Warum auf Pollenallergie testen?
Immer mehr Menschen leiden jedes Jahr zur Pollensaison unter Niesen, Schnupfen und geröteten Augen. Eine Pollenallergie ist nicht nur lästig, sondern kann extrem fordernd sein und das Wohlbefinden wochenlang schmälern. Dazu kommt, dass es oft schwer ist, den Pollen aus dem Weg zu gehen.
Musst du also die Pollensaison einfach durchstehen und die Beschwerden ertragen? Nein! Davon raten Fachleute sogar ab. Denn wenn du dich deinen Allergien ständig aussetzt, kann das die Allergie auf Dauer verstärken und sogar das Risiko von Asthma erhöhen.
Daher ist es empfehlenswert, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um mit möglichst wenigen Pollen, die bei dir Allergien verursachen, in Kontakt zu treten.
Um zu erfahren, welche Gräser-, Kräuter- oder Blütenpollen deine Beschwerden verursachen, ist ein Bluttest auf IgE-Antikörper ein sinnvoller erster Schritt. Das hilft dir dabei, dich vor den Auslösern einer möglichen Allergie zu schützen.
Wer sollte den Test machen?
Ein Pollenallergie Test kann für alle Personen sinnvoll sein, die im Frühjahr oder Sommer typische Allergiesymptome zeigen wie Niesen, verstopfte Nase und juckende Augen.
Immer mehr Menschen sind davon betroffen. Insgesamt leiden rund 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland im Laufe ihres Lebens an einer Pollenallergie. In einigen Fällen entsteht eine Pollenallergie auch erst im Laufe des Lebens, oft erst im Erwachsenenalter.
Wie funktioniert der Test?
Für den Pollenallergie Test entnimmst du dir mit einer Lanzette eine kleine Blutprobe aus deiner Fingerspitze. Dafür sind nur wenige Tropfen Blut nötig. Die Tropfen gibst du auf eine Trockenblutkarte – so musst du wirklich nur sehr wenig Blut entnehmen und die Probe ist lange haltbar.
Die Probe wird per Rücksendeumschlag kostenfrei an ein medizinisches Fachlabor geschickt. Das Labor analysiert, wie hoch die Anzahl von IgE-Antikörpern gegen bestimmte Gräser-, Kräuter- und Blütenpollen ist. Nach der Auswertung bekommst du eine Benachrichtigung und kannst über den Online-Kundenbereich oder die mein cerascreen® App auf den Ergebnisbericht zugreifen.
Wie bei IgE-Analysen im Labor üblich gilt, dass du die aussagekräftigsten Ergebnisse erhältst, wenn du denAllergenen in den letzten zwei bis drei Wochen ausgesetzt warst. In vielen Fällen können Antikörper aber auch ohne diese vorherige Aussetzung festgestellt werden.
Wenn die Analyse im Labor abgeschlossen ist, erhältst du deinen Ergebnisbericht online – über die my.cerascreen®-App oder dein Benutzerkonto auf unserer Website.
So läuft der Test ab:
1. Du bestellst das Testkit und es wird zu dir nach Hause geliefert.
2. Die Probe entnimmst du zwischen Sonntag und Dienstag. So können wir am besten die Stabilität der Blutprobe beim Transport gewährleisten.
3. Zuerst aktivierst du deinen Test, indem du dich bei my.cerascreen.de einloggst, die 6-stellige Test-ID eingibst und den Anweisungen folgst.
4. Du packst nun alle Bestandteile des Testkits aus und legst sie dir zurecht.
5. Damit das Blut besser in den Finger fließt, wäschst du dir deine Hände mit warmem Wasser und lässt deinen Arm mehrmals mit Schwung kreisen.
6. Suche dir einen Finger aus, den du piksen möchtest. Dann desinfizierst du die Fingerkuppe mit dem Alkoholtupfer und lässt sie 15 Sekunden lang trocknen.
