Vitamin D und Sport


Vitamin D ist essentiell für die Aufrechterhaltung und Förderung der Muskelgesundheit. Essentiell bedeutet, dass Vitamin D nicht vom Körper selbst hergestellt werden kann und über die Nahrung oder durch Sonnenbestrahlung auf der Haut aufgenommen werden muss. Vitamin D ist essentiell für den Muskel, da er Vitamin D nicht selbst produzieren kann, sondern Vitamin D über das Blut aufnehmen muss (1).

Vitamin-D-Mangel wird ein immer größeres Problem in der jungen und aktiven Bevölkerung, inklusive der Sportler. Vitamin-D-Defizite führen zu erhöhter Verletzungsgefahr, Gesundheitseinbußen und zu verlängerten Erholungsphasen nach dem Training (2-6). Der erste Zusammenhang zwischen Vitamin D und Muskelmasse wurde dadurch festgestellt, dass die Vorstufe des Vitamin D als Steroid in biologischen Prozessen wirkt (7). Steroide, insbesondere anabole Steroide haben im Sport eine große Bedeutung. Anabole Steroide sind für Aufbauprozesse, wie unter anderem den Muskelaufbau entscheidend. Folglich hat Vitamin D Einfluss auf die Performance der Muskulatur. Überraschenderweise weisen mehr als 88% der weltweiten Bevölkerung einen unzureichenden Vitamin-D-Spiegel auf (8). Ein Vitamin-D-Mangel kann zu abbauenden (katabolen) Effekten in der Muskulatur führen. Dies bedeutet eine Reduktion der Muskelmasse – der Muskel schrumpft (9). Resultate davon sind zusätzlich Muskelermüdung und Beeinträchtigungen in der Signalübertragung an den Muskel (10). Signalübertragungsstörungen führen zu Defekten in der Muskelkontraktion (Anspannen und Lockerlassen des Muskels), welches zu Zerrungen und Muskelfaserrissen beim Training führen kann. Ein Vitamin-D-Mangel kann bei Sportlern sehr leicht auftreten. Durch Sport erhöhen sich die Enzymaktivität und der Vitamin-D-Bedarf. Enzyme werden an allen Stoffwechselprozessen wirksam. Da Vitamin D an ca. 200 verschiedenen Enzymstoffwechseln beteiligt ist, liegt es nahe, dass Sportler mehr Vitamin D benötigen als Nichtsportler. Eine großangelegte Analyse von 23 Studien mit insgesamt 2313 Sportlern zeigte, dass 56% der Sportler einen Vitamin-D-Mangel aufwiesen (11).

Weitere Studien (12-14) zeigen einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und der maximalen Sauerstoffaufnahme. Folglich gilt: Ist der Vitamin-D-Spiegel erniedrigt, kann die maximale Sauerstoffaufnahme nicht gewährleistet werden. Sauerstoff ist für ein gutes Training jedoch entscheidend. Unsere Muskulatur braucht Sauerstoff, um Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) bilden zu können. Ist nicht ausreichend Sauerstoff zur ATP-Bildung vorhanden, beginnt der Muskel ohne Sauerstoff Energie zu produzieren und Milchsäure entsteht. Diese Milchsäure, auch häufig bezeichnet als Laktat, führt in hoher Konzentration zur Übersäuerung des Muskels und die Leistungsfähigkeit nimmt rapide ab.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vitamin D für den Sportler, sei es im Profi- oder im Alltagssport, von enormer Bedeutung ist. Mit einem Vitamin-D-Mangel zu trainieren ist wie mit angezogener Handbremse zu fahren – man kommt einfach nicht voran. Achten Sie auf Ihren Vitamin-D-Spiegel, um einem Mangel vorzubeugen oder rechtzeitig beheben zu können. Nutzen Sie hierfür unseren Vitamin-D-Test. Bei diesem wird die Speicherform des Vitamin D (25-Hydroxy-Cholecalciferol) gemessen. Dieser Wert gibt die beste Aussagekraft bezüglich der allgemeinen Grundversorgung an.

Literatur

  1. Göring & Koshuchowa (2015). Vitamin D – the Sun Hormone. Life in Environmental Mismatch. Biochemistry. Vol. 80: 1.
  2. Willis et al. (2012). Vitamin D status and biomarkers of inflammation in runners. Journal of Sports Medicine. 3:35–42.
  3. Reddy Vanga et al. (2010). Role of vitamin D in cardiovascular health. The American Journal of Cardiology. 106:798–805.
  4. Sukumar et al. (2015). Vitamin D supplementation during short-term caloric restriction in healthy overweight/obese older women: effect on glycemic indices and serum osteocalcin levels. Molecular and Cell Endocrinology. 410:73–77.
  5. Schoenmakers et al. (2013). Vitamin D supplementation in older people (VDOP): Study protocol for a randomised controlled intervention trial with monthly oral dosing with 12,000 IU, 24,000 IU or 48,000 IU of vitamin D3. BioMed Central. 14:299.
  6. Close et al. (2013). The effects of vitamin D(3) supplementation on serum total 25[OH]D concentration and physical performance: a randomised dose–response study. The British Journal of Sports Medicine. 47:692–6.
  7. Jones G. (2012). Metabolism and biomarkers of vitamin D. Scandinavian Journal of Clinical and Laboratory Investigation. 72(Supplement 243):7–13.
  8. Bendik et al. (2014). Vitamin D: a critical and essential micronutrient for human health. Frontiers in Physiology. 5:248.
  9. Sato et al. (2005). Low-dose vitamin D prevents muscular atrophy and reduces falls and hip fractures in women after stroke: a randomized controlled trial. Cerebrovascular Diseases. 20:187–192.
  10. Glerup et al. (2000). Hypovitaminosis D myopathy without biochemical signs of osteomalacic bone involvement. Calcified Tissue International. 66:419–424.
  11. Farrokhyar et al. (2014): Prevalence of vitamin D inadequacy in athletes: A systematic- review and meta-analysis. Sports Medicine. 5:365–378.
  12. Mowry et al. (2009). Association among cardiorespiratory fitness, body fat, and bone marker measurements in healthy young females. Journal of American Ostheopathy Association. 109 (10): 534-539.
  13. Ardestani et al. (2011). Relatioon of vitamin D level to maximal oxygen uptake in adults. The American Journal of Cardiology. 107: 1246-1249.
  14. Jastrzębski et al. (2014). Effect of vitamin D supplementation on the level of physical fitness and blood parameters of rowders during the 8-week high intensity training. Facicula Educ Fiz şi Sport. 2: 57-67.

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