Vitamin D und Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Vitamin D hat noch viel mehr zu bieten, als seine Wirkung auf das Skelett und die Knochen. Tatsächlich werden immer mehr Einflüsse von Vitamin D auf verschiedene gesundheitliche Zustände festgestellt. Die enorme Funktionsbreite von Vitamin D ergibt sich dadurch, dass dieses Vitamin an ungefähr 200 verschiedenen enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist. Nahezu jeder Stoffwechsel wird wiederum durch Enzyme beeinflusst. Enzyme dienen als Katalysatoren im Körper, wodurch Stoffwechselreaktionen beschleunigt und mit einem geringeren Energieaufwand ablaufen können als üblicherweise.

Studien belegen bereits eine Wirkung von einem Vitamin-D-Mangel auf die Herzgesundheit von Mäusen. Mäuse halten sich hauptsächlich im Dunkeln auf und besitzen wenig Vitamin D. In den Studien wurde bei den Mäusen – die wenig Vitamin D aufwiesen - Bluthochdruck, abnorme Herzvergrößerung und eine erhöhte Thrombenbildung festgestellt (ein Thrombus ist ein Blutpropf in einem Blutgefäß, umgangssprachlich häufig als Blutgerinnsel bezeichnet). Diese Effekte legten nahe, sich Vitamin D auch beim Menschen in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen genauer anzusehen.
Eine Studie des American Journal of Cardiology von 2012 zeigt, dass Vitamin-D-Mangel als Grund für eine erhöhte Sterblichkeit durch Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System herangezogen werden kann. Durch die Gabe eines Vitamin-D-Präparates (Supplementierung) wurde eine Reduzierung des Risikos festgestellt. Weiterhin wurde ermittelt, dass Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor für Erkrankungen der Blutgefäße, Herzmuskelproblematiken und Bluthochdruck ist (1). 
Diese Ergebnisse konnten durch eine weitere Studie mit über 40.000 Patienten bestätigt werden. Diese Studie zeigt, dass ein Vitamin-D-Wert von < 15 ng/ml im Vergleich zu > 30 ng/ml einen Zusammenhang mit häufigerem Auftreten von Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzfehlern und Schlaganfällen darstellt.
Experten der orthomolekularen Medizin empfehlen einen Wert für Vitamin D zwischen 40 und 60 ng/ml für eine optimale und vorbeugende (präventive) Wirkung (2). Vitamin D verbessert die Herzmuskulatur und die –stärke. Dies geschieht durch die reduzierte Thrombenbildung, da die Thromben durch erhöhte Fibrinproduktion eliminiert werden. Fibrin sorgt im Körper für die Auflösung von Blutgerinnseln und schützt somit vor beispielweise Herzinfarkten und Schlaganfällen. So gibt es in den Herzgefäßen weniger Widerstand und das Blut kann ungehindert zirkulieren. Weiterhin erfüllt Vitamin D im Calcium- und Phosphatstoffwechsel eine entscheidende Rolle. Vitamin D sorgt für den Einbau dieser Mineralien in die Knochen. Tritt ein Vitamin-D-Mangel auf, wird besonders Calcium nicht richtig eingebaut und es kann zu Verkalkungen in den Blutgefäßen kommen (3).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vitamin D für die Herz-Kreislauf-Gesundheit eine wichtige Rolle spielt. Einen Vitamin-D-Spiegel im präventiven Maß ist erstrebenswert, um Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System vorzubeugen. Überprüfen Sie regelmäßig (mindestens 2 Mal pro Jahr) Ihren Vitamin-D-Spiegel, um rechtzeitig einen Mangel zu identifizieren und wenn nötig zu beheben. Nutzen Sie hierfür unseren Vitamin-D-Test. Bei diesem wird die Speicherform des Vitamin D (25-Hydroxy-Cholecalciferol) gemessen. Dieser Wert gibt die beste Aussagekraft bezüglich der allgemeinen Grundversorgung an.



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Literatur  

  1. Vacek et al. (2012). Vitamin D deficiency and supplementation and relation to cardiovascular health. The American Journal of Cardiology. 109 (3): 359-63.
  2. Anderson et al. (2010). Relation of vitamin D deficiency to cardiovascular risk factors, disease status, and incident events in a general healthcare population. The American Journal of Cardiology. 106 (7): 963-8.
  3. Sebaaly et al. (2015). The extraskeletal actions of vitamin D: Myths and facts. Lebanese Medical Journal. 63 (2): 87-93.

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