Zink gegen Pickel


Die Wunderwaffe Zink sagt Pickel dem Kampf an

Und schon wieder sprießt ein Pickel mitten auf der Stirn und das wichtige Bewerbungsgespräch ist bereits in einer Woche. Solche Situationen können einem manchmal zum Verzweifeln bringen. Versucht man doch alles perfekt vorzubereiten: Eine hochgradig ausgefeilte Bewerbungsmappe, das Outfit wurde schon Wochen vorher zusammengestellt und die Antworten zu den bekannten bösen Fangfragen sind auswendig auf Basis „eines Plauderniveaus“ gelernt. Und nun das. Es werden alle erdenklichen Foren durchgeschaut. Von einfach ausführbaren Ratschlägen wie Auftragen einer Salbe auf Kamillenbasis bis hin zu Einreiben der Haut mit teuren, exklusiven Aloe Vera Extrakten ist alles mit dabei (1). Doch ein Tipp ist nahezu auf allen „SOS-Seiten“ vertreten: Die Erhöhung der Zinkzufuhr über die Ernährung oder die Einnahme von Zinkpräparaten.

Allgemeine Wirkung von Zink

Zinkreiche Ernährung ist deutlich weniger im Fokus der heutigen Ernährungsempfehlungen als im Vergleich zum viel thematisierten Eiweiß. Zu Unrecht! Zink gehört chemisch gesehen zu den Spurenelementen, das heißt es müssen täglich unter 50 Milligramm zu sich genommen werden um den körpereigenen Bedarf zu decken. Die DGE veranschlagt derzeit als bedarfsdeckenden Referenzwert 10 Milligramm Zink bei erwachsenen Männern und 7 Milligramm bei erwachsenen Frauen (2). Doch diese vermeintlich geringen Mengen haben es in sich! So ist Zink unter anderem beteiligt bei:

  • Entgiftung von Radikalen 
  • Stärkung und Resistenz des Immunsystems 
  • Unterstützung der Vitamin A Verwertung 
  • Förderung der Zellerneuerung und Hautatmung 
  • Bildung von Haut und Hautanhangsgebilden

Zink versus Mitesser und Co.

Auf diesen Funktionen beruht auch die Pickel-und mitesserreduzierende Eigenschaft von Zink. So bremst Zink zunächst einmal die Talgproduktion. Aufgrund des erhöhten Zinkspiegels wird die Produktion von Lipiden verringert, welche die natürlichen Bestandteile des Talgs. Da es sich außerdem bei Pickeln um Entzündungen handelt, kann ein erhöhter Zinkverzehr deren Abheilung positiv beeinflussen. Bei adäquater Zinkaufnahme sieht zudem im Allgemeinen die Haut frischer und aufgeweckter aus.

Zinkstatus verbessern

Es gibt mehrere Möglichkeiten um ein Zinkdefizit auszugleichen beziehungsweise um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Ein Ansatz stellt der Verzehr von zinkreichen Nahrungsmitteln dar. Dazu zählen vor allem tierische Produkte wie Käse, Fleisch oder Fisch. So sind bereits in 100g Emmentaler 4,6 g Zink enthalten. Doch zeigt ein Bluttest wie der von cerascreen, einen deutlichen Mangel an, kann die Einnahme von höher dosierten Zinktabletten/ -kapseln eine einfache und effiziente Variante repräsentieren, um den Zinkmangelerscheinungen schnell wieder den „Garaus zu machen.“ Als besonders wirksam zeichnen sich höher dosierte Zinkkapseln aus, das heißt Präparate mit einer Zinkdosierung von 10 mg pro Kapsel und höher (3). Diese sollten am Besten in Verbindung mit Histidin oder Bisglycinat sein, da jene Komplexe besser aufgenommen werden als zum Beispiel Zinkoxide. Im gleichen Zusammenhang ist zudem die Einnahme der Kapsel auf nüchternem Magen förderlich. Falls die morgendliche Kapsel doch vergessen wurde und daher die Einnahme später am Tag erfolgte, sollte ein größerer Abstand zur nächsten Mahlzeit eingehalten werden. Der zeitnahe Verzehr von phytinsäurehaltigen Produkten wie Vollkornprodukte kann nämlich die Aufnahme deutlich verschlechtern (4).

Insgesamt muss also weder die Hexenküche in Gang gebracht noch das Konto geplündert werden, um den so ungewollten Pickel schnell wieder in Luft auflösen zu lassen. Die richtige Auswahl an Nahrungsmitteln und die Einnahme von wirksamen Zinkpräparaten kann schnell den „perfekten Teint“ wieder herstellen und somit den Weg frei machen, um das Bewerbungsgespräch, zumindest theoretisch, „mit Bravour“ zu meistern.  

Literaturverzeichnis

  1. Aloe Vera gegen Pickel. [Online] 12. Mai 2016. [Zitat vom: 15. Juli 2016.]
  2. DGE. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. [Online] 12. Februar 2016. [Zitat vom: 15. Juli 2016.] https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/zink/.
  3. Leitzmann, Claus, et al. Ernährung in der Prävention und Therapie: Ein Lehrbuch. Stuttgart : Georg Thieme Verlag, 2009.
  4. Dunkelberg, Hartmut, Gebel, Thomas und Hartwig, Andreas. Vitamine und Spurenelemente: Bedarf, Mangel, Hypervitaminosen und Nahrungsergänzung. Berlin, New York : John Wiley& Sons, 2013.

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