So vergiften Schwermetalle unseren Körper!


Wie Sie hier nachlesen können, betrifft die Schwermetall-Problematik jeden von uns. Die durchschnittliche Belastung und damit die Wahrscheinlichkeit für eine chronische Schwermetallvergiftung ist, je nach Lebensumständen, sehr hoch. Trotzdem verspüren nur die wenigsten Symptome, da der Krankheitsverlauf schleichend ist. 

Wer ist davon besonders betroffen?

Einige Personengruppen sollten äußerst vorsichtig sein:

Vor allem Schwangere und Stillende sollten darauf achten, ihre Schwermetall-Exposition zu minimieren. Einige Schwermetalle können die Plazentabarriere passieren, sowie in die Muttermilch gelangen. 

Zusätzlich unterliegen Kleinkinder selbst einer höheren Schwermetall-Exposition. Solange die Entwicklung des Kindes nicht vollständig abgeschlossen ist, sind die Auswirkungen einer Schwermetallvergiftung deutlich schwerwiegender und sie bestehen unter Umständen ein Leben lang.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellte zudem fest:
Auch Vegetarier und Veganer unterliegen statistisch gesehen einer höheren Exposition. Das gleiche gilt für Personen in einem Jäger-Haushalt. Das liegt daran, dass bestimmte Lebensmittel, die von diesen Gruppen häufiger konsumiert werden, stark mit Blei kontaminiert sind.

Neben diesen Personengruppen sind zudem noch Träger von Amalgamfüllungen oder Keramik-Prothesen betroffen. Diese Personen sollten ganz besonders darauf achten einer geringen Schwermetall-Exposition zu unterliegen, da sie ohnehin eine Schwermetall-Quelle in sich tragen.


Wie kommen Schwermetalle in unseren Körper?

Schwermetalle finden sich in fast allen staub- und gasförmigen Emissionen von Verbrennungs- und Produktionsprozessen und gelangen so in unsere Umwelt. Der größte Verursacher ist dabei die Energieindustrie durch ihren Brennstoffeinsatz.
Auch der Straßenverkehr trägt vor allem durch den Abrieb von Bremsen und Reifen einen wesentlichen Teil dazu bei. So korrelieren zum Beispiel die Blei-, Kupfer- und Zink-Emissionen direkt mit der jährlichen Fahrleistung.

Durch Luftströme werden die Schwermetall-Partikel und -Gase verteilt und schlagen sich dann als Feinstaub auf Böden, Pflanzen und Gewässern nieder.
Zusätzlich wird der Boden noch durch bestimmte Pflanzenschutzmittel und den darin enthaltenen Schwermetallen belastet.

Von dort gelangen sie über die Pflanzen und den Weidetieren bzw. Fischen in die Lebensmittel.

Erhöhung der Schwermetall-Belastung durch falsche Zubereitung

Sie kennen es wahrscheinlich auch: es ist Grillsaison und Sie verwenden Alufolie bei der Zubereitung von z. B. Fleisch oder Fisch. Leider ein großer Fehler!

Wussten Sie, dass auf den Alufolien-Verpackungen sogar vermerkt ist, dass man die Alufolie nicht in Verbindung mit sauren oder salzigen Lebensmittel bringen soll? Grund ist, dass sich das Aluminium sonst aus der Folie löst und in die Lebensmittel übergeht.

Auch das beliebte Keramik-(Koch-)geschirr steht unter Kritik. Bei der Verwendung von Bedarfsgegenständen aus Keramik können Blei und Cadmium austreten und in die Lebensmittel übergehen, schlussfolgert das BfR.

Ohnehin schon belastete Lebensmittel werden also bei bestimmten Zubereitungsarten noch mehr mit Schwermetallen belastet, bevor wir sie überhaupt verzehren.

Versteckte Schwermetalle im Alltag

Neben der Schwermetallbelastung durch die Nahrung und dem Trinkwasser, gibt es noch weitere Belastungsquellen.
Auch über die Atemwege und die Haut können Schwermetalle in unseren Körper gelangen.

Schmuck, Spielzeuge oder Lackfarbe enthalten oftmals zu viele Schwermetalle und vergiften uns damit langsam und unbemerkt.
Problematisch können außerdem Gegenstände sein, die direkt in unseren Körper implementiert werden. Dazu zählen Amalgam-Füllungen oder auch künstliche Gelenke aus z. B. Keramik.

Eine Studie der University of Georgia kam zu dem Ergebnis, dass das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen ab 8 Amalgamplomben deutlich ansteigt. Das liegt daran, dass in der Füllung Quecksilber enthalten ist, welches sich lösen und damit direkt auf uns wirken kann.

Bei künstlichen Keramik-Gelenken kann sich Cobalt herauslösen und eine Cobalt-Vergiftung hervorrufen. Besonders hoch ist das Risiko nach Stürzen, da das Gelenk splittern oder sogar komplett brechen kann.

Welche Nahrungsmittel sind besonders davon betroffen?

Leider ist es so, dass viele unserer Lebensmittel, die wir tagtäglich zu uns nehmen, mit Schwermetallen belastet sind. Einige dieser Nahrungsmittel sind jedoch auffällig und weisen besonders hohe Konzentrationen an Schwermetallen auf.

  • Getreideprodukte, Säuglingsnahrung, Milch und Milchprodukte

  • In einer Studie der European Food Safety Authority (EFSA) kam heraus, dass der durchschnittliche Europäer täglich 0,13 µg bis 0,56 µg Arsen pro kg Körpergewicht über die Ernährung zu sich nimmt. Bei Kleinkindern liegt der Wert sogar 2-3x höher.

    Das ist sehr hoch, wenn man bedenkt, dass Arsen bereits bei Werten von 0,3 bis 8 µg das Risiko für Blasen-, Haut- und Lungenkrebs erhöht.
    An der hohen Arsen-Aufnahme in Europa sind vor allem Getreideprodukte und Milch bzw. Milchprodukte schuld. Bei Kleinkindern spielt vor allem die  Säuglingsnahrung, welche häufig auf Getreidebasis sind, eine große Rolle. Dies erklärt auch, wieso die Arsen-Aufnahme bei Kleinkindern so viel höher ist als bei Erwachsenen.

  • Andere pflanzliche Lebensmittel, v. a. Gemüse

  • Für viele ist das bestimmt überraschend. Falls Sie Vegetarier oder Veganer sind, sollten Sie vorsichtig sein! Bei einer Auswertung des BfRs hat sich herausgestellt, dass Vegetarier einer gefährlichen Blei-Exposition unterliegen. Darunter kann die Nierenfunktion und bei kleinen Kindern sogar der IQ leiden! Das liegt daran, dass viele pflanzliche Lebensmittel mit Bleistaub kontaminiert sind und somit auch die Liste der bleihaltigsten Lebensmittel anführen.

  • Pilze

  • Im Vergleich zu Pflanzen nehmen Pilze deutlich mehr Metalle aus dem Boden auf. Diese reichern sich im Fruchtkörper an. Während Kulturpilze in der Regel keine erhöhten Schwermetallgehalte aufweisen, sind in den Wildpilzen wie Steinpilzen insbesondere die Cadmium- und Quecksilbergehalte viel zu hoch. So übersteigt der Cadmiumgehalt in Wildpilzen den Grenzwert um bis zu 8,5x!

    Wildbret 

    Auch Personen aus Jäger-Haushalten müssen aufpassen. Das liegt daran, dass die Munition, mit der das Wild erlegt wird, Blei enthält. Das Blei gelangt dann über die Blutbahn in den restlichen Körper. Da Jäger-Haushalte viel Wildbret essen, unterliegen sie also einer erhöhten Bleiexposition.

  • Kaffee aus Kaffeemaschinen

  • Jeden Morgen eine Tasse Kaffee. Kommt Ihnen das bekannt vor? Falls ja, gibt es leider eine schlechte Nachricht für Sie. Wir erinnern uns: Schwermetalle können sich aus Gegenständen lösen wie bei der Alufolie. Bei den Kaffeemaschinen betrifft das in erster Linie Blei. Der Europarat empfiehlt hierzu einen Migrationswert von maximal 10 µg/kg.

    Bei einem Test des BfRs wurde bei einigen Maschinen allerdings das Vierfache gemessen. Nach dem Entkalken war der Migrationswert am höchsten, bis zu 16x mehr Blei wurde gelöst!

    Wie im vorherigen Schwermetall-Artikel erwähnt, gibt es für Blei keine Untergrenze, die für uns unbedenklich ist.

  • Fische und Meeresfrüchte

  • Fisch und Meeresfrüchte sind durch die Kontamination der Gewässer leider auch betroffen. Da sich die Schwermetalle in den Organen anlagern, gilt das besonders für langlebige Raubfische wie Heilbutt, Thunfisch und Schwertfisch.

    Das Umweltbundesamt kam zu dem Ergebnis, dass in Deutschland fast alle Fische die Qualitätsnorm der Wasserrahmenlinien von 20 ng/kg für Quecksilber überschreiten.

    Auch der Berufsverband der Frauenärzte rät vorsichtig zu sein, da das Quecksilber die Plazentabarriere passieren und auch in die Muttermilch gelangen kann.

    Quecksilber schädigt die Hirnentwicklung und das Nervengewebe. Damit kann es dann vor allem bei Kleinkindern Verhaltensstörungen auslösen sowie das Wahrnehmungsvermögen und die Motorik negativ beeinflussen.


    Wie wirken Schwermetalle in unserem Körper?

    Durch ihre chemischen Eigenschaften können sich einige Schwermetalle an Proteine in unserem Körper binden und deren Struktur verändern. Da auch Enzyme oder Immunzellen Proteine sind, werden diese dadurch geschädigt. Die Enzyme bzw. Immunzellen werden dann inaktiviert oder führen zu Fehlreaktionen. Das wiederum begünstigt die Entstehung von Allergien und Autoimmunerkrankungen. Betroffene Enzyme sind z. B. an der Energieproduktion oder an Entgiftungs- und Reparaturprozessen beteiligt.

    An Zellwänden schädigen Schwermetalle z. B. die Kanäle, mit denen Mineralien in die Zelle eingeschleust werden, und Rezeptoren, welche unter anderem für Hormone und Botenstoffe bestimmt sind. Dadurch wird die Kommunikation zwischen den einzelnen Zellen gestört.


    Auch das Nervensystem ist davon betroffen: Nervenzellen werden geschädigt und Impulsweiterleitungen gestört. Das kann zu psychischen und physischen Beschwerden führen wie Depressionen, Alzheimer oder Multipler Sklerose und im Kindesalter die Hirnentwicklung schädigen.

    Ein weiteres Problem ist die Wechselwirkung mit essentiellen Mineralstoffen wie Calcium, Eisen oder Zink, welche vermindert aufgenommen werden. Dadurch erhöht sich die Gefahr für einen Mineralstoffmangel.

    Und zu guter Letzt können Schwermetalle auch das Erbgut schädigen und somit das Risiko für Krebs erhöhen.


    Fazit

    Alles in allem wird klar, dass Schwermetalle Gift für unseren Körper sind.
    Auch wenn jeder von uns betroffen ist, sollten folgende Personengruppen besonders vorsichtig sein:

    • Schwangere und Stillende
    • Kleinkinder
    • Vegetarier und Veganer
    • Personen in Jäger-Haushalten
    • Träger von Amalgam-Füllungen oder Keramik-Prothesen

    Die primäre Belastungsquelle sind die kontaminierten Lebensmittel. Auffällig hohe Konzentrationen an Schwermetallen haben vorallem:

    • Getreideprodukte, Säuglingsnahrung, Milch und Milchprodukte
    • Andere pflanzliche Lebensmittel, v. a. Gemüse
    • Pilze
    • Wildbret
    • Kaffee aus Kaffeemaschinen
    • Fische und Meeresfrüchte

    Durch die Eigenschaften der Schwermetalle, werden Proteinstrukturen verändert, die Zellkommunikation zwischen den Zellen gestört und das Erbgut geschädigt. Schwermetalle tragen damit zur Entstehung von chronische Krankheiten bei und sollten gemieden werden.Leiden Sie nun unter einer Schwermetallvergiftung? Machen Sie einen Schwermetall-Test und ermitteln Sie Ihre persönliche Belastung.

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    Quellen

    2 Kommentare

    • Suna

      Hallo MM,

      vielen Dank für deinen Kommentar, dieser hat uns veranlasst das Thema noch einmal genauer zu untersuchen. Wie zuvor hat unsere Recherche leider keine eindeutigen Ergebnisse zu diesem Thema geliefert. Es gibt wohl einige Impfstoffe, die Schwermetalle enthalten, aber auch einige, die es nicht mehr tun. Daher empfehlen wir in diesem Fall immer Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten. Lesen Sie sich durch welche Inhaltsstoffe in der Impfung enthalten sind und fragen Sie gezielt bei Ihrem Arzt nach.

      Freundliche Grüße

      Ihr cerascreen Team

    • MM

      Auch Impfungen enthalten Quecksilber! Wieso wird das nicht aufgelistet?

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