Schwangerschaft und Nahrungsergänzungsmittel gehören notwendig zusammen – aber mit Bedacht!


Ohne Frage, in der Schwangerschaft besteht ein Mehrbedarf an bestimmten Nährstoffen und Vitaminen. Denn durch die normale Ernährung werden bestimmte Stoffe (z.B. Folsäure und Eisen), die für eine ungestörte Entwicklung des Fötus wichtig sind, nicht in ausreichender Menge aufgenommen. Sie müssen ergänzend zugeführt werden. Achten sollten Schwangere darauf, nicht wahllos nach Präparaten in der Drogerie oder Apotheken zu greifen. Sicher fahren diejenigen Frauen, die die Auswahl von Vitamin- oder Mineralpräparate stets mit dem Gynäkologen sorgfältig abstimmen. Der behandelnde Arzt wägt in diesem Fall die Ernährungsgewohnheiten seiner Patientinnen ab und wird Empfehlungen für die zusätzliche Einnahme bestimmter Vitamine und Mineralstoffe aussprechen. Insbesondere bei einseitiger und ungesunder Ernährung etwa durch Kantinenessen, viel Fastfood oder Diäten wird der Arzt zur Einnahme von kombinierten Nahrungsergänzungsmitteln in der Schwangerschaft raten. Denn die Folgen von Fehlernährung können für das Ungeborene immens sein.

Die angebotene Palette reicht von Einfach-Präparaten, die lediglich Folsäure, Vitamin B12 und Jod enthalten, bis hin zu Multivitamin- und -mineralstoffprodukten mit oder ohne Omega-3-Fettsäuren oder anderer Zusatzstoffe. Die Kombination verschiedener Mittel scheint dabei gewissen „Medizin-Moden“ zu unterliegen. Insbesondere mit den erst seit wenigen Jahren zugefügten Omega-3-Fettsäuren wird Schwangeren ein in seinem kognitiven Vermögen leistungsfähiger Nachwuchs versprochen. Das ist ohne Frage ein Geschäft mit der Hoffnung, nicht aber unbedingt notwendig.
Das Magazin „ÖKO-TEST“ wies bereits 2010 von 17 getesteten Nahrungsergänzungsmitteln und Kombipräparaten nur eines als „sehr gut“ und lediglich drei als „gut“ aus. Viele der Präparate wurden dagegen aufgrund falscher Dosierungen oder Kombinationen als mangelhaft eingestuft. Hier wird aus verkaufsstrategischen Gründen vielmehr mit der Angst der Schwangeren um ihr Ungeborenes gespielt. Denn viel hilft nicht immer viel. Einige Nahrungsergänzungsmittel enthalten Vitamine in Mengen, die weit über den tatsächlichen Bedarf hinausgehen und bei ausgewogener Ernährung ausreichend aufgenommen werden. Die Tester orientierten sich dabei an den bestehenden Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

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