Weniger zu essen fällt dir schwer?


Du würdest so gerne etwas abnehmen? Willenskraft und Konsequenz zählen aber leider nicht zu deinen Stärken?

Eine in dem Journal of Consumer Research veröffentlichte Ernährungsstudie liefert zwei einfache Methoden, wie man sein Gehirn überlistet weniger (oder mehr) zu essen – ohne, dass man es merkt.

1. Lass deinen Teller die Portionsgröße kontrollieren

Wenn es darum geht weniger zu essen, haben Wissenschaftler schon lange gewusst, dass ein kleinerer Teller eine einfache Möglichkeit ist, weniger Kalorien aufzunehmen.

In einem Experiment fanden Forscher heraus, dass ein Wechsel von einem 30cm großen Teller zu einem Teller, der 25cm groß ist, zu einer 22 Prozent geringeren Kalorienaufnahme führt. Mal angenommen eine durchschnittliche Mahlzeit enthält 800 kcal: Nur durch einen einfachen Austausch der Teller könnte man etwas mehr als 10 Pfund in einem Jahr verlieren.

Studien haben wieder und wieder bewiesen, dass kleinere Teller zu kleineren Portionen führen. Der Grund dafür war jedoch bis vor kurzem noch nicht bekannt. Die Forscher Wansink und van Ittersum meinen, dass uns eine optische Täuschung, die unter dem Namen „Delboeuf Illusion“bekannt ist, dazu verleitet weniger zu essen. Durch die Illusion denken wir, dass Sachen kleiner/größer sind, je nachdem ob wir sie mit größeren/kleineren Sachen vergleichen.

Wenn du ein kleines Stück Pizza auf einen großen Teller tust, wird dir dein Gehirn sagen, dass du nur eine kleine Portion isst und man packt sich automatisch mehr Essen auf den Teller. Wenn man aber ein Stück Pizza auf einen kleinen Teller tut, sagt dir dein Gehirn, dass du eine größere Portion isst und man hört auf sich noch mehr zu nehmen.

Vergiss Willenskraft und Motivation und lass deinen Teller deine Portionsgrößen für dich kontrollieren! Du kannst zufrieden einen vollen Teller essen und trotzdem Gewicht verlieren, nimm einfach einen kleineren Teller.

2. Entscheide dich für eine Farbe, die dir das Leben einfach macht

Die Größe des Teller ist nicht die einzige Sache, die darauf Einfluss nimmt wie viel du isst. Wansink und van Ittersum fanden heraus, dass die Farbe des Tellers ebenso ausschlaggebend ist.

Die beiden Männer führten ein Experiment durch, bei dem sie den Zusammenhang zwischen Tellerfarbe und Portionsgröße untersuchen. Die Forscher baten eine Teilnehmergruppe sich Nudeln mit Tomatensoße, eine weitere Gruppe sich Nudeln mit Sahnesoße zu nehmen. Jeder Person wurde wahllos entweder ein weißer oder dunkelroter Teller ausgehändigt.

Die Forscher beobachteten, dass, wenn die Farbe des Essens mit der Farbe des Tellers übereinstimmte, die Teilnehmer sich fast 30 Prozent mehr Nudeln nahmen. In anderen Worten, wenn jemand Nudeln mit roter Tomatensoße von einem roten Teller aß, hatte er fast 30 Prozent mehr gegessen als jemand der das gleiche Gericht von einem weißen Teller gegessen hatte. Dasselbe galt für Nudeln mit Sahnesoße auf einem weißen Teller im Vergleich zu einem roten Teller.

Der Grund für diesen drastischen Mengen-Unterschied ist, dass die Portionsgröße kleiner erscheint, sobald die Farbe des Essens mit der Farbe des Tellers übereinstimmt. Das Ergebnis: Man schaufelt sich mehr Essen auf seinen Teller.

Ein größerer Kontrast von Tellerfarbe und Farbe des Essens verhindert automatisch, dass man sich einen extra Löffel voll nimmt. Normalerweise ist das nichts worüber man nachdenkt, dein Gehirn wird einfach schneller begreifen, dass eine größere Portion nicht nötig ist.

In den Alltag integrieren

Aufgrund dieser Forschungsergebnisse eignet sich für jemanden auf Diät wahrscheinlich ein kleinerer, dunkelgrüner Teller. Die Farbe würde im Kontrast stehen mit Lebensmitteln, von denen man gerne weniger essen würde: wie Sahne, Nudeln, hellem Brot und andere kohlenhydratreichen Beilagen. Gleichzeitig würden die Portionsgrößen von gesundem kalorienarmen Gemüse wie Brokkoli, Salat oder Spinat größer ausfallen.

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