Testosteron und das Herz-Kreislauf-System – Wie das Sexualhormon das Infarktrisiko reduzieren kann


Je älter der Mensch wird, desto höher steigt das Risiko eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Zu diesen Krankheiten zählt zum Beispiel der Herzinfarkt, die Lungenembolie oder der Schlaganfall. Bei diesen Beispielen kommt es jeweils zu einem Verschluss eines Blutgefäßes im Herzen, der Lunge oder dem Gehirn. Ein solcher Verschluss führt zu Gewebsschäden und zu einer eingeschränkten Funktion des betroffenen Organs (1).
Im Alter erhöht sich das Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszubilden. Außerdem sinkt im Alter der Testosteron-Spiegel, sodass Wissenschaftler vermuten, dass ein Zusammenhang zwischen dem Testosteron-Spiegel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht (1). Wie Testosteron und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems mit einander verknüpft sind, wird im Folgenden beschrieben.  

Testosteron

Obwohl Testosteron oftmals als das männliche Sexualhormon bezeichnet wird, ist es auch bei Frauen in geringer Konzentration zu finden (ungefähr ein Drittel im Vergleich zu Männern). Das aufbauende (anabole) Steroidhormon selbst steuert bei beiden Geschlechtern vielfältige Funktionen im Körper. So reguliert es unter anderem den Körperbau und die -entwicklung. Besonders auf den Aufbau von Muskelmasse hat Testosteron einen hohen Einfluss. Aufgrund dessen ist die wesentlich höhere Konzentration dieses Hormons beim Mann eine der Ursachen, warum diese einen höheren Muskelanteil haben als Frauen. Testosteron senkt den Fettanteil und erhöht die fettfreie Muskelmasse im Körper. Das weibliche Sexualhormon Östrogen hingegen erhöht den Fettanteil im Körper (2).

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Testosteron

Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es verschiedene Risikofaktoren, die eine Entstehung dieser begünstigen. Zu diesen Faktoren zählen das Rauchen, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin), Bluthochdruck und die Blutzuckerkrankheit Diabetes mellitus. Durch diese Faktoren kommt es vermehrt zu Ablagerungen an den Gefäßwänden (Arteriosklerose). Je dicker diese werden, desto weiter verschließt sich das Blutgefäß, bis es schließlich komplett verstopft. Ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall kann entstehen.
Testosteron hat nachweislich einen Einfluss auf den Herzschlag, beispielsweise durch die Beeinflussung des Muskelwachstums. So zeigen Studien eine Vergrößerung des Herzmuskels durch Testosteron. Zudem wurde in einigen Studien ein erniedrigter Blutdruck festgestellt, wenn der Testosteron-Spiegel im optimalen Bereich lag (1). Dies reduziert das Herzinfarktrisiko.
Ebenfalls wurden von Wissenschaftlern in einer Studie aus 2014 verbesserte Blutzucker- und Cholesterinwerte durch die Optimierung des Testosteron-Spiegels ermittelt (3). Folglich kann ein gut eingestellter Testosteron-Spiegel drei von vier Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Testung Ihres Testosteron-Spiegels

Mit Hilfe des cerascreen® Testosteron-Tests können Sie leicht Ihren derzeitigen Testosteron-Spiegel testen lassen. Dafür müssen Sie sich lediglich drei Speichelproben entnehmen und in unser humandiagnostisches Fachlabor einsenden. Neben dem Ergebnis erhalten Sie einen umfassenden Bericht mit Gesundheitstipps und Informationen rund um das Thema Testosteron. Nutzen Sie den Test, um Klarheit über Ihren Testosteron-Spiegel zu erhalten und Ihr Herz-Kreislauf-System zu schützen.

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Literatur

  1. Ayaz & Howlett (2015). Testosterone modulates cardiac concentration and calcium homeostasis: cellular and molecular mechanisms. Biology of Sex Differences. 6: 9.
  2. Heinrich et al. (2014). Biochemie und Pathobiochemie (9. Auflage). Berlin Heidelberg: Springer-Verlag.
  3. Traish, A. (2014). Testosterone and weight loss: the evidence. Current Opinion in Endocrinology, Diabetes and Obesity. 21: 313-322.

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