Vitamin-D-Mangel bei Säuglingen und Kleinkindern – eine Gefahr fürs Leben!


Vegetarische und vegane Ernährung ist immer weiter im Kommen. Sei es aus Überzeugung oder aus krankheitsbedingten Gründen - vegetarische Kost findet man in allen Altersgruppen. Unser Körper kann im Allgemeinen mit vegetarischer, ausgewogener Kost zurechtkommen. Allerdings kann eine solche Ernährungsweise in besonderen Lebenssituationen gravierende Folgen haben. So ist es leider sehr problematisch ein Säugling oder Kleinkind ebenfalls vegan oder vegetarisch zu ernähren. Es besteht die Gefahr einer unzureichenden Bedarfsdeckung des Kindes. In dieser Lebensphase besteht ein erhöhter Bedarf an essentiellen Nährstoffen. Essentielle Nährstoffe können vom Körper nicht selbst produziert werden und müssen über die Ernährung aufgenommen werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei Kindern zu Mangelsymptomen kommen kann, wenn aufgrund mangelnder Sachkenntnis keine optimale Kombination von Lebensmitteln gewählt wird. So kann es beispielsweise bei veganer Ernährung eines Kindes zu Eiweißmangelerscheinungen kommen. Andere Untersuchungen stellten ein vermindertes Längenwachstum und ein geringeres Körpergewicht bei vegetarischer Ernährung der Kinder innerhalb der ersten beiden Lebensjahre fest (1).

Auch Rachitis wurde als Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen unter streng vegetarischer Kost festgestellt. Die Rachitis ist eine Mineralisierungsstörung des Skeletts. Bei dieser Mineralisierungsstörung gelangt zu wenig Calcium und Phosphat in die Knochen, welche jedoch für ein starkes und stabiles Skelett benötigt werden. Besonders in Wachstumsphasen ist diese Störung problematisch. Die Rachitis geht einher mit O-Beinen, Verformungen des Brustkorbs und der Knochen und führt zum verspäteten Verschluss der Fontanellen (2).
Fontanellen sind Abschnitte in der Schädeldecke des Säuglings, die nicht von vornherein geschlossen sind. Dies bedeutet, dass das Gehirn an diesen Stellen lediglich durch die Haut geschützt wird. Die Fontanellen befinden sich im Scheitelbereich der Schädeldecke, wobei der größte Bereich am vorderen Teil des Schädels liegt. Diese Öffnungen erfüllen bei der Geburt eine wichtige Funktion. Während der Geburt kommt es zu einer Überlappung der Schädeldecke, wodurch der Kopf des Säuglings zusammengedrückt wird und so das Kind den Geburtskanal passieren kann. Normalerweise schließen sich die Fontanellen bis spätestens zum zweiten Lebensjahr.

Die Rachitis wird durch einen Vitamin-D-Mangel hervorgerufen. Die Mineralisierung des Skeletts ist abhängig von Vitamin D, da dieses Vitamin den Einbau von Calcium und Phosphat in die Knochen ermöglicht. Kommt es durch einen Vitamin-D-Mangel zu einer Rachitis und somit zu einem verspäteten Verschluss der Fontanellen, besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr beim Kind. Bereits durch einen Sturz oder einen anderen Unfall kann das Gehirn leicht verletzt werden. Aufgrund dessen ist eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung im Kindesalter wichtig. Da Vitamin D jedoch nur in geringem Maße in der Nahrung vorkommt und wenn hauptsächlich in tierischen Produkten, muss Vitamin D über die Sonnenbestrahlung der Haut aufgenommen werden. Ist das Kind nur selten Sonnenlicht ausgesetzt, kann es leicht zu einem Mangel kommen. Aufgrund dieser Problematik wird oftmals in der ersten Lebenswoche des Säuglings eine Vitamin-D-Tablette zur Vorbeugung einer Rachitis gegeben (2).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vitamin D im Säuglings- und Kleinkindsalter ein sehr wichtiger Nährstoff ist, um sowohl das Skelettwachstum zu fördern, als auch Verletzungen zu vermeiden.


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Literatur

  1. Kasper, H., & Burghardt, W. (2014). Ernährungsmedizin und Diätetik (Vol. 12). Würzburg: Urban & Fischer.
  2. Winzenberg & Jones (2013). Vitamin D and Bone Health in Childhood and Adolescence. Calcified Tissue International. 92: 140-150.

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