Leiden Sie unter einer Schwermetallvergiftung?


Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder auch Gelenkschmerzen bereiten vielen Personen große Probleme im Alltag. Dann sitzt man 1 ½ h beim Arzt nur um zu erfahren, dass die eigentliche Ursache dafür nicht gefunden werden kann und das Problem somit weiterhin bestehen bleibt. Kennen Sie diese Situation? So oder so ähnlich ergeht es nämlich vielen Personen. Dabei könnte es sich um eine Schwermetallvergiftung handeln, welche vom Arzt leider oft nicht erkannt wird.


Schwermetalle – Eine Definition?

Fangen wir erstmal ganz von vorne an: Was sind überhaupt Schwermetalle? 
In der Chemie versteht man unter dem Begriff „Schwermetall” ein Metall mit einer Dichte von über 5 g/cm3. Andere wiederum machen es von dem Atomgewicht, der chemischen Eigenschaft oder auch der Toxizität, also der Giftigkeit eines Stoffes, abhängig.

Die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) fand in einer ihrer Studien sogar über 38 verschiedene Definitionen zu „Schwermetall” in der Literatur. Eine eindeutig wissenschaftlich akzeptierte Definition für die Bezeichnung gibt es also leider nicht. In der Öffentlichkeit versteht man unter dem Begriff in der Regel toxische Metalle. Einige Schwermetalle, z.B. Kupfer oder Zink, sind für den Menschen jedoch essentiell. Das heißt, der Mensch kann diese nicht selber herstellen, benötigt diese aber in geringen Mengen zum Überleben.

Die problematischsten Schwermetalle für uns sind vor allem Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber.

 

Wie sieht die Belastungssituation aus?

Jährliche Schwermetall-Verschmutzung in Deutschland

Schwermetalle sind allgegenwärtig. Sie sind unsichtbar und eine tickende Zeitbombe. Über 4500 t Schwermetalle gelangen allein in Deutschland jedes Jahr in unsere Umwelt. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass nur wenige Mikrogramm für uns bereits gefährlich sind.

 

Langzeitentwicklung der Schwermetall-Emissionen

Dabei hat sich die Situation seit 1990 schon erheblich verbessert. Die Arsen-Emission, also der Ausstoß an Arsen, hat sich seitdem
z. B. um knapp 94 % verringert, Blei um 90 %. Wir sehen aber auch, dass sich seit 1995 nicht mehr viel geändert hat. Das reicht jedoch nicht. Die Emissionen sind trotzdem zu hoch.

Wissenschaftliche Aussagen

Die World Health Organisation sagt zum Thema Blei zum Beispiel folgendes: 

„Für die Toxizität von Blei ist keine Wirkungsschwelle vorhanden, d. h. es ist keine Aufnahmemenge für Blei abzuleiten, die als unbedenklich gilt.” 

Selbst die kleinste Menge Blei ist also bereits giftig für uns. Bei diesen Emissionsmengen ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die Frage nicht mehr lautet „ob” sondern „wie viele” Schwermetalle wir aufnehmen. Auch der Medizinische Dienst der Krankenkassen in Bayern kommt zu dem Entschluss, dass bei allen Personen in Europa, insbesondere älteren Menschen, von einer Schwermetallbelastung vor allem durch Ernährung und Einatmen von Schadstoffen ausgegangen werden muss.

 

Durchschnittliche Schwermetallbelastung in der Bevölkerung

Die durchschnittliche Metallbelastung in einer Person ist erschreckend. Insbesondere wenn man bedenkt, dass bereits wenige Mikrogramm pro Woche unter anderem Hirnschäden verursachen können. Zum Vergleich: 1 Milligramm entspricht 1000 Mikrogramm.

Diese Belastung entsteht nicht etwa durch eine akute Vergiftung, sondern durch eine chronische, also eine konstante Zufuhr von geringen Mengen. Diese lagern sich im Körper, vor allem in den Organen wie Knochen, Gehirn, Leber und Nieren ab. Da die Symptome erst nach Jahren oder sogar Jahrzehnten auftreten, ist die chronische Vergiftung mit einer tickenden Zeitbombe vergleichbar, die sogar zu Krebs führen kann. Leider verleitet uns das verzögerte Auftreten der Symptome dazu, den Einfluss der Schwermetalle auf unsere Gesundheit zu unterschätzen und die Problematik wird nicht ernst genug genommen.

