Histamin-Intoleranz– wenn die Haut juckt und brennt


Patienten mit einer Histamin-Intoleranz leiden häufig an einer atopischen Dermatitis. Unter dieser versteht man eine meist chronisch entzündliche Erkrankung. Oftmals wird sie auch als Neurodermitis bezeichnet. Die Symptome können sich über den ganzen Körper ausbreiten, betreffen aber zumeist die Hände, Kniekehlen und Armbeugen. Dort kommt es zu Juckreiz und trockenen Hautausschlägen (Ekzeme) (1).

Das Histamin und die Intoleranz

Histamin ist ein Botenstoff, der bei entzündlichen Reaktionen vom Körper ausgeschüttet wird. Dies kann in Folge einer allergischen Reaktion oder Entzündung der Fall sein. Histamin wirkt an Ort und Stelle der Freisetzung. Dies bedeutet, dass bei einer entzündlichen Reaktion in der Haut, in diesem Bereich Histamin frei wird und die Beschwerden auslöst. Damit die Haut anschließend heilen kann, werden Histamin-abbauende Enzyme benötigt. Zu diesen zählen die Diaminooxidase (DAO) und die Histamin-N-Methyltransferase (HNMT). Diese werden hauptsächlich in der Darmschleimhaut gebildet.
Eine Histamin-Intoleranz beschreibt die Störung des Verhältnisses zwischen dem ausgeschütteten Histamin und dem Histamin-Abbau, sowie der dadurch hervorgerufenen Unverträglichkeit gegenüber Nahrungsmitteln, in denen dieser Botenstoff enthalten ist (2).

Was hat Histamin mit der Haut und einer atopischer Dermatitis zu tun?

Die Histamin-Intoleranz äußert sich unter anderem in der atopischen Dermatitis. Studien zeigen, dass Neurodermitis-Patienten oftmals erniedrigte DAO-Konzentrationen im Blut aufwiesen. Dadurch resultiert ein erhöhter Histamin-Spiegel. Eine Linderung der Symptome kann durch eine histaminarme Ernährung erzielt werden. Jedoch ist diese bei der großen Lebensmittelvielfalt, in der Histamin in Nahrungsmitteln vorhanden ist, nicht immer leicht zu erreichen. Alternativ gibt es die Möglichkeit der Medikation mit Antihistaminika. Allerdings sollten diese nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden (1).

Histaminreiche und Histamin-verstärkende Lebensmittel

In der folgenden Tabelle sind einige histaminreiche Lebensmittel aufgeführt, auf die bei einer Histamin-Intoleranz verzichtet werden sollte:

Nahrungsmittelgruppe histaminreiche Lebensmittel
Fleisch Cervelatwurst, Salami, Schinken, Mettwurst und weitere gepökelte oder geräucherte Fleischwaren
Fisch Makrele, Thunfisch, Sardelle
Käse Hartkäse (z.B. Gouda), Schimmelkäse
Alkohol Rotwein, Weißwein, Bier
Gemüse Sauerkraut, Spinat, Essiggurken

 

Zudem müssen auch Lebensmittel beachtet werden, die die Histaminfreisetzung im Körper verstärken. Zu diesen zählen unter anderem Erdbeeren, Ananas, Kiwi und Milch. Weiterhin führen einige Nahrungsmittel zu einer reduzierten Produktion der Histamin-abbauenden Enzyme. Diese sind beispielsweise Schokolade, Himbeeren, Tomaten, Bananen und Hülsenfrüchte (2).

Testung der Histamin-Intoleranz

Wenn Sie schon häufiger Problem mit der Haut hatten und keine Ursache dafür zu finden ist, sollten Sie den cerascreen® Histamin-Intoleranz-Test einmal ausprobieren. Bei diesem wird in Ihrem Kapillarblut die DAO-Konzentration bestimmt. Hierdurch können Sie herausfinden, ob Sie an einer Histamin-Intoleranz leider oder nicht. Zudem bietet cerascreen® nicht nur den reinen Befund an, sondern liefert einen umfassenden Ergebnisbericht mit Gesundheitstipps rund um das Thema Histamin.

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Literatur

  1. Guida et al. (2000). Histamine plasma levels and elimination diet in chronic idiopathic urticaria. European Journal of Clinical Nutrition. 54: 155-8.  
  2. Kovacova-Hanuskova et al. (2015). Histamine, histamine intoxication and intolerance. Allergologia et Immunopathologia. 43 (5): 498-506. http://dx.doi.org/10.1016/j.aller.2015.05.001

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