Übergewicht- vielleicht nur ein Vitamin-D-Problem?


Übergewicht ist ein weltweites Problem. Besonders in den letzten dreißig Jahren hat die Zahl der Übergewichtigen rasant zugenommen. Bis jetzt sind annähernd ein Drittel der Erwachsenen weltweit übergewichtig (1). Aufgrund dessen nehmen die übergewichtsbedingten Erkrankungen immer weiter zu. Zu diesen Krankheiten gehören ganz oben Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch Diabetes und Krebs werden mit Übergewicht in Verbindung gebracht. Daraus resultiert eine reduzierte Lebensqualität.

Vitamin D zeigt schon seit langem einen Zusammenhang mit der Knochenmineralisierung und der Reduzierung des Osteoporoserisikos. In den letzten zehn Jahren wurde zudem eine Beziehung zwischen Vitamin D und Diabetes mellitus Typ 2, sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt. Nun liegt es nahe sich auch das Übergewicht im Zusammenhang mit Vitamin D genauer anzuschauen, da sowohl Diabetes als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Übergewicht in Verbindung gebracht werden.

Um eine Idee dafür zu bekommen, bei welchen Prozessen Vitamin D einen Einfluss auf Übergewicht haben könnte, muss man sich zunächst die Wirkung von Vitamin D im Körper genauer ansehen. Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, welches über die Nahrung und Sonneneinstrahlung auf die Haut aufgenommen wird. Der vermutlich bekannteste Effekt von Vitamin D ist der Einfluss auf das Skelett. Sowohl die Calcium- als auch die Phosphataufnahme in die Knochen wird durch Vitamin D gesteuert. Weitere Effekte zeigt Vitamin D in seiner Rezeptor-Eigenschaft. Hierbei beeinflusst Vitamin D zahlreiche Organe und Drüsen. Betroffen sind unter anderem die Schilddrüse, die Lunge, das Herz, der Magen-Darm-Trakt und die Leber.

In mehreren Studien wurde festgestellt, dass Übergewichtige Personen häufig einen erniedrigten Vitamin-D-Spiegel bis hin zu einem Vitamin-D-Mangel aufweisen. Besonders bei stark übergewichtigen Studienteilnehmern (Personen mit Adipositas) wiesen laut Studien bis zu 90% einen Vitamin-D-Mangel auf (2).

Da Diabetes und Übergewicht häufig zusammen auftreten, untersuchen Studien oftmals hier den Zusammenhang mit Vitamin D. Der Gebrauch von Vitamin D bei übergewichtigen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zeigte in einer Studie einen verbesserten Blutzuckerwert bei gleichzeitigem Gewichtsverlust von bis zu 2 kg (2).

Bei genauerer Betrachtung von Übergewicht alleine im Zusammenhang mit Vitamin D gelangt die Studienlage zu strittigen Ergebnissen. Trotz der Häufigkeit von Übergewicht und Vitamin-D-Mangel, kann eine Reduzierung des Körpergewichts nicht eindeutig mit Vitamin D in Verbindung gebracht werden. Dies liegt unter anderem daran, dass häufig Vitamin D in Kombination mit Calcium verabreicht wird. Aufgrund dessen ist es schwierig zu sagen, an welchem der beiden Nährstoffe der Gewichtsverlust liegt. Es ist notwendig weitere Studien mit alleiniger Zufuhr (Supplementierung) von Vitamin D und Calcium durchzuführen, um Gewissheit über einen möglichen Zusammenhang schaffen zu können.

Zusammenfassend kann jedoch gesagt werden, dass Übergewicht ein Auslöser für viele Vitamin-D-abhängigen Erkrankungen ist, wie beispielsweise Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes und dort nachgewiesene Wirkung zeigt. Ein Vitamin-D-Mangel sollte demnach auf jeden Fall behoben werden und der Vitamin-D-Spiegel auf ein präventives Maß hin angehoben werden. Nutzen Sie hierfür unseren Vitamin-D-Test. Bei diesem wird die Speicherform des Vitamin D (25-Hydroxy-Cholecalciferol) gemessen. Dieser Wert gibt die beste Aussagekraft bezüglich der allgemeinen Grundversorgung an. 

Literatur  

Botella-Carretero et al. (2007). Vitamin D deficiency is associated with the metabolic syndrom in morbid obesity. Clinical Nutrition. 26: 573-580.

Via, M. (2012). The Malnutrition of Obesity: Micronutrient Deficiencies That Promote Diabetes. ISRN Endocrinology. 1-8.

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