Wenn der Glühwein zu Kopf steigt! - Nicht immer muss der Alkohol Schuld sein


Dezember, Winter, Glühweinzeit! Mittlerweile nicht nur in Deutschland. Überaus erfolgreich exportieren wir unseren heißen, unverwechselbar mit Zimt, Anis und Orangen gewürzten Rotwein in alle Welt. Ganz besonders nach England, wo nach und nach „German Christmas Markets“ aus dem Boden sprießen und den Dezember dominieren.

Doch der heiße, rote Wein ist nicht bei jedem beliebt, ja es gibt sogar absolute Glühweinverweigerer. Ihnen wird von rotem Glühwein schnell schlecht, die Zunge fühlt sich seltsam an, sie bekommen Rote Flecken oder es endet gar mit heftigen Kopfschmerzen. Wer mutig ist und die Geselligkeit mit heißen Getränken liebt, steigt vielleicht um auf weißen Glühwein, weil der besser verträglich sein soll. Und tatsächlich – nach weißem Glühwein gibt es oft keine Beschwerden.
Alkohol kann somit nicht Auslöser der Beschwerden sein, denn der Alkoholgehalt hängt nicht von der Farbe ab. Er ist im roten und weißen Heißgetränk sehr ähnlich. Seltsam, denn allgemein gilt Rotwein in Maßen als gesünder und verträglicher als Weißwein.

Wenn Sie also eine Reaktion auf Rotwein oder Abneigung bei sich oder Bekannten bemerken, ist es immer ein Grund genauer hinzuschauen. Rotwein und Weißwein unterscheiden sich stark im Gehalt an Histidin, einem Stoff, der von unserem Körper unter anderem benutzt wird, um allergische Reaktionen auszulösen.
Normaler Weise ist es kein Problem, wenn Histidin in der Nahrung ist, da es bereits vor Aufnahme in den Körper durch ein spezielles Enzym deaktiviert wird. In seltenen Fällen ist die Produktion des Histamin abbauenden Enzyms von Geburt an gestört, viel häufiger ist ein erworbener Enzymmangel.
Die Produktion des Histamin abbauenden Enzyms, das auch als Diaminooxidase (DAO) bezeichnet wird, ist besonders stark in den Zellen der Darmschleimhaut. Das macht viel Sinn, denn im Darm kommt viel Histamin mit der Nahrung an, dass schnell abgebaut werden muss, damit es nicht in den Körper eindringt.
Viele Menschen haben eine im Laufe des Lebens durch Ernährung, Stress oder andere Faktoren erworbene Störung und chronische Entzündung Ihrer Darmschleimhaut. Dadurch kann es zu einer Unterproduktion des für den Histamin-Abbau benötigten Enzyms (DAO) kommen.
Menschen, die z.B. auf Rotwein oder auch Käse mit Unwohlsein, Kopfschmerzen oder anderweitig allergisch reagieren sollten stets prüfen lassen, ob Ihr DAO-Spiegel ausreichend hoch ist. Hierfür gibt es inzwischen Tests, die auch von zu Hause durchführbar sind. Mit einem speziellen Probenahme-Kit werden einige Tropfen Blut entnommen und zur Auswertung in ein Fachlabor eingesandt.
Das Ergebnis gibt wichtige Informationen über die verfügbare Konzentration an Histamin abbauendem Enzym.
Da die Histamin-Intoleranz meist eine erworbene Krankheit ist, kann man aktiv etwas tun. Speziell auf die Histamin-Intoleranz abgestimmte Vitamin-Präparate aktivieren die noch vorhandene DAO so dass ihre Histamin-Abbaukapazität deutlich erhöht wird. Ein allgemeines Vitamin-Präparat ist nicht optimal, da in erhöhtem Maße Vitamin B, Vitamin C und Zink benötigt werden.

Sinnvoll ist in jedem Fall, eine gründliche Kur zur Regeneration der Darmschleimhaut einzuleiten. Die Kur dauert etwa drei Monate und besteht aus mehreren Komponenten, die es abgestimmt aufeinander zu kaufen gibt. Ist der Darm gesund und voll funktionsfähig, ist oft auch die DAO-Konzentration wieder ausreichend.
Und auch den Glühweinabend mit Freunden kann man dann wieder angemessen genießen.

cerascreen bietet Gesundheits-Diagnostik, -Beratung und -Versorgung aus einer Hand. Dafür bieten wir Ihnen einfach, bequeme und schnelle Proben-Rücksende-Tests an v.a. im Bereich Vitamin D, Histamin, Laktoseintoleranz, Lebensmittelunverträglichkeit und Allergietests. Basierend auf diesen Tests stellt cerascreen jedem Kunden einen individuellen Ergebnisbericht zusammen, der die Ergebnisse verständlich erklärt.

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