Cortisol


Das Zusammenspiel von Stress und Hormonen

Cortisol Cortison Fakten WissenDas Stresshormon Cortisol hat tagtäglich einen Einfluss auf Ihren Alltag, ohne dass Sie es merken. In jeder stressigen Situation wird von Ihrem Körper das Hormon Cortisol ausgeschüttet, um eine Vielzahl von Mechanismen zu aktivieren. Unsere Vorfahren in der Steinzeit haben sich diese Mechanismen zu Nutze gemacht. Denn auch sie waren Stresssituationen ausgesetzt, die im Vergleich zur heutigen Zeit allerdings von anderer Natur waren. Beim Jagen von Raubtieren standen sie vor der Entscheidung Fight or Flight, also zu kämpfen oder zu jagen, um schlichtweg ihr Überleben zu sichern. Sinnbildlich gesehen stand Stress für das Überleben jedes Einzelnen. Auch wenn die Begegnung unserer Vorfahren mit Stress eine ganz andere war, kennt jeder Stress und flächendeckend hat jeder schon mal eine stressige Phase im Leben durchgestanden. Laut der Stress-Studie der Techniker Krankenkasse behaupten sechs von zehn Menschen, dass sie sich in ihrem Alltag gestresst fühlen. Doch was passiert genau in Ihrem Körper und welche gesundheitlichen Folgen resultieren aus Stress, vor allem dann, wenn er fortlaufend in unserem Leben Raum einnimmt?

Wenn Sie sich in einer stressigen Situation befinden, ist nicht nur Ihre Psyche allein betroffen. Es tritt ein Zusammenspiel mit vielen Stoffwechselvorgängen in Ihrem Körper ein, die durch das Stresshormon Cortisol hervorgerufen werden. Allerdings kann übermäßiger Stress Ihre Gesundheit stark beeinflussen, sodass diese Thematik mehr Bedeutung gewinnen muss.

Warum Cortisol ein Mitspieler von Stress ist, wie Sie den gesundheitlichen Folgen von Stress entgegenwirken können und wie wichtig ein ausgeglichener Cortisol-Spiegel in Ihrem stressigen Alltag ist, erfahren Sie in diesem Artikel!

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Cortisol

Was ist Cortisol?

Das Stresshormon Cortisol ist ein sogenanntes Steroidhormon und gehört der Gruppe der Glukokortikoide an. Sobald der Körper Stress empfindet, wird vermehrt Cortisol ausgeschüttet. Gebildet wird Cortisol in der Nebennierenrinde und besitzt eine große Bandbreite an Funktionen im Körper. Dazu gehören unter anderem die Beteiligung an der Regulation des Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fetthaushaltes, des Blutdrucks und Blutzuckers. Ebenso spielt es im Immunsystem eine wichtige Rolle [1].

Was sind Glukokortikoide?

Bei Glukokortikoiden handelt es sich um Steroidhormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden - vorwiegend aus Cholesterin. Zu ihren wichtigsten Vertretern zählen Cortisol und Cortison. Sie sind maßgeblich an der Erhöhung des Blutzuckerspiegels, der Immunantwort, der Proteinsynthese und der Umwandlung von Glukose in Glykogen beteiligt [2].

Was ist Cortison?

Cortison oder auch Kortison ist nicht gleich Cortisol. Es ist die Vorstufe von Cortisol und beschreibt seine sogenannte biochemisch inaktive Form [3, 4]. Somit besitzt das körpereigene Cortison keine wirksame Funktion im menschlichen Organismus. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird aber beiden chemischen Verbindungen die gleiche Bedeutung zuteil, wodurch es zu Verwechslungen kommt.

Cortison Cortisol Kortisol Vergleich Synthetisch Körpereigen

In der Pharmaindustrie hat Cortison an Beliebtheit gewonnen, indem es künstlich hergestellt wird und unter anderem in Salben zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Neurodermitis vorzufinden ist. In der therapeutischen Anwendung wird vor allem auf Präparate mit der Verbindung Cortisonacetat zurückgegriffen. Im Körper wird Cortisonacetat dann in die aktive Form Cortisol umgewandelt.

Wie wirkt Cortison im Körper?

Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung von Cortisol im Körper wird Cortison zur Behandlung zahlreicher Krankheiten genutzt. Daher findet dieses Arzneimittel meist Anwendung, wenn die genaue Ursache einer Krankheit nicht geklärt worden ist, um Entzündungsvorgänge beim Patienten abzuschwächen.

Vorwiegend wird Cortison bei Krankheiten mit Entzündungsneigung wie Rheuma, Arthritis, Asthma, Hauterkrankungen und Bronchitis eingesetzt. Dargereicht wird es in vielerlei Formen wie Salben, Nasensprays und Spritzen.

Was sind die Nebenwirkungen von Cortison?

Sobald Cortison in Ihren Stoffwechsel gelangt, wird es in Cortisol umgewandelt. Jedoch kann es dazu kommen, dass sich im Körper dann mehr Cortisol befindet als nötig. Dieser Überschuss an Cortisol geht mit zahlreichen Nebenwirkungen einher. Dazu zählen unter anderem höhere Infektanfälligkeit, Überzuckerung, Bluthochdruck, verminderte Wundheilung und grüner Star. Einer Studie zufolge soll es bei Kindern auch zu Wachstumsstörungen kommen [5]. Die Art und Intensität der Nebenwirkungen hängt von der jeweiligen Darreichungsform und der Dosis ab. Cortisonsalben und -spritzen wirken nur lokal, während Cortisontabletten im gesamten Körper wirken [6].

Gut zu wissen:

Um künftig Verwirrungen zu meiden, sollten Sie wissen, dass Cortison in Medikamenten unter dem Namen Hydrocortison anzutreffen ist.
Hydrocortison wird von Medizinern verwendet, um Hauterkrankungen und Gelenkentzündungen zu therapieren.

Wo wird Cortisol gebildet? Eine biochemische Erklärung

Die Bildung von Cortisol findet in einer der drei Zonen in der Nebennierenrinde statt, der sogenannten Zona fasciculata. Mittels des Hormons ACTH (adrenocorticotropes Hormon) wird dieser Vorgang aktiviert. Zur Bildung aller Glukokortikoide dient Cholesterin als Ausgangsverbindung. Zunächst wird das Cholesterin in Pregnenolon umgewandelt. Anschließend entstehen aus dieser chemischen Verbindung entweder Progesteron oder 17-Alpha-Hydroxypregnenolone. Letztendlich wird aus jenen das Stresshormon Cortisol gebildet [7].

Die Nebennierenrinde
Die Nebennieren liegen wie Kappen auf den Nieren, wiegen knapp 5 Gramm und sind für die Produktion von Hormonen zuständig. Sie setzen sich zusammen aus der Nebennierenrinde und dem Nebennierenmark.
Die Nebennierenrinde lässt sich in drei Zonen gliedern [8]:

- Zona glomerulosa: Bildung von Aldosteron zur Blutdruckregulierung

- Zona fasciculata: Bildung aller Glukokortikoide

- Zona reticularis: Bildung von männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen

Ein kleiner Überblick: Die Nebennierenrinde ist in drei Zonen gegliedert. Cortisol gilt als wichtigster Vertreter der Glukokortikoide, welche in der Zona fasciculata synthetisiert werden. Damit dieser Vorgang in Gang gesetzt werden kann, wird Cholesterin und das Peptidhormon Adrenocorticotropes Hormon (ACTH) benötigt. ACTH wird von der Hypophyse abgegeben und aktiviert die Bildung der Glukokortikoide in der Nebennierenrinde. Sobald Sie sich in einer stressigen Situation befinden, wird ACTH freigesetzt und die genannten Reaktionen setzen sich alle in Gang [7].

In der Nebennierenrinde, genauer in der Zona fasciculata, wird Cholesterin in den Mitochondrien durch ein Enzym der Klasse Cytochrom P450 in Pregnenolon umgewandelt. Im endoplasmatischen Retikulum findet eine weitere Umwandlung in Progesteron oder 17-Alpha-Hydroxypregnenolon statt. In einer letzten enzymatischen Reaktion entsteht das Stresshormon Cortisol, welches anschließend seinen zahlreichen Aufgaben im Körper nachgeht. Jedoch kann dieser Ablauf beeinträchtigt sein, wenn Störungen oder Erkrankungen in der Nebennierenrinde vorhanden sind [7].

Was sind Mitochondrien, endoplasmatisches Retikulum und Enzyme?
Mitochondrien: Mitochondrien sind sozusagen die Kraftwerke der Zellen. Sie produzieren den universellen Energieträger Adenosintriphosphat (ATP), ohne welchen kaum ein Stoffwechselvorgang im Körper ablaufen könnte.

Endoplasmatisches Retikulum: Das endoplasmatische Retikulum ist ein Zellbestandteil zur Bildung und zumTransport von Proteinen.

Enzyme: Enzyme sind Proteine, die der Körper benötigt, um Stoffwechselvorgänge aktiveren zu können.

Welche Aufgaben hat Cortisol in unserem Körper

Cortisol hält uns wach und aufmerksam. Die Funktion von Cortisol verteilt sich jedoch über ein weites Spektrum an Aufgaben in Stoffwechselvorgängen, an denen es stark beteiligt ist:

  • Regulierung des Kohlenhydrat-, Eiweiß-, Fettstoffwechsels [8]
  • Erhöhung des Blutzuckerspiegels durch Umwandlung von Aminosäuren in Glukose [8]
  • Hemmung von Entzündungen durch Reduzierung von Entzündungsfaktoren [8]
  • Unterdrückung des Immunsystems durch verminderte Bildung von Antikörpern [8]
  • Energiebereitstellung [1]
  • Freisetzung von Insulin [1]

Cortisol übernimmt für den Körper überlebenswichtige Funktionen. Es ist beteiligt an physiologischen Prozessen, wie beispielsweise dem Energiestoffwechsel, die Aufrechterhaltung des Mineralstoffhaushalts und des Blutdrucks, der Immunabwehr, die Verarbeitung von Stress, die Zellteilung und die Gedächtnisregulation und Gehirnfunktion [9].

Cortisol und seine Rolle im Kohlenhydrat-Stoffwechsel

Cortisol hat besonders viel Gewicht in der Kohlenhydratbereitstellung aufgrund einer überlebensnotwendigen Funktion. Durch die Freisetzung von Zucker in Form von Glukose sorgt Cortisol nachts für eine Blutzuckererhöhung, damit dem Körper - mit dem Ausbleiben der Nahrungszufuhr zwischen Abendessen und Frühstück - ausreichend Energie zur Verfügung steht. Würde beim Menschen keine Bildung von Cortisol im Körper ablaufen, käme es zu nächtlichen Unterzuckerungen, die im schlimmsten Fall zum Koma führen können [8].

Cortisol und seine Rolle im Protein-Stoffwechsel

Zudem wird vermehrt der Protein- und Fettabbau durch Cortisol angeregt, um Energie bereitzustellen. Somit wirkt Cortisol abbauend (katabol), da sowohl Fettgewebe als auch Muskulatur abgebaut werden [7].

Cortisol und das Immunsystem

Weiterhin hat das Hormon Cortisol Einfluss auf das Immunsystem. In hohen Dosen wirkt Cortisol immunsuppressiv. Das