Histamin und der Magen-Darm-Trakt – Die Antwort auf eine chronische Entzündung


Histamin wirkt am Ort des Geschehens, beispielsweise im Magen-Darm-Trakt. Ein Überschuss kann zu Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen und Übelkeit kommen. Wie diese Symptome entstehen und welche Lösung es gibt, wird im Folgenden erklärt.

Histamin

Histamin wird aus der Aminosäure L-Histidin gebildet. Diese Aminosäure kann sowohl vom Körper selbst hergestellt, als auch über die Nahrung aufgenommen werden. Histamin ist ein Botenstoff, der beispielsweise bei Entzündungen und allergischen Reaktionen freigesetzt wird. Durch die Ausschüttung von Histamin kann es zu den verschiedensten Symptomen kommen. Die Art der Beschwerden ist abhängig von der Region des Körpers, in der Histamin frei wird. Im Magen-Darm-Trakt führt es unter anderem zu Bauchschmerzen, Durchfall und Magenkrämpfen. Während Histamin bei einer entzündlichen Reaktion der Blutgefäße im Gehirn stattdessen eine Migräne auslösen kann. Wenn keine Balance zwischen Histamin und dem Histamin-Abbau besteht, kann es zu einer Histamin-Intoleranz kommen. Für den Histamin-Abbau sind die Enzyme Diaminooxidase (DAO) und Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) verantwortlich (1).

Histamin und der Magen-Darm-Trakt

Magen-Darm-Beschwerden sind ein Leitsymptom der Histamin-Intoleranz. Oftmals treten diese Symptome bei einer chronischen Entzündung des Darms auf, da die Histamin-abbauenden Enzyme nicht ausreichend gebildet werden können (2). Sowohl DAO als auch HNMT werden in der Darmschleimhaut produziert. Zusätzlich werden weniger der Enzyme durch das Fehlen von Vitaminen, wie Vitamin B6 und C und des Spurenelements Zink gebildet. Eine chronische Entzündung oder Reizung des Darms kann durch verschiedene Faktoren bedingt sein. Hierzu zählen beispielsweise eine Allergie, Unverträglichkeit oder Krebserkrankungen (3). Durch eine solche Erkrankung kann eine Schädigung der Darmschleimhaut verursacht werden. Folglich können Vitamine und Mineralstoffe nicht vollständig aufgenommen werden und ein Nährstoffmangel kann sich einstellen. Mit daraus resultierenden Problemen in der Bereitstellung von DAO und HNMT. Als Ergebnis kann Histamin nicht ausreichend abgebaut werden. Durch eine Histamin-Anreicherung kann es letztendlich zu einer Histamin-Intoleranz kommen. Dabei werden schon kleinste Mengen von Histamin-haltigen Nahrungsmittel nicht mehr vertragen und die beschriebenen Symptome stellen sich ein. Histamin befindet sich unter anderem in Wein, Bier, geräuchertem oder gepökeltem Fleisch, Käse und Fisch. Studien zeigen eine deutliche Verbesserung der Beschwerden durch eine histaminarme Ernährung (4).

Testung einer Histamin-Intoleranz

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Literatur

  1. Kovacova-Hanuskova et al. (2015). Histamine, histamine intoxication and intolerance. Allergologia et Immunopathologia. 43 (5): 498-506. http://dx.doi.org/10.1016/j.aller.2015.05.001
  2. Maintz et al. (2006). Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz. Deutsches Ärzteblatt. 51-52: 3477-3483.
  3. Maintz & Novak (2007). Histamine and histamine intolerance. American Journal of Clinical Nutrition. 85: 1185-96.  
  4. Stolze et al. (2010). Histamine intolerance mimics anorexia nervosa. Hautarzt. 61: 776-8.

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