Konzentrationsschwäche und Eisen


Jeder kennt das Problem, sich einfach nicht auf eine Aufgabe konzentrieren zu können. Um eine pathologische Konzentrationsstörung handelt es sich dabei meistens nicht. Allerdings wird auch eine vorübergehende Konzentrationsschwäche oft als große Belastung empfunden - insbesondere dann, wenn Abgabetermine und Prüfungen anstehen.

Konzentrationsschwierigkeiten können vielfältige Ursachen haben, darunter auch Mangelernährung und falsche Ernährung. Beispielsweise sind Konzentrationsprobleme eine typische Begleiterscheinung von Eisenmangel. Die Behandlung einer Konzentrationsstörung richtet sich danach, welches gesundheitliche Problem der Auslöser ist.

Konzentrationsprobleme sind weit verbreitet. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom. Bei Kindern können Konzentrations- und Lernschwierigkeiten zum Beispiel als Folge einer (unerkannten) Hörschwäche, Sehschwäche oder Legasthenie auftreten. Erbliche Faktoren spielen außerdem eine Rolle.

Ältere Menschen können von Durchblutungsstörungen des Gehirns betroffen sein, was die Konzentrationsstörungen bedingt. Als Symptom einiger Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer treten Konzentrationsstörungen ebenfalls auf.

Altersunabhängig sind Patienten mit bestimmten Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion oder Depression häufig von Konzentrationsstörungen betroffen.

Das Risiko, einen Eisenmangel zu entwickeln steht im Zusammenhang mit dem Risiko, eine Konzentrationsstörung zu entwickeln. Von einem Eisenmangel sind Frauen häufiger betroffen als Männer, da sie durch die Menstruation regelmäßig Blut und damit den eisenhaltigen Blutfarbstoff verlieren. Außerdem haben Frauen in der Stillzeit und während der Schwangerschaft einen erhöhten Eisenbedarf. Kinder haben wachstumsbedingt ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Eisen.

Der Eisenmangel gilt als die häufigste Mangelerkrankung weltweit. Nach der repräsentativen Verbundstudie Ernährungserhebung und Risikofaktorenanalytik (VERA) gibt es in Deutschland neben Eisenmangel auch eine Eisenüberlast. Wer zu viel Eisen zu sich nimmt, etwa in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, muss ebenfalls mit negativen gesundheitlichen Folgen rechnen.

Typische Folgen eines Eisenmangels sind neben den Konzentrationsstörungen die Eisenmangel-Anämie (Blutarmut), andauernde Müdigkeit, Blässe, Haarausfall, Kopfschmerzen, Schwindel und geringe Belastbarkeit. Das normale Leben ist dadurch stark eingeschränkt, da das körperliche und geistige Wohlbefinden insgesamt gestört ist.

Ob eine Konzentrationsstörung durch Eisenmangel hervorgerufen wird oder doch eine andere Ursache hat, muss im Einzelfall abgeklärt werden. Auch ein Mangel an anderen Mineralstoffen oder Vitaminen kann Konzentrationsschwäche hervorrufen. Ein niedriger Blutzuckerspiegel macht es schwierig, sich zu konzentrieren. Ein Zuckerüberschuss ist allerdings genauso problematisch, kann Unruhe auslösen und die Konzentration stören. Der Konsum von Koffein (insbesondere in Kaffee und Energy Drinks), Nikotin und Alkohol kann sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit auswirken.

Wenn Sie unter Konzentrationsstörungen leiden und feststellen möchten, ob Eisenmangel die Ursache ist oder doch etwas anderes dahinter steckt, können Sie sich mit dem cerascreen® Eisenmangel-Test Gewissheit verschaffen. Dabei handelt es sich um einen Selbsttest für zu Hause, der den Ferritin-Wert bestimmt. Ein Eisenmangel lässt sich durch Nahrungsergänzungsmittel und eine Ernährungsumstellung schnell beheben, hat unbehandelt aber schwerwiegende Folgen für Ihre Gesundheit. Umgekehrt sollte niemand Eisenpräparate einnehmen, wenn kein tatsächlicher Eisenmangel besteht. Überdosiertes Eisen kann starke Nebenwirkungen haben.  

Drei Ernährungstipps, damit Sie Ihre Eisenversorgung sicherstellen können:

1) Relativ viel Eisen ist in Fleisch, dunkelgrünen Blattsalaten und grünen Gemüsen enthalten.

2) Trinken Sie zu einer eisenreichen Mahlzeit gerne ein Glas Fruchtsaft oder essen ein Stück Obst. Das darin enthaltene Vitamin C erleichtert die Aufnahme (Resorption) von Eisen.

3) Kombinieren Sie eisenreiche Nahrungsmittel nicht mit Milchprodukten, Kaffee oder schwarzem Tee. Darin enthaltene Stoffe können die Eisenaufnahme des Körpers hemmen.

Und falls Sie zu dem Ergebnis kommen, dass Ihre Konzentrationsstörung doch nicht mit einem Eisenmangel zusammenhängt:

  • Grenzen Sie die Zeit vor dem Fernseher und dem Computerbildschirm ein. Dies gilt besonders für Kinder
  • Achten Sie auf ausreichenden Schlaf
  • Verschaffen Sie sich genügend Bewegung

Nur wer erholt, entspannt und körperlich fit ist, kann geistig seine volle Leistung erbringen.


Jetzt teilen:
  Blog-Eisenmangel“ style=  

0 Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen