Wenn es mit dem Stillen nicht so recht klappen will – Kombinieren Sie Stillen und Fläschchen


Viele Mütter haben Probleme mit dem Stillen ihres Babys. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Die einen Frauen wollen von Anfang an nicht stillen. Wieder andere Frauen würden gern, können aber nicht weil sie zu wenig Milch oder Zwillinge haben, kurzfristig Medikamente nehmen oder auch recht früh in die Berufstätigkeit zurückkehren müssen. Und bei einigen Müttern tun sich sogar die Babys schwer, das Saugen an der Brust zu lernen. Eine einfache und gute Lösung für solche Lebensumstände ist es, Muttermilch also das Stillen und Flaschennahrung zu kombinieren. Diese „Zwiemilch-Ernährung“ funktioniert meist völlig problemlos und ist für alle völlig zufriedenstellend.

Die wichtigste Hürde, diese Ernährung für das Baby zu wählen, ist vor allem der soziale Druck dem viele nicht-stillende Mütter ausgesetzt sind. Denn die erste Frage von Hebamme, Kinderarzt, behandelndem Gynäkologen, den Eltern und Freunden lautet oft: „Und wie klappt es mit dem Stillen?“ Diese Frage wird zwar meist unbefangen offen gestellt, für die Mütter mit Stillproblemen wirkt sie jedoch meist schon wie ein indirekter Vorwurf. Auch in vielen Online-Foren lassen sich einige vollstillende Mütter über die scheinbaren Fütter-Egoistinnen aus. Und das zu überhören, zu übersehen, fällt nur wenigen leicht. Aber jetzt mal zu den Fakten:
Jeder noch so kleine Tropfen Muttermilch, ob abgepumpt oder durch das Anlegen an die Brust verabreicht, ist gut für eine gesunde Entwicklung des Babys. Denn nur Muttermilch enthält körpereigene Abwehrstoffe. Diese lassen sich nicht künstlich erzeugen. Nicht umsonst raten die WHO und der Hebammenverband zum vollen Stillen in den ersten 3-6 Lebensmonaten. Das Zufüttern durch Flaschennahrung bleibt von diesem Rat aber völlig unberührt und ist völlig unproblematisch. Es gibt zudem einige Vorteile an der Praxis, Muttermilch und Fläschchen zu kombinieren: Frauen mit Stillproblemen müssen keine Angst mehr haben, dass ihr Baby zu wenig trinkt und hungern würde; sie können darauf vertrauen, dass Flaschennahrung für Babys auf jeden Fall schadstofffrei ist und die wesentlichen Vitamine und Mineralstoffe enthält. Auch Vitamin D, das umständlich Stillbabys in den dunklen Wintermonaten in Tablettenform in die dicken Babybacken gepackt werden muss, ist bereits enthalten. Es ist darüber hinaus noch gar nicht so lange her, da hat man stillenden Müttern geraten, die in Großstädten und an stark befahrenen Straßen oder in der Nähe von Industrieanlagen wohnen, ihre Muttermilch auf Schadstoffe prüfen zu lassen.

Also keine Sorge, Mütter, die ihr Baby durch „Zwimilch“ ernähren, versorgen ihr Baby gut und vor allem stressfreier. Hier noch ein paar Tipps, damit die Brust-Flaschen-Kombi auch klappt:
  • Verwenden Sie zum Zufüttern am besten Pre-Milch. Es gibt auch preiswerte Varianten in den Supermärkten und Drogerien.
  • Verwenden Sie für das Milchfläschchen immer einen Einlochsauger, damit sich das Baby auch beim Trinken aus der Flasche ein wenig anstrengt und nicht die Flaschennahrung der Brust vorzieht.
  • Im Idealfall geben Sie ihrem Baby mehr Muttermilch als Flaschennahrung, sonst riskieren Sie, dass die Muttermilch immer weniger wird. Machen Sie sich einen Plan, wann Sie stillen bzw. abpumpen und wann Sie das Fläschchen füttern. So lernt Ihr Körper, eine gleichbleibende Menge Milch zu produzieren.
  • Sie können aber auch einfacher früher abstillen. Ersetzen Sie einfach langsam eine Stillzeit durch ein Fläschchen Pre-Milch.
  • Wenn Sie ihr Baby zum Stillen an die Brust legen, achten Sie darauf, dass das Baby die Brust leer trinkt. Stillen Sie zu kurz, kommt nur die fettärmere Vordermilch, nur wenn Sie länger stillen, trinkt Ihr Baby auch die fettreiche Hintermilch.
  • Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Baby beide Brüste leer trinkt. So beugen Sie schmerzenden Brüsten vor.

Autor: SE Bild: Karin  / pixelio.de

  

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1 Kommentar

  • StreTh

    Hallo,
    wir haben Zwillinge und trotz ca. 1l Muttermilch am Tag reicht die Milchmenge nicht aus. Wir mischen der Muttermilch auch einen Teil Prenahrung zu und Nutzen zum Füttern den Calma Sauger von Medela. An dem müssen unsere Mäuse genauso saugen wie an der Brust. Das funktioniert wirklich perfekt. So kann ich wunderbar zwischen der Flasche und der Brust wechseln.

    Viele Grüße

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