Vitamin D hilft möglicherweise bei Asthma


Wissenschaftler in London haben einen Mechanismus identifiziert, durch den Vitamin D die Symptome von Asthmapatienten signifikant reduzieren kann. Die Forscher meinen, dies sei eine vielversprechende Behandlungsmethode, die vielen Betroffenen helfen könnte.

Asthma bronchiale ist eine chronisch, entzündliche Erkrankung der Atemwege und kann zu Luftnot führen. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 5 Prozent der Erwachsenen und 10 Prozent der Kinder betroffen sind.

Die derzeitige Behandlungsform sind Steroide, die eine Reihe gesundheitsgefährdender Nebeneffekte haben können. Einige Patienten haben jedoch eine Art Asthma, die resistent gegenüber Steroiden ist. Dies macht es sehr schwierig diese Personen zu behandeln und deren Asthmaanfälle sind häufig schwer und manchmal sogar lebensbedrohlich.

In ihrer Publikation beschreiben die Forscher, wie sie herausgefunden haben, dass Vitamin D wahrscheinlich die Asthma-Symptome reduzieren kann. Es geht um Interleukin-17A (IL-17A). Eine natürliche Verbindung im Körper, die Teil des Immunsystems ist. Interleukin-17A schützt den Körper vor Infektionen, ist jedoch auch dafür bekannt Asthma-Symptome zu verschlimmern und (in hohen Mengen) die Wirkung von Steroiden zu verringern.

Für ihre Studie untersuchte das Forscherteam drei Gruppen: 10 gesunde Personen ohne Asthma, 10 Patienten mit Asthma, das auf Steroide anspricht, sowie 18 Patienten mit Steroid resistentem Asthma.

IL-17A wird von einer Gruppe von Immunzellen “T-Helfer 17 Zellen”(TH17) produziert. Die Wissenschaftler untersuchten diese Zellgruppe und die Menge des produzierten IL-17A in den drei Gruppen. Sie fanden heraus, dass beide Asthma-Gruppen höhere Mengen an IL-17A in ihrem Blut hatten als die Kontroll-Gruppe, also die gesunden Probanden.

Ebenso entdeckten sie, dass Vitamin D die Produktion von IL-17A in den Zellen von allen drei Gruppen signifikant senken konnte. Steroide hatten dagegen nur einen sehr geringen bis keinen Effekt auf die IL-17A Produktion. Daraus lässt sich schließen, dass Vitamin D ein wichtiger Einflussfaktor bei der Interleukin-Produktion ist.

Somit liegt es nahe, dass Vitamin D eine sichere und nützliche Ergänzung n der Asthma-Therapie darstellen könnte.

Falls Vitamin D in weiteren Studien erfolgreich erprobt wird und so möglicherweise die Menge der Steroide gesenkt werden könnte, würde dies eine enorme Wirkung auf das Leben vieler Asthmatiker haben.

Die Studie wurde in dem Journal of Allergy and Clinical Immunology publiziert.

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