Vitamin D und Sexualhormone – wie das Supervitamin und Testosteron zusammen wirken


Vitamin D

Weltweit weisen mehr als 88% der Bevölkerung einen unzureichenden Vitamin-D-Spiegel auf (1). Vitamin D ist nur in sehr geringen Mengen in Nahrungsmitteln enthalten. Aufgrund dessen erfolgt der Großteil der Vitamin-D-Bildung über die Sonnenbestrahlung der Haut. Aber auch diese ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zu den Faktoren zählen die geografische und klimatische Lage wie zum Beispiel die Jahres- und Tageszeit, sowie der Bekleidungsgrad und die Aufenthaltsdauer im Freien. In Deutschland kann beispielsweise nur zwischen April und Oktober zwischen 10 und 15 Uhr ausreichend Vitamin D über die Sonnenbestrahlung gebildet werden. In diesem Zeitraum muss man sich ca. 20 Minuten in der Sonne aufhalten. Da dieses oftmals nicht eingehalten werden kann, haben immer mehr Menschen ein Vitamin-D-Defizit (2).

Ein solcher Mangel kann sich in vielfältiger Weise äußern. Vitamin D ist an mehr als 200 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Hierzu zählt unter anderem die Regulierung des Calcium- und Phosphathaushaltes. Dadurch sorgt Vitamin D für den optimalen Einbau dieser Mineralien in die Knochen und härtet diese. Zudem kommen Beteiligungen im Muskelstoffwechsel, in der Immunabwehr, dem Zellwachstum, Gehirnstoffwechsel und in der Fortpflanzung (reproduktives System) (3).

Testosteron

Testosteron ist das männliche Sexualhormon. Jedoch sind Sexualhormone nicht nur für die sexuellen Funktionen und Reproduktionsmechanismen wichtig. Die Muskelmasse, Muskelkraft und Knochenstabilität werden ebenfalls von diesen beeinflusst (4). Hormone sind sogenannte Regulatoren für Stoffwechselreaktionen. Sie können permanent oder zeitlich begrenzt aktiviert sein. Die Sexualhormone beispielsweise werden erst mit Beginn der Pubertät aktiv, wohingegen bestimmte Wachstumshormone nur bis zur Vollendung der Körpergröße gebildet werden.

Vitamin D und Testosteron

Vitamin D ist an vielen reproduktiven Systemen beteiligt, wie beispielsweise in den Eierstöcken, Gebärmutter, Prostata und der Spermaproduktion. Tierstudien lassen darauf schließen, dass ein Vitamin-D-Defizit zu einer geringeren Spermienzahl und höherer Sterblichkeit dieser führen kann. Zudem scheint es laut einer Vielzahl an Studien, einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Testosteron-Produktion zu geben. So konnte in einigen Studien ein gesteigerter Testosteron-Spiegel durch die Supplementation von Vitamin D festgestellt werden. Auf der anderen Seite konnte ermittelt werden, dass bei einem Vitamin-D-Spiegel von < 30 ng/ml der Testosteron-Spiegel signifikant niedriger war, als bei einem Vitamin-D-Spiegel von > 30 ng/ml. In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Vitamin-D-Konzentrationen und deren Bewertung aufgeführt.

Vitamin D konzentration

Folglich kann ein Vitamin-D-Mangel zu Beeinträchtigungen des Testosterons führen. Bei einem bisher unerfüllten Kinderwunsch, kann eine Testung des Vitamin-D- und Testosteron-Spiegels Aufschluss über eine mögliche Ursache geben. Aber auch im Sport, bei dem der Muskelaufbau im Fokus steht, kann ein Mangel an Vitamin D und/ oder Testosteron zu verringertem Trainingserfolg führen.

Testung des Vitamin-D-Spiegels

Mit dem cerascreen® Vitamin-D-Test kann ganz einfach ermittelt werden, ob Sie ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. In unserem modernen Testverfahren, wird Ihr Blut auf das Speichervitamin D (25-Hydroxy-Cholecalciferol) untersucht. Dieser Wert gibt die höchste Aussagekraft darüber, ob ein Mangel oder eine gute Versorgung besteht. Neben dem genauen Wert erhalten Sie einen umfangreichen Ergebnisbericht mit wertvollen Gesundheitstipps.

Testung des Testosteron-Spiegels

Mit dem cerascreen® Testosteron-Test kann Ihr derzeitiger Testosteron-Spiegel gemessen werden. Hierbei wird das freie Testosteron in Ihrem Speichel untersucht. Neben dem genauen Wert erhalten Sie auch hier einen umfassenden Ergebnisbericht mit vielen Informationen zum Thema Testosteron.

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Literatur

  • Bendik et al. (2014). Vitamin D: a critical and essential micronutrient for human health. Frontiers in Physiology. 5:248.
  • Göring & Koshuchowa (2015). Vitamin D – the Sun Hormone. Life in Environmental Mismatch. Biochemistry. Vol. 80: 1.
  • Kasper, H., & Burghardt, W. (2014). Ernährungsmedizin und Diätetik (Vol. 12). Würzburg: Urban & Fischer.
  • Rafiq et al. (2015). Associations of vitamin D status and vitamin D-related polymorphisms with sex hormones in older men. Journal of Steroid Biochemistry & Molecular Biology.

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