Wer Fisch isst lebt länger – Studienergebnis


Eine Studie der Havard School of Public Health und der Universität zu Washington behauptet, Fisch zu essen könnte das Risiko frühzeitig zu sterben um mehr als ein Viertel reduzieren, und das Risiko an einer Herzerkrankung zu sterben um mehr als ein Drittel.

Die Studie wurde am 1.April im „Annals of Internal Medicine“ online publiziert.

Tatsächlich haben Forscher herausgefunden, dass ältere Erwachsene mit den höchsten Blut-Konzentrationen an Fettsäuren, die vor allem in Fischen vorkommen, im Durchschnitt 2.2 Jahre länger leben als diejenigen mit niedrigen Konzentrationen.

Auch wenn schon seit längerer Zeit gelegentliche Fischmahlzeiten zu einer gesunden Ernährungsweise dazu gezählt werden, haben sich erst wenige Studien mit dem möglichen Zusammenhang der Omega-3-Konzentration im Blut und Todesfällen älterer Erwachsener beschäftigt. Diese Studie unterstützt die These, dass adäquate Omega-3-Konzentrationen für die Herzgesundheit wichtig sind, und lässt vermuten, dass durch hohe Omega-3-Konzentrationen gewisse Vorteile im hohen Alter erreicht werden.

Wissenschaftler hatten schon vor Jahren die Aufnahme ungesättigter Fettsäuren durch den Verzehr von Fisch mit einem reduzierten Risiko an Herzerkrankungen zu sterben verknüpft. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche.

Dies ist jedoch das erste Mal, dass Forscher den möglichen Zusammenhang zwischen der Menge des Fischverzehrs und der Sterberate untersucht haben.

In ihrer Beobachtungs-Studie studierten die Wissenschaftler die Daten von 2700 gesunden US Amerikanern. Die Teilnehmer waren 65 Jahre oder älter, untersucht wurde ein Zeitraum von 16 Jahren. Zusätzlich analysierten sie die Anteile von 3 verschiedenen Omega-3-Fettsäuren im Blut. Nachdem Kriterien wie Ernährungsweise, Rauchen und andere Faktoren ausgeschlossen worden waren, fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Omega-3-Fettsäuren mit einem signifikant niedrigerem Sterberisiko in Verbindung gebracht werden konnten.

Dabei wurde eine bestimmte Omega-3-Fettsäure, die sogenannte Docosahexaensäure (DHA), mit einem 40 Prozent geringerem Risiko an koronaren Herzerkrankungen zu sterben assoziiert. Die Omega-3-Fettsäure Docosapentaensäure (DPA) wurde mit einem geringeren Risiko für Schlaganfälle und die Eicosapentaensäure (EPA) mit einem geringeren Risiko für Herzinfarkte in Verbindung gebracht. Keine dieser Fettsäuren konnte jedoch in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen gebracht werden.

Teilnehmer mit den höchsten Blut-Konzentrationen aller drei Fettsäuren hatten ein 27 Prozent geringeres Risiko frühzeitig zu sterben.

Laut Forschungsteam seien ein bis zwei Portionen fettreicher Fisch für das Erreichen hoher Omega-3-Konzentrationen vollkommen ausreichend.

Fischarten, die besonders viele Omega-3-Fettsäuren enthalten: Makrele, Thunfisch, Wildlachs, Hering, Sardinen und Anchovis.

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