7. Pikse dich mit der Lanzette und gib den ersten Tropfen Blut auf den Tupfer.
8. Jetzt kannst du Blut auf die markierten Stellen der Trockeblutkarte tropfen lassen, bis vier Kreise gefüllt sind. Die Einstichstelle kannst du dann mit Tupfer und Pflaster versorgen.
9. Anschließend lässt du die Karte für mindestens 2 bis 3 Stunden bei Raumtemperatur trocknen.
10. Jetzt musst du nur noch die Trockenblutkarte in den Rücksendeumschlag geben und in einen Briefkasten werfen oder in einer Postfiliale abgeben.
Die genaue, bebilderte Gebrauchsanweisung findest du hier.
Was ist im Testkit enthalten?
Das Testkit enthält die folgenden Bestandteile:
Trockenblutkarte – fängt deine Bluttropfen auf; für lange Haltbarkeit und sicheren Transport
2 Lanzetten – für einen kleinen Piks in den Finger
2 Pflaster, Tupfer, Alkoholtupfer – alles, was für die Vor- und Nachsorge wichtig ist
Test-ID-Karte mit Aufkleber – so kann deine Probe später zugeordnet werden
Reißfeste Versandtasche – für den sicheren, kostenlosen Rückversand zum Labor
Schritt-für-Schritt-Anleitung – bebildert und leicht verständlich
Was ist die ELISA-Labormethode?
ELISA steht für Enzyme-linked Immunosorbent Assay. Es ist eine Methode, mit der wir im Labor nachweisen können, ob sich bestimmte Stoffe, wie z.B. Antikörper, Hormone oder Proteine, in deiner Probe befinden.
Stell dir vor, wir nutzen spezielle "Fänger" (Antikörper), die das gesuchte Molekül erkennen und sich daran binden. Antikörper sind Teil des Immunsystems und binden an Stoffe, die der Körper als fremd erkennt. Dieses Prinzip verwenden Diagnostikhersteller, um Antikörper gegen analysierenden Stoff im Labor zu entwickeln. Die "Fänger" sind an ein Enzym gekoppelt. Wenn der gesuchte Stoff in der Probe vorhanden ist, binden die Antikörper daran, und das Enzym löst eine Reaktion aus, die wir messen können. So können wir feststellen, ob und wie viel von dem Stoff in deiner Probe vorhanden ist. ELISA ist eine vielseitige Methode, die wir für viele verschiedene Tests einsetzen, z.B. um Allergien, Infektionen oder bestimmte Hormone zu bestimmen.
Wie lange dauert die Analyse im Labor?
Wenn deine Probe im Labor angekommen ist, wird sie dort von Fachkräfte analysiert. Wie lange die Analyse dauert, hängt von den genauem Messverfahren und den Abläufen im Labor ab.
Wird die Probe an den korrekten Tagen (Sonntag bis Dienstag) abgeschickt, erleichtert das dem Labor, die Zeiten einzuhalten.
Für den Pollenallergie Test ist die Laboranalye in der Regel innerhalb von 7 Werktagen nach Probeneingang im Labor abgeschlossen.
Was sagt mir das Ergebnis?
Der Ergebnisbericht zum Pollenallergie Test zeigt auf, für welche der untersuchten Pollen sich größere Mengen IgE-Antikörper im Blut befinden.
Eine Tabelle führt auf, wie stark du gegen 19 unterschiedlichen Allergene sensibilisiert bist, also ob sich jeweils zu viele der IgE-Antikörper im Blut befinden, die auf die jeweiligen Pollen reagieren. Diese Sensibilisierung steht für das Potential deines Immunsystems, mit allergischen Reaktionen auf Pollen zu reagieren. Sie ist ein Hinweis auf eine mögliche Allergie.
Eine erhöhte Zahl von Antikörpern ist ein erster Hinweis auf eine mögliche Pollenallergie. Für eine endgültige Diagnose sprich mit einer Ärztin oder einem Arztmit Erfahrung in der Allergiediagnostik.
Welche Empfehlungen erhalte ich?
Erhöhte IgE-Werte sind ein Anzeichen für eine Allergie, aber für sich genommen noch keine Diagnose. Es kann auch vorkommen, dass erhöhte IgE-Werte nicht mit Beschwerden einhergehen und völlig unproblematisch sind. Du kannst die Ergebnisse als ersten Anhaltspunkt nutzen, um deine Beschwerden im Alltag genauer zu beobachten oder ein weiteres Vorgehen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu besprechen.
Eine gesicherte Diagnose einer Allergie können nur Ärztinnen und Ärzte geben, die dabei zusätzlich zu den Testergebnissen noch eine Anamnese deiner Symptome mit aufnehmen.
Der Ergebnisbericht gibt Hinweise, zu welchen Zeiten welche Arten von Pollen fliegen und wie du verschiedene Bäume und Gräser erkennst, die Allergien verursachen. Außerdem erfährst du, wie du mit Alltagsmaßnahmen, Hausmitteln und einem gesunden Darm deine Beschwerden während der Pollenflugsaison reduzieren kannst.
Welche Daten müssen erhoben und gespeichert werden?
Aus verfahrenstechnischen Gründen werden im Labor noch weitere IgE-Antikörper analysiert. Hierzu zählen Antikörper gegen verschiedene Schimmelpilze, Latex, Küchenschabe, Hundeschuppen, Pferdeschuppen, Katzenepithelien, Hausstaubmilben, Pflaumenmilben und Mehlmilben. Diese Daten werden pseudonymisiert im Labor gespeichert, es findet aber keine Auswertung dazu statt. Weitere Informationen dazu findest du auf der Datenschutzseite.
Auf welche Pollen wird getestet?
Der cerascreen® Pollenallergie Test misst die Konzentration von IgE-Antikörpern gegen 19 verschiedene Arten von Pollen:
- Ambrosie
- Beifuß
- Spitzwegerich
- Gänsefuß
- Salzkraut
- Glaskraut (Parietaria officinalis)
- Glaskraut (Parietaria judaica)
- Erle
- Birke
- Haselnuss
- Olive
- Platane
- Zypresse
- Hundszahngras
- Knäuelgras
- Weidelgras
- Wiesenlieschgras
- Wiesenrispengras
- Roggen
Was sind IgE-Antikörper
Bei einer Allergie kommt es zu einer Fehlsteuerung deiner Abwehrkräfte. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Immunglobuline E (IgE), spezifische Antikörper deines Immunsystems. Spezifisch bedeutet, dass jeweils eine Art von IgE-Antikörper auf die Abwehr ganz bestimmter Fremdkörper spezialisiert ist.
Bei einer Allergie kommen solche spezifische IgE-Antikörper im Körper zu häufig vor. Sie lösen eine Fehlsteuerung des Immunsystems aus, wenn sie auf harmlose Eiweiße etwa aus Lebensmitteln, Tierhaaren oder eben Pollen treffen. Daraufhin schütten die Mastzellen, eine Art Immunzelle, den Botenstoff Histamin aus. Das Histamin verursacht dann Entzündungen, die wiederum zu den typischen Allergie-Symptomen führen.
Welche Symptome habe ich bei Pollenallergie?
Eine Pollenallergie ist eine Allergie des Sofort-Typs. Die Beschwerden treten dabei also sofort oder kurz nach dem Aufeinandertreffen mit den Pollen auf.
Typische Symptome einer Pollenallergie sind:
- laufende oder verstopfte Nase, Nasenjucken und Niesreiz
- juckende und gerötete Augen - Halskratzen, Atembeschwerden bis hin zum allergischen Asthma
- Hautausschläge
- Kopfschmerzen und Müdigkeit
Vor allem ständiges Niesen und Konzentrationsschwierigkeiten, die durch die Pollenallergie entstehen können, könnenauch die Fahrtüchtigkeit einschränken und das Risiko von Unfällen im Straßenverkehr erhöhen.
Welche Folgen kann eine Pollenallergie haben?
Eine unbehandelte Pollenallergie ist nicht nur äußert unangenehm im Alltag. Sie kann auch mit einer Reihe von Folgeerscheinungen einhergehen.
Sind wegen des Heuschnupfens die Schleimhäute ständig gereizt, lässt das die Schleimhäute empfindlicher auf Reize von außen reagieren und erhöht das Risiko für eine Nasennebenhöhlenentzündung.
Außerdem kann es zu einem sogenannten “Etagenwechsel” der Allergie kommen. Damit ist gemeint, dass die Allergie in die unteren Atemwege wandert und dort ein allergisches Asthma verursacht.
Durch eine Pollenallergie können auch Kreuzallergien vor allem mit Lebensmitteln entstehen.
Welche Kreuzallergien gibt es?
Bei einer Pollenallergie leitet das Immunsystem Abwehrreaktionen gegen Eiweiße ein, die in den Pollen stecken. Diese Eiweiße ähneln in ihrer Struktur aber teilweise Proteinen in bestimmten Lebensmitteln. Es kann deswegen passieren, dass dein Körper seine allergischen Reaktionen auf diese ähnlich aufgebauten Eiweiße ausweitet: eine Kreuzallergie entsteht.
Am bekanntesten ist die Wechselwirkung zwischen Birkenpollen und Obst, oft ist deswegen auch vom “Birken-Obst-Syndrom” die Rede.
Hier haben wir einige typische Kreuzallergien aufgeführt. Menschen, die auf die folgenden Pollen reagieren, haben in einigen Fällen unter anderem Kreuzreaktionen auf die genannten Lebensmittel.
- Birkenpollen: Haselnuss, Apfel und andere Nuss- und Obstsorten
- Beifußpollen und andere Gräser: Sellerie, Senf, Zwiebeln, Gewürze, weitere Obst- und Gemüsesorten
- Ambrosiapollen: Melone, Banane, Zucchini, Gurke
Was tue ich bei Pollenallergie?
Leidest du unter einer Pollenallergie, ist es in der Regel deutlich schwieriger, den Allergenen aus dem Weg zu gehen, als zum Beispiel bei einer Allergie gegen Nahrungsmittel oder Tierhaare.
Doch es lohnt sich, die Menge der Pollen, auf die du triffst, zu reduzieren. Mit diesen Tipps kann das im Alltag gelingen:
- Pollengitter vor die Fenster und spezielle Masken für draußen besorgen regelmäßig feucht wischen
- Kleidung beim Betreten des Hauses wechseln und nicht ins Schlafzimmer legen
- vor dem Zubettgehen die Haare waschen
- zur richtigen Zeit stoßlüften, bei Allergie gegen Gräserpollen z.B. morgens, bei Beifußallergie eher abends
In einer Studie erwies sich Schwarzkümmelöl als wirksames Hausmittel. Es konnte, von außen aufgetragen, Entzündungen an der Nasenschleimhaut lindern.
Zudem lieferten Studien Hinweise darauf, dass Zusammenhänge zwischen Pollenallergie und der Darmgesundheit bestehen. Möglicherweise kann es sich also lohnen, deine Darmflora zu stärken, etwa mit einer ballaststoffreichen Ernährung oder der Einnahme von Prä- und Probiotika.
Gibt es Medikamente gegen Pollenallergie?
Um deine Symptome vorübergehend abzuschwächen, kannst du auch zu Medikamenten greifen. Die gängigsten sind:
Antihistaminika: Diese Tabletten wirken der Ausschüttung von Histamin im Körper entgegen. Sie reduzieren dadurch Entzündungen und lindern allergische Beschwerden.
Nasensprays und Nasentropfen: Diese Präparate enthalten als Wirkstoff meist Alpha-Sympathomimetika, die Schleimhäute abschwellen lassen, oder Cortison, das entzündungshemmend wirkt.
Diese Medikamente behandeln aber nur die Symptome und nicht die Allergie selbst. Sie sollten nicht langfristig eingenommen werden.
Warum dürfen Kinder unter 18 Jahren den Test nicht durchführen?
Unsere Tests sind nicht für minderjährige Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet. Unter 18-Jährige können die Tests nicht online aktivieren und somit auch kein Testergebnis erhalten. Wir bitten dich darum, die Tests auch nicht an deinen Kindern durchzuführen.
Kinder und Jugendliche brauchen eine viel engere Betreuung und Beratung, was medizinische Tests und deren Interpretation angeht. Die Testdurchführung mit Lanzetten und Chemikalien ist nicht ohne Risiko und müsste von Erziehungsberechtigten eng betreut werden. Dazu kommt, dass die Referenzwerte, die wir für die Messwerte angegeben, immer auf Daten von Erwachsenen beruhen. Bei Kindern wäre das Risiko sehr hoch, dass die Ergebnisse falsch interpretiert werden.
Wir wollen unserer Verantwortung als Anbieter von Medizinprodukten nachkommen und sichergehen, dass Kinder und Jugendliche nicht durch für sie schwer interpretierbare Messergebnisse verunsichert werden. Da wir nicht kontrollieren können, ob die Erziehungsberechtigten der Minderjährigen tatsächlich der Testdurchführung zustimmen und sie beaufsichtigen, schließen wir die Tests für unter 18-Jährige ganz aus.
Wenn du unter 18 bist und einen Test gekauft hast, wende dich bitte an unseren Kundensupport.
Was kann ich mit cerascreen noch testen?
In unserem Shop findest du eine große Auswahl von Tests, mit denen du Problemen auf den Grund gehen, deine Nährstoffzufuhr optimieren, für später vorbeugen oder einfach nur sichergehen kannst. So bist du in allen Lebensphasen gewappnet und lernst deinen Körper immer besser kennen.
Hier findest du die Tests in den verschiedenen Testverfahren-Kategorien:
- Bluttests, zum Beispiel auf Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren, auf Allergien und Werte rund um Schilddrüse, Blutzucker und Cholesterin
- Speicheltests, vor allem auf Hormone wie Cortisol, freies Östrogen und freies Testosteron
- Urintests, zum Beispiel auf Schwermetallbelastung und das Spurenelement Jod
- Stuhltests, zum Beispiel auf die Zusammensetzung der Darmbakterien, Darmpilze, Entzündungswerte sowie Darmparasiten
- DNA-Tests, mit denen du deine verschiedene genetische Veranlagungen untersuchen kannst, zum Beispiel für Übergewicht und Nährstoffbedarf
Informationen zum Datenschutz
Umgang mit Reste der Proben nach der Testdurchführung: Deine Proben – egal ob Blut, Speichel, Stuhl oder Urin – werden mit größter Sorgfalt und unter strengen Datenschutzauflagen behandelt. Unsere Laborverfahren sind sogenannte zerstörende Analyseverfahren. Das bedeutet, dass das Probenmaterial während der Analyse größtenteils verbraucht wird. Sollten dennoch Reste der Probe übrig bleiben, werden sie nach der Analyse gemäß den geltenden Vorschriften zerstört. Dies gilt auch für eventuelle DNA-Reste, die bei unseren spezifischen DNA-Tests nach der Replikation und Analyse ebenfalls vernichtet werden. Die Labore sind verpflichtet, Reste von Proben, die nicht ausgewertet werden konnten, maximal 30 Tage aufzubewahren, bevor auch diese entsorgt werden. 90 % unsere Test werden innerhalb von Deutschland analysiert. Ein kleiner Teil in Polen und damit innerhalb der strengen Auflagen, die in der EU gelten.
Datenfluss und Datenspeicherung: Deine Daten sind bei uns sind weiterhin dein Kundeneigentum. Jede Probe erhält einen individuellen Code, deine Test-ID. Die Labore erhalten ausschließlich diesen Code und deine ansonsten nicht weiter gekennzeichnete Probe und haben keine Möglichkeit, Rückschlüsse auf deine Person zu ziehen. Deine Ergebnisse werden werden gebunden an diesen Code in unsere Datenbank geladen. Der Schlüssel zu diesen Daten liegt dann ausschließlich in deinem persönlichen Benutzerkonto. Ausgenommen hiervon sind meldepflichtige Tests wie Corona-Tests und bestimmte Parameter des STI- und Darmparasiten-Tests. Nach dem Infektionsschutzgesetzt müssen positive Befunde solcher Tests umgehend an die Behörden weitergeleitet werden. Bei diesen Produkte musst du vor der Laboranalyse der möglichen Weiterleitung aktiv zustimmen. Erfolgt diese Zustimmung nicht, wird eine Auswertung technisch gesperrt und die Probe von uns vor der Analyse zurückgewiesen.
Datenschutz und Verschlüsselung: Der Zugriff auf deine Daten ist mehrfach verschlüsselt und nach dem Stand der Technik zugriffsgeschützt. Das betrifft auch den Versand der Daten zwischen den Laboren, uns und dir. Jeder Zugriff auf oder jede Manipulation der Daten wird innerhalb unseres Systems dokumentiert. Dies gilt natürlich auch für einen technischen Zugriff durch unsere Mitarbeitenden. Wir arbeiten ausschließlich mit behördlich akkreditierten Partnerlaboren zusammen, mit denen wir umfassende Qualitätssicherungs- und Datenverarbeitungsverträge geschlossen haben. Unsere technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM) werden zudem jährlich von einem externen Datenschutzbeauftragten geprüft.
Weitergabe an Dritte: Du kannst während der Testaktivierung entscheiden, ob wir deine Daten anonymisiert für Forschungszwecke nutzen dürfen. Deine anonymisierten Daten können dann für die Forschungen verwendet werden, jedoch niemals in einer Form, die Rückschlüsse auf deine Person zulässt. Die Analysedaten und Ergebnisse deines Tests liegen verschlüsselt auf unseren Servern vor, bis du eine Löschung anforderst. Unsere Serverstruktur wird von Salesforce/Heroku bereitgestellt, die Server befinden sich innerhalb der EU (Frankfurt am Main). Gemäß dem EU/US Data Privacy Framework und unserem AV-Vertrag verbleiben deine Daten stets innerhalb der EU. Salesforce/Heroku selbst hat keinen Zugriff auf deine unverschlüsselten Daten, da diese von uns innerhalb der Datenbank zusätzlich verschlüsselt werden.
Datenlöschung: Du hast jederzeit das Recht, die Löschung deiner Daten einzufordern. Eine solche Anfrage führt zur unwiderruflichen und vollständigen Löschung deiner Daten, die dann nicht wiederhergestellt werden können. Die physischen Probenreste werden, wie oben erwähnt, nach erfolgreicher Analyse durch das Labor entsorgt.
Warum hat der Test ein Verfallsdatum?
Die cerascreen-Testkits sind CE-gekennzeichnete Medizinprodukte, in denen wiederum andere Medizinprodukte enthalten sind, zum Beispiel bei einem Bluttest die Lanzetten, Pflaster und Alkoholtupfer.
Die meisten Medizinprodukte haben ein Verfallsdatum. So soll gewährleistet werden, dass die Produkte sicher und wirksam bleiben.Viele unserer Probenträger – wie die Trockenblutkarten oder Probenröhrchen – sind chemisch behandelt und gewährleisten so, dass ihre Probe unverändert in unserem Labor analysiert werden kann. Diese Vorbehandlung kann durch Zeit und Umwelteinflüsse beeinflusst werden.
Unsere sterilen Einmal-Lanzetten sind mit einem Verfallsdatum versehen, um zu garantieren, dass die Sterilität und somit die Sicherheit bei der Anwendung bis zu diesem Zeitpunkt gewährleistet sind
Bitte nutze keine Testkits, die abgelaufen sind. Wenn du cerascreen-Tests zuhause hast, die das Verfallsdatum überschreiten, wende dich bitte an unseren Kundensupport.