Östrogen - ein Hormon das alles im Griff hat!


Einmal im Monat ist es bei vielen Frauen soweit. Sie sind sensibler und klagen über Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und co. Schuld daran ist die einsetzende Periode. Vielfach wird dieses zusätzlich mit den folgenden Worten kommentiert: „Das sind bestimmt wieder die Hormone!“ Hierbei stellt Östrogen (Östron, Östradiol, Östriol) neben dem Gelbkörperhormon (Gestagen) das wichtigste weibliche Sexualhormon dar. Gesteuert wird dessen Ausschüttung über das autonome Nervensystem in einem völlig eigenständigen Regelkreislauf.

Was sind die Funktionen von Östrogen?

Jetzt stellt sich unweigerlich jedem die Frage, warum es immer als DAS Geschlechtshormon bei der Frau betitelt wird und welche Funktionen es hat.
Zunächst einmal steuert Östrogen die (Weiter-)Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale, dazu gehören unter anderem: Eileiter, Eierstöcke, Gebärmutter und der Scheide. Auch an der Ausbildung der Achsel-und Schambehaarung sind sie maßgeblich beteiligt. Ferner beeinträchtigen Östrogene auch die psychische Entwicklung und damit auch die Stimmungslage der Frau. Das ist vor allem bei geschlechtsreifen Frauen bis zur Mitte des Menstruationszykluses bemerkbar, wo die Produktion messbar zunimmt. Bis zu diesem Zeitpunkt fühlt sich etwa die Hälfte aller Frauen merklich gut gelaunt, vitaler, energiegeladener und zeigen ein größeres Interesse am anderen Geschlecht (1). Danach sinkt die Produktion an Östrogen wieder und stattdessen steigt die Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron, welches circa eine Woche vor Einsetzen der Menstruation seinen Höhepunkt erreicht. Viele Frauen bemerken in dieser Phase vor allem folgende negative körperliche und persönliche Veränderungen bei sich selbst:

  • Konzentrationsstörungen
  • Gewichtszunahme
  • Wassereinlagerungen
  • Brustspannen
  • Reizbarkeit
  • Weinerlichkeit
  • Verringertes sexuelles Verlangen (2)

In der Medizin wird dieses komplexe Beschwerdebild als prämenstruelles Syndrom zusammengefasst. Leiden Betroffene besonders darunter und wird ihr Alltag damit stark beeinträchtigt, wird sogar von einer prämenstruellen dysphorischen Störung gesprochen.

Östrogenmangel, was passiert mit meinem Körper?

Einhergehend kann man daraus auch ganz einfach die Symptome eines allgemeinen Östrogenmangels ableiten. Zu denen gehören zum Beispiel depressive Verstimmungen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Nervösität und die Unfruchtbarkeit.

Der Östrogenmangel kann dabei in den verschiedensten Lebensphasen der Frau auftreten. Ganz natürlich stellt sich dieser in den Wechseljahren ein. Dieses umschreibt die zeitliche mehrjährige Periode, vor und nach der letzten Monatsblutung, häufig zwischen dem 45 bis 55 Lebensjahr. Dabei findet eine hormonelle Umstellung statt. Zunächst verringert sich die Progesteronproduktion, später versiegt auch die Östrogenproduktion (3).

Desweiteren kann ein Östrogenmangel ganz unabhängig von den Wechseljahren auftreten. Eine Ursache kann eine Störung in der Hormonkette sein, die im Normalzustand die Ausschüttung von Östrogen reguliert. Außerdem kann Unterernährung, exzessive sportliche Betätigung und Stress den Hormonhaushalt durcheinander bringen und so einen Östrogenmangel bedingen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass verschiedene Krankheiten oder Eingriffe wie eine Nebenniereninsuffizienz oder die vollständige operative Entfernung eines oder beider Eierstöcke unweigerlich zu einem Östrogenmangel auslösen können.