 

Problematik der Schwermetallgrenzwerte

Die meisten Grenzwerte und Aussagen über tolerierbare Mengen von Schwermetallen gehen von einer idealisierten Vorstellung einer Einzelbelastung aus. In der realen Welt aber wirkt immer eine Kombination aus verschiedenen Metallen auf uns. Dadurch verstärken sich die Effekte der einzelnen Metalle und die tolerierbare Menge sinkt. Eine Kombination aus Blei und Arsen steigert z. B. das Risiko für Lungenkrebs.

 

Welche Symptome und Krankheiten können entstehen?

Symptome einer Schwermetallvergiftung

Typische Anzeichen einer Schwermetallvergiftung sind leider sehr unspezifisch. Symptome sind z. B. Konzentrationsstörungen, Müdigkeit oder Gelenkprobleme. 
Vielen Ärzten fällt die Diagnose einer chronischen Schwermetallvergiftung deswegen nicht leicht. Problematisch ist das natürlich für Personen, die seit mehreren Jahren an z. B. Schlafstörungen oder Nervosität leiden und von einem Arzt zum nächsten gehen, weil niemand die Ursache findet.
Für die wichtigsten Schwermetalle sind nachfolgend die Symptome bei einer chronischen Schwermetallvergiftung aufgeführt:

 

 Arsen Blei Cadmium Quecksilber
Hautverfärbungen Anämie Lungenschäden Ekzeme (Hautveränderungen)

Krebs vor allem in Haut, Lunge und Leber

Bleisaum (Ablagerungen am Zahnfleisch) Nierenschäden Gliederschmerzen
Lähmungserscheinungen Bauchschmerzen Leberschäden
Tremor (Unwillkürliches Zittern)
Anämie (Blutarmut) Nervenschäden Anämie Schlafstörungen
Kopfschmerzen Hirnschäden Störung des Immunsystems Konzentrationsstörungen
Konzentrationsstörungen Nierenschäden Kopfschmerzen
Schwäche und Erschöpfung Lähmungen
Rückbildung der Muskulatur Sprachstörungen, Sehstörungen

 

Die bekanntesten Krankheiten?

Die bekanntesten Schwermetall-Krankheiten sind die Itai-Itai-Krankheit und die Minamata-Krankheit. Ursächlich für diese Krankheiten ist eine chronische Vergiftung mit Schwermetallen.

 

  • Itai-Itai-Krankheit:
  • Hierbei manifestiert sich eine Cadmiumvergiftung in Form von Gelenkschmerzen, Osteomalazie und schließlich Niereninsuffizienz. „Itai” ist japanisch und bedeutet soviel wie „Aua”. Erste Dokumentationen der Krankheit wurden in den 1950er Jahren in Toyama (Japan) gemacht als Bergwerksabwasser die Felder mit Cadmium verseuchte.

     

  • Minamata-Krankheit:
  • Auch hier wurden die ersten Dokumentation in Japan gemacht. Personen in der Umgebung der japanischen Stadt Minamata erlitten erst Kopf- und Gliederschmerzen, später dann Lähmungen, Psychosen und Komata nachdem ein Chemiekonzern quecksilberhaltiges Abwasser ins Meer einleitete und somit Fische und Meeresfrüchte sehr stark belastet wurden.

     

    Fazit:

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jeder von uns von Schwermetallen betroffen ist. Die jährliche Schwermetall-Emission in unserer Umwelt und damit auch die durchschnittliche Schwermetallbelastung unseres Körpers - unter anderem über die Ernährung - ist viel zu hoch! Das ist gefährlich und beeinträchtigt unsere Gesundheit. Aufpassen sollten wir vor allem auf Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber.

    Leiden Sie nun unter einer Schwermetallvergiftung? Machen Sie einen Schwermetall-Test und ermitteln Sie Ihre persönliche Belastung.

    Quellen:

     

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