The Quantified Self Movement


Etwas verändert sich.

Warum sind wir müde? Warum sind wir krank? Warum sind wir dick? Wie kann ich mich verbessern? Heute fragen wir den Arzt. Morgen unsere gespeicherten Daten. Menschen wie du nehmen ihre Gesundheit in die eigene Hand. Wir sammeln Daten über uns selbst. Wir beobachten und dokumentieren unsere Gesundheit, unsere Fitness, unseren Schlaf, unsere Fortschritte. Weil wir neugierig sind. Weil wir uns verbessern wollen.

Das ist Quantified Self. Bedeutung: Selbst-Erkenntnis durch „Self-Tracking“.

Früher war es das gute, alte Tagebuch. Zeuge unseres alltäglichen Lebens. Wer zurückblättert, wird häufig überrascht, sieht welche Verhaltensweisen sich immer und immer wieder wiederholen. Man kommt zur Selbst-Erkenntnis und kann sich entsprechend verbessern. Der Unterschied heute: Technologie.

Nie war es einfacher Daten über sich selbst zu sammeln. Der technologische Fortschritt erlaubt es, biometrische Daten wie Insulin- und Blutdruckwerte über uns anzusammeln. Der wissenschaftliche Ansatz des „Self-Tracking“ kann uns so an die Grenzen unserer Gesundheit und Leistungsfähigkeit pushen.

Warum ist diese Veränderung so wichtig?

Du bist bei der Arbeit. Ein Problem tritt auf, deine Produkte verkaufen sich schlecht. Was tust du? Du denkst darüber nach, wie du das Problem sinnvoll und auf lange Sicht lösen kannst. Du analysierst und wertest Zahlen und Statistiken aus. Deine Entscheidung triffst du letztendlich auf Basis von Daten.

Im Alltag ist es ähnlich. Auch hier wollen wir die besten Entscheidungen treffen.

Fühlst du dich gesund, sportlich, fit? Bist du glücklich? Jeden Tag treffen wir Entscheidungen, die unsere Gesundheit, unsere Fitness, unsere Produktivität und unsere Gemütsverfassung beeinflussen. Dabei denken wir aber nicht lange nach, sondern handeln aus dem Bauch heraus. Warum sollte man solch wichtige Entscheidungen unbewusst oder beiläufig fassen? Bei der Arbeit setzt du ja auch auf Daten. Hier kommt „Quantified Self“ ins Spiel.

Wer Daten über sich sammelt, bekommt genau das: objektive Daten. Keine Emotionen verfälschen die Realität. Die ungeschminkte Wahrheit.

Verfolge, was dir wichtig ist und sammle Daten, die dir etwas nutzen. Oder sammle gleich alles über dich, was du dokumentieren kannst. Stimmung, Schlafqualität, Laufgeschwindigkeit oder Kalorienverbrauch: Für (fast) alles gibt es mittlerweile eine App, die dich dabei unterstützt.

Jetzt musst du nur noch dein neuerkorenes Wissen nutzen. Und die Welt gehört dir.

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