Erschöpfung und verwandte Gesundheitsprobleme
  • Erhöht das Risiko, am Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken

Trotz der zahlreichen wissenschaftlichen Belege, wird HFCS weiter in Lebensmittel verarbeitet. Der Staat sollte eigentlich ein Interesse daran besitzen, die Bürger und Bürgerinnen seines Landes zu schützen. Gesehen und gewertschätzt wird der Bürger dieses Landes lediglich jedoch als Konsument und fester Bestandteil eines Wirtschaftskreislaufes, an dessen dramatischen Ende sowieso sein Tod steht. Der Bürger wird durch seine Ernährung krank gemacht.

Doch in sein Bewusstsein dringt immer mehr der Wunsch nach gesünderen Nahrungsmitteln. Diese sind aber oft nur teurer sind kein bisschen gesünder. „BIO Lebensmittel“ bekehrten viele Konsumenten, allerdings leben diese genauso gefährlich wie vorher, nur etwas verpackungsgrüner und geldbörsenleichter als vorher. Dann folgen ernstere Krankheiten bis hin zu tödlichen Erkrankungen. Und hier wird dann innerhalb kürzester Zeit von der Pharmaindustrie ordentlich abkassiert. Das einzige was in diesem unverschämten Kreislauf „BIO“ und Gesund erscheint, ist die Erde, die am Ende des Kreislaufes 180 Zentimeter über einem aufgebahrt wird.

FAZIT: Ernähren Sie sich einfach. Vermeiden sie weitestgehend verarbeitet Lebensmittel. Trinken sie keine Limonaden. Gönnen Sie sich diese nicht mehr als ein Mal pro Woche, statt sie unüberlegt täglich zu konsumieren. Wenn Sie sich diese einfache Regel zu Herzen nehmen, sind sie nicht mehr Teilnehmer des mortalen Lebensmittelindustrie Zirkusses.

Bild: Andrea Kusajda  @ pixelio.de

1 Kommentar

  • Biodoc

    Danke für den guten Artikel, vor allem die Ernährungshinweise!
    Es braucht hier noch so viel mehr Aufklärung

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