Histamin-Intoleranz – Eine Gefahr für Ihr ungeborenes Kind


Histamin – der Botenstoff, der Probleme macht. Histamin kann überall in unserem Körper freigesetzt werden. Wie die Probleme entstehen und welche Konsequenzen es für weibliche Sexualhormone und dadurch auch für das ungeborene Kind haben kann, wird im Folgenden erklärt.

Histamin

Das Histamin ist ein Botenstoff (Mediator), der verschiedene Reaktionen im Körper auslösen kann. So wird es beispielsweise bei einer Allergie oder Migräne frei und führt zu den typischen Symptomen. Zu diesen zählen bei der Migräne natürlich die Kopfschmerzen und bei der Allergie zum Beispiel Atembeschwerden, Hautreizungen und Verdauungsprobleme. Histamin wird von den Enzymen Diaminooxidase (DAO) und Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) anschließend wieder abgebaut. Kommt es zu einem gestörten Gleichgewicht zwischen den abbauenden Enzymen und Histamin, kann eine Histamin-Intoleranz die Folge sein. In Folge dessen werden schon geringste Mengen von Histamin, die durch die Nahrung aufgenommen werden, nicht vollständig abgebaut und können zu gravierenden Beschwerden führen (1).

Histamin-Intoleranz und die weiblichen Sexualhormone

Histamin steht in einem engen Zusammenhang mit Hormonen. So zeigt der Botenstoff beispielsweise einen Einfluss auf die weiblichen Sexualhormone. Es verstärkt unter anderem die Bildung von Östradiol und Progesteron (2). Durch diese vermehrte Bildung, kommt es zu einer Reduktion des Hormons Prostaglandin. Aufgrund dessen können verstärkte Beschwerden beispielsweise während der Menstruation verursacht werden. Diese können sich unter anderem als Kopfschmerzen oder Unterleibskrämpfe äußern. Eine Histamin-Intoleranz verstärkt diese Umstände weiter. Denn während der Menstruation ist der DAO-Spiegel der Frau am höchsten, damit das freigesetzte Histamin abgebaut werden kann. Fehlt die DAO, nimmt die Dauer und Intensität der Beschwerden zu (3-5).

Histamin-Intoleranz während der Schwangerschaft

Neben den Symptomen während der Menstruation, zeigen Studien einen gravierenden Einfluss von Histamin auf Schwangere. Eine erhöhte Konzentration dieses Botenstoffs kann zu einer gesteigerten Muskelaktivität (Kontraktion) der Gebärmutter führen. Zwar wird Histamin während der Schwangerschaft für das Zellwachstum und den Aufbau des Mutterkuchens (Plazenta) benötigt, allerdings ist der Abbau ebenfalls entscheidend (6). Die Plazenta versorgt das ungeborene Kind (Fötus) mit Sauerstoff und Nährstoffen. Zusätzlich produziert die Plazenta große Mengen an DAO. Dieses hat den Zweck den Fötus während der Schwangerschaft vor einem Histamin-Überschuss zu schützen. Aufgrund dessen zeigen Schwangere eine bis zu 500-mal höhere Konzentration des DAO, als nichtschwangere Frauen (7). Folglich kann eine gestörte Balance zwischen Histamin und DAO zu Komplikationen, wie unter anderem Schwangerschaftsdiabetes, Blutungen in der Plazenta und zu Frühgeburten führen (8).

Testung der DAO-Konzentration im Blut

Mit Hilfe des cerascreen® Histamin-Intoleranz-Tests können Sie einfach testen, ob Sie an einer Unverträglichkeit dieses Botenstoffs leiden. Bei diesem Testverfahren wird Ihr Blut auf das Vorhandensein von DAO getestet. Neben dem genauen DAO-Wert, erhalten Sie einen umfangreichen Ergebnisbericht mit wertvollen Gesundheitstipps rund um das Thema Histamin.

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  „Histaminintoleranz  

Literatur

  1. Kovacova-Hanuskova et al. (2015). Histamine, histamine intoxication and intolerance. Allergologia et Immunopathologia. 43 (5): 498-506. http://dx.doi.org/10.1016/j.aller.2015.05.001
  2. Bódis et al. (1997). The effect of histamine on progesterone and estradiol secretion of human granulosa cells in serum-free culture. Gyneyological Endocrinology. 7(4): 235-9.
  3. Jarisch R. (2015). Histamine intolerance in women. Histamine intolerance, histamine and seasickness. Berlin, Germany: Springer Berlin Heidelberg. p. 109---15.
  4. Rubio et al. (1992). Influence of hormonal treatment on the response of the rat isolated uterus to histamine and histamine receptor agonists. European Journal of Pharmacology. 212: 31-6.
  5. Hamada et al. (2013). Effect of the menstrual cycle on serum diamine oxidase levels in healthy women. Clinical Biochemistry.46: 99-102.
  6. Pap E. (2004). Connection between histamine and the sexual steroids. Histamine: biology and medical aspects. Budapest, Basel: SpringMed Publishing, Karger AG. p. 317-28.
  7. Morel et al. (1992). Purification of human placenta diamine oxidase. Biochemical and Biophysical Research Communications.187: 178-86.
  8. Maintz et al. (2008). Effects of histamine and diamine oxidase activities on pregnancy: a critical review. Human Reproduction Update. 14:485-95.

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