Omega-3 und 6 im Zusammenhang mit Übergewicht


Omega-3 und 6 Fettsäuren in der Ernährung

Jeder kennt das, nach üppigen Festmahlen um die Weihnachtszeit zeigt die Waage 2 Kilo mehr an. Diese nehmen Sie dann mühevoll und schweißtreibend im Laufe der nächsten Monate wieder ab. Doch manche verlieren die Kilos nie wieder, ganz im Gegenteil, die Zahl auf der Waage steigt unaufhörlich. Klinisch spricht man ab einem BMI von 25 von Übergewicht und ab 30 aufwärts sogar von Adipositas. Der BMI (engl. für Body Mass Index) berechnet sich aus dem individuellen Gewicht in Kilogramm im Verhältnis zur Größe im Quadrat (Kg/m2) (1). Er ist eine international etablierte Masszahl zur Bewertung von Gewicht und Gesundheitszustand in der Bevölkerung. Mit alarmierenden Entwicklungen in den letzten Jahren: So verdreifachte sich der Anteil an männlichen Übergewichtigen weltweit von 3, 2% im Jahr 1975 zu 10, 8% im Jahr 2014 (2).

Im Allgemeinen stuft die Gesellschaft Übergewichtige unbewusst als leistungsschwacher und ungebildeter ein. Die Person selbst fühlt sich meistens sehr unwohl im eigenen Körper und besitzt ein geringeres Selbstgefühl. Im medizinischen Kontext sind mit Übergewicht vor allem ein stark erhöhtes Erkrankungsrisiko an Diabetes, Krebs und Nieren-als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Diagnostisch wurde zudem in den letzten Jahren festgestellt, das Übergewichtige einen niedrigeren Omega-3-Spiegel haben als Normalgewichtige.

Omega-3 und Omega-6 -Was ist das?

Omega 3 und Omega-6-Fettsäuren gehören zu der Klasse der sogenannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Der menschliche Körper ist nicht in der Lage diese selber herzustellen und entsprechend muss man diese über die Nahrung zuführen. Als integraler Bestandteil von Membranen, von Gehirnzellen und im Blutgerinnungsystem sind sie lebensnotwendig für die Aufrechterhaltung des menschlichen Körpers (3).

Die DGE empfiehlt eine Zufuhr von Omega-6-Fettsäuren in Relation zu Omega-3-Fettsäuren im Verhältnis von 5:1. Tatsächlich liegt diese aber derzeit nach aktuellen Prognosen im bundesweiten Durchschnitt eher bei 8:1. Das heißt es werden deutlich mehr Omega-6-Fettsäuren zu Lasten der Omega-3-Fettsäuren verzehrt. Doch besonders Letztere sind mehr und mehr in den Fokus der ernährungswissenschaftlichen Forschung geraten. Neueste Studien zeigen, dass besonders die Omega-3-Fettsäuren die Verbrennung von Nährstoffen zur Energiegewinnung anregen. Sie sind damit Gegenspieler zu den Omega-6-Fettsäuren, die essentielle Botenstoffe enthalten, welche unter anderem die Zellbildung und damit auch die Fettzellbildung anregen (4).
Das ist damit auch eine Erklärung für die Ergebnisse von Blutuntersuchungen bei Übergewichtigen hinsichtlich des Gehaltes an den verschiedenen Fettsäuren. So ist bei diesen das Verhältnis der Omega-6- zu den Omega-3-Fettsäuren doppelt so hoch wie bei gesunden Menschen. Demgemäß wurden natürlich auch Spitzenwerte an Omega-3-Fettsäuren im Blut bei denjenigen Personen nachgewiesen, die einen besonders niedrigen BMI als auch eine schlanke Taille im Verhältnis zur Hüfte ( Engl. Waist-to-hip-ratio) vorwiesen.

Omega-3-Fettsäuren in Nahrungsmitteln

Hat nun eine Blutuntersuchung aufgedeckt, zum Beispiel durch das Omega Analyse Testkit von cerascreen®, dass auch bei einem persönlich ein ungünstiger Omega-6 zu 3-Spiegel vorliegt, sollten mehr Omega-3-reiche Nahrungsmittel in den Speiseplan integriert werden. Dazu gehört zum Beispiel das Verwenden von Leinöl oder Rapsöl zum Anbraten und das Verzehren von fetten Seefischen wie Hering, Lachs und Makrele. Demgegenüber sollte mehrheitlich auf Öle wie Soja-oder Sonnenblumenöl als auch auf Fleischprodukte wie Schweineschmalz oder Leberwurst verzichtet werden, da diese besonders reich an Omega-6-Fettsäuren sind (5). Ist man zusätzlich häufiger sportlicher unterwegs, kann sich nach einigen Wochen das Ergebnis innerlich und äußerlich sehen lassen: Ein Verhältnis von 5:1 und noch wichtiger, gepurzelte Pfunde.

Literaturverzeichnis

  1. Ferrera., Linda A. Body Mass Index and Health. New York : Nova Biomedical Books, 2005.
  2. Ezzati, Majid. The Lancet. [Online] 12. Mai 2016. [Zitat vom: 8. Juni 2016.] http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(16)30054-X/fulltext.
  3. von Koerber, Karl und Leitzmann, Carl. Vollwert-Ernährung: Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung. Stuttgart : Georg Thieme Verlag KG, 2013.
  4. Reder, Klaus. schlank - fit - gesund: der Normalzustand - mit Rezepten von Steffi Kröning. Nordersted : Books on Demand, 2014.
  5. Keller, Dr. Markus. Omega-3-Fettsäuren: Vorkommen in pflanzlichen Lebensmittel. [Online] 2015. Mai 4. [Zitat vom: 8. Juni 2016.] https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/omega-3-fettsaeuren-in-pflanzlichen-lebensmittel/.

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