Zu guter Letzt kann auch die Einnahme von Verhütungsmitteln, wie der Antibabypille einen Östrogenmangel verursachen. Dabei unterdrücken synthetische Östrogene die körpereigene Östrogenproduktion. Bei manchen Personen reicht aber diese Dosis nicht aus, um den eigenen Produktionspool an Östrogen zu ersetzen. Über einen längeren Zeitraum hinweg kann sich in diesem Fall auch ein Östrogenmangel einstellen (3).

Östrogenmangel testen: einfach und individuell durch cerascreen!

Kann man die genannten Symptome bei sich selber feststellen zum Beispiel im Zusammenhang einer versuchten Schwangerschaft oder unregelmäßigen Zyklen und vermutet man daher einen Östrogenmangel als Ursache, lohnt es sich dieses zu testen. Einfach, unkompliziert und aussagekräftig kann dieses mithilfe des Östrogenmangeltests von cerascreen erfolgen. Dabei entnehmen sie völlig schmerzfrei und bequem von zuhause aus eine Speichelprobe und schicken diese an unser Labor. Dort wird Ihre Probe hinsichtlich Ihres individuellen Östrogenstatus innerhalb kürzester Zeit ausgewertet. Den dazugehörigen Ergebnisbericht können Sie abschließend passwortgeschützt in Ihrem persönlichen Account auf cerascreen.de einsehen. Neben der Auswertung enthält dieser umfassende Informationen über das Hormon Östrogen und zusätzliche Tipps, wie Sie Ihren persönlichen Östrogenspiegel weiter optimieren können.

Wie erhöhe ich meinen Östrogen-Spiegel?

Wurde zum Beispiel durch den Test von cerascreen ein Östrogenmangel aufgezeigt, gibt es verschiedene Ansätze um diesen zu beheben:

  1. Ausdauersport
  2. Einnahme von Johanniskraut oder Mönchspfeffer
  3. Erhöhung der Calcium-und Vitamin D Zufuhr in Form von Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln
  4. Verwenden von östrogenhaltigen Cremes
  5. Wechsel des hormonellen Verhütungsmittels
  6. Östrogenersatztherapie
  7. Verringerung von exzessiver sportlicher Betätigung, Stressverminderung, Behandlung der Nebenniereninsuffizienz oder Magersucht (4)

Zusammengefasst ist ein Östrogenmangel daher keine „diagnostische Einbahnstraße“ die unaufhaltsam zu den beschriebenen Beschwerden und schließlich zur Unfruchtbarkeit führt. Ist man sich dem Östrogenmangel bewusst und versucht aktiv die Ursache zu beheben, kann schon bald eine Linderung der Beschwerden (wie der mangelnden Konzentrationsfähigkeit) eintreten: Mehr noch, die Verbesserung des Östrogenspiegels kann Ihnen zu neuer Vitalität und körperlichen Wohlbefinden verhelfen und damit Ihre Lebensqualität insgesamt steigern.


Literaturverzeichnis

  1. Stein, Dr. Patrycja, Lanzenberger, Priv.-Doz. Dr. Rupert und Kasper, Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c. Siegfried. SexMedPedia, Auswirkungen von Sexualhormonen auf die Psyche. [Online] Juli 2016. [Zitat vom: 2. August 2016.] http://www.sexmedpedia.com/artikel/auswirkungen-von-sexualhormonen-auf-die-psyche.
  2. Unbekannt. Omneda. [Online] [Zitat vom: 2. August 2016.] http://www.onmeda.de/krankheiten/wechseljahre-symptome-1731-5.html.
  3. Jagfeld, Elisabeth P.Frauenheilkunde natürlich: Das Fachbuch für die Praxis. Berlin : Books on Demand, 2014.
  4. Kleine-Kunk, Bernd.Das Frauen-Hormone-Buch. Stuttgart : Georg Thieme Verlag, 2013.

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