Unverträglichkeit oder Allergie? Wenn der Körper aufgrund von Lebensmitteln verrücktspielt.


Wer kennt das nicht, sich nach einem heißen, stickigen Arbeitstag im Büro einen schönen, üppigen Schokoeisbecher gönnen. Doch bei manchen Menschen kann das fatale Folgen haben: Nicht einmal 30 Minuten später leiden sie unter krampfartigen Bauchschmerzen zu welchem sich später auch noch Übelkeit und Erbrechen gesellen. Auch in den darauffolgenden Wochen bekommt ihnen der morgendliche Kaffee mit Milch sowie das abendliche Käsebrot gar nicht mehr. Ständig leiden sie danach an heftigen Magenproblemen und Durchfall. Der positive H2-Atemtest der Firma cerascreen® und der anschließende Besuch beim Arzt kann ihre bereits vage Vermutung bestätigen: Eine Laktoseintoleranz.

Bei der Laktoseintoleranz liegt eine Unverträglichkeit gegenüber dem Zweifachzucker Laktose, umgangssprachlich besser bekannt unter der der Bezeichnung „Milchzucker“, vor. Dieser ist zu einem großen Anteil in Nahrungsmitteln wie Milch oder Joghurt, aber auch nicht unwesentlich in Fertigsuppen oder Medikamenten enthalten.
Bei betroffenen Personen, funktioniert der Abbau der Laktose im Dünndarm durch das sogenannte Enzym Laktase in die Einfachzucker Glukose und Galaktose nicht mehr. Folglich gelangt die Laktose unverdaut in den Dickdarm, wo dickdarmspezifische Bakterien diese dann abgebauen. Als Produkte entstehen unter anderem Milchsäure, kurzkettige Fettsäuren und die Atemgase Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff. Insbesondere letztere führen zu den typischen Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen.

Nahrungsmittelallergie vs. Intoleranz, die entscheidenden Unterschiede

Im Gegensatz zu Allergien beruhen Unverträglichkeiten von Laktose, Fruktose und Sorbit nicht auf die natürlichen Abwehrreaktionen des Körpers:
In dem Fall einer Nahrungsmittelallergie erkennt der Körper bestimmte Inhaltstoffe von Nahrungsmitteln (Antigene) fälschlicherweise als Fremdkörper. Als Antwort darauf beginnt dieser mit der Produktion von Abwehrzellen (Antikörper), welches schließlich in einer äußerlich sichtbaren allergischen Reaktion resultieren kann. Diese sind teilweise den Symptomen wie bei einer Nahrungsmittelintoleranz sehr ähnlich und machen sich in Form von Unwohlsein und Erbrechen bemerkbar. Daher werden manchmal Nahrungsmittelunverträglichkeiten unbeabsichtigt als Allergien eingestuft sowie andersherum.

Um Allergien und Unverträglichkeiten ausfindig zu machen, empfiehlt sich unser Lebensmittel Reaktionstest. Dieser untersucht Ihr Blut auf das Vorhandensein spezifischer Antikörper von 56 Lebensmittel (-Gruppen) und zeigt Ihnen diese Reaktion in einem anschaulichen Bericht auf. Daneben haben wir auch Testkits für den erwähnten H2-Atemtest, die eine Laktose-; Sorbit- und Fruktoseunverträglichkeit Unverträglichkeit aufdecken können.

Medizinisch gesehen gehören zum Beispiel akute Schwellungen im Mundraum, Jucken der Haut und plötzlich auftretender Heuschnupfen zu den klassischen allergenspezifischen Reaktionen des Körpers. Sie zählen allesamt zu den allergischen Reaktionen vom Sofort-Typ I und treten bei 90% der Allergiker als Reaktion auf ein Allergen mehr oder minder stark auf.
Dem hingegen sind Reaktionen vom Typ II bis IV weitaus weniger häufig, die Symptome kommen teilweise erst Stunden später zum Vorschein („Spätreaktionen“) und können zudem mit schwerwiegenden Erkrankungen assoziiert sein, wie zum Beispiel einer Blutgruppenunverträglichkeit. Diese erfordern damit einer besonderen Behandlung.

Insgesamt wird die Intoleranz nicht als Krankheit im klinischen Sinne angesehen auch wenn dieses die Ernährung und Lebensqualität des Betroffenen im Alltag beeinflusst.
Diese müssen zwar nach der Diagnose Laktoseintoleranz ihre Ernährung auf laktosefreie Produkte umstellen, vor akuten Komplikationen oder Folgeerkrankungen wie bei der Erkrankung an einer Nahrungsmittelallergie haben sie sich aber trotzdem nicht zu fürchten.
Die Nahrungsmittelintoleranz wird dementsprechend manchmal auch als „Pseudoallergie“ bezeichnet und kann auf Basis einer bewussten Ernährungsumstellung gut in den Griff bekommen werden.

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