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Depression – Zusammenspiel von Psyche und Körper

Psyche und Körper lassen sich nicht einfach trennen – das ist Wissenschaftlern schon lange klar. Psychische Erkrankungen wie Depressionen haben ihre Ursachen unter anderem in körperlichen Vorgängen wie der Chemie des Gehirns und dem Zusammenspiel von Hormonen, und auch Nährstoffe wie Vitamine scheinen eine Rolle zu spielen.

Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche gibt es in beide Richtungen. Einerseits können sich Depressionen durch körperliche Symptome äußern, durch Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel und Gewichtsverlust. Oft schlagen sie auch auf den Magen und führen zu Verdauungsproblemen, Blähungen und Bauchschmerzen. Auf der anderen Seite liegen auch die Ursachen für Depressionen zum Teil im Körper: Nährstoffmängel und Hormonschwankungen können die Psyche beeinträchtigten.

Was Depressionen wahrscheinlicher macht

Forscher haben sich in den letzten Jahren mit den Zusammenhängen zwischen Depressionen und einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel befasst. Das Sonnenvitamin ist unter anderem bei der Produktion des Glückshormons Serotonin beteiligt. Menschen mit Depression zeigten in einigen Untersuchungen auffällig niedrige Vitamin-D-Werte, in anderen Studien hing ein Vitamin-D-Mangel mit niedergeschlagener Stimmung zusammen. Gerade laufen Forschungen dazu, ob Vitamin-D-Supplemente die Beschwerden einer Depression lindern können.

Auch ein Mangel an Vitamin B12 wurde häufig bei Menschen mit Depressionen festgestellt. Vitamin B12 ist an der Blutbildung beteiligt, es trägt maßgeblich zum Schutz von Nervenzellen bei und ist deswegen essentiell für die Gesundheit des Gehirns.

Cortisol wird nicht umsonst als Stresshormon bezeichnet. In Gefahrsituationen schütten wir es aus, damit der Körper mit extremen Belastungen zurechtkommt. Leiden wir im Alltag unter chronischem Stress, kann das aber dazu führen, dass der Cortisolspiegel durcheinandergerät. Die Folge ist häufig: Burnout und Depression.

Auch andere Hormone hängen mit Depressionen zusammen. So äußert sich ein Testosteron-Mangel häufig durch depressive Verstimmungen. Beim Glückshormon Serotonin wiederum sind die Wissenschaftler noch uneins: Zwar fällt der Serotoninspiegel bei Menschen mit Depressionen zu niedrig aus. Viele Experten glauben jedoch, dass das eher ein Symptom als eine Ursache der Depression ist.

Gibt es einen Depressionstest?

Eine Depression lässt sich natürlich nicht mit einem einfachen Test feststellen – dazu brauchen Sie einen Psychotherapeuten oder psychiatrischen Facharzt, der ein ausführliches Anamnese-Gespräch mit Ihnen führt. Es gibt aber einige Parameter, die, zusammen mit der Dauer und Häufigkeit von Symptomen wie Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und dem Kreisen negativer Gedanken, ein erster Hinweis auf eine Depression sein können. Dazu gehören die erwähnten Vitamine D und B12 und die Hormone Testosteron und Cortisol. Die Versorgung mit diesen Vitaminen und Hormonen können Sie mit den Selbsttests von cerascreen bestimmen. Dazu entnehmen Sie zuhause jeweils eine kleine Blut- oder Speichelprobe, die dann von einem Fachlabor ausgewertet wird.

Bei leichter Niedergeschlagenheit und Stimmungsschwankungen helfen manchmal schon kleine Veränderungen im Alltag: mehr Bewegung und Achtsamkeit, Stressreduktion und Entspannung. Leiden Sie aber unter einer tatsächlichen klinischen Depression, sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Weisen Ihre Werte auf eine Depression hin, lassen Sie die Erkrankung ärztlich abklären. Ein Hausarzt kann hier zum Beispiel die erste Anlaufstelle sein und an einen Psychotherapeuten oder Facharzt für Psychiatrie vermitteln.