Tag des Deutschen Bieres


Was wären Frühjahr und Sommer ohne Biergärten? Was wäre ein warmer Sonnentag ohne ein kühles Bier? Das wäre wie Hamburg ohne Fischmarkt, Berlin ohne Dönerbuden oder München ohne Oktoberfest. Wir Deutschen lieben unser Bier. Deutschland und Bier, das hat Tradition.

Kulturinteressierte Bürger stoßen heute auf das Reinheitsgebot an. Denn der 23. April steht wie in jedem Jahr ganz im Zeichen des deutschen Bieres. Am 23. April 1516 wurde das deutsche Reinheitsgebot proklamiert. Dank des Deutschen Brauer-Bundes wird dieser Tag seit Ende der 1990er wieder öffentlich gefeiert.

Im Mittelalter experimentierten Bierbrauer mit Kräutern, Kohlestaub und teilweise sogar giftigen Substanzen. Um die Konsumenten vor gepanschten Bieren zu schützen, wurde das berühmte bayerische Reinheitsgebot erlassen. Seitdem gilt per Gesetz: In unser Bier gehört nur Wasser, Hopfen und Gerste (die Hefe wurde erst später erwähnt, als es möglich war, Hefe herzustellen). 1906 wurde das Reinheitsgebot mit dem deutschen Biersteuergesetz in nationales Recht übernommen. Es gilt als das älteste heute noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt.

Für alle Biersommeliers und Bierfreunde gibt es am Tag des Deutschen Bieres viel zu erleben: Vorträge zu Biergenuss und -vielfalt, Fachkundige führen durch Brauereien, neue Biere können ausprobiert werden. Insbesondere in Bayern finden zahlreiche Veranstaltungen und Feste statt. Mitten in München gibt es heute Freibier. Wahrhaft paradiesische Zustände für alle Bierfans!

Das traditionsreiche Lebensmittel begeistert durch seine Vielfalt. Nicht nur große Traditionsbrauereien, sondern auch immer mehr kleine Handwerksbrauereien haben leckere Biersorten im Angebot. Ob kühles Blondes, vollmundiges Dunkles, obergärig, untergärig, hopfig, malzig, klar, trüb, waldhonigfarben, alkohol- oder glutenfrei, für jeden Gaumen ist etwas dabei. Heute kann sich jeder nach Herzenslust ein, zwei oder auch drei (deutsche!) Bierchen genehmigen lassen. Noch nie war gemeinsam Kultur erleben so schön.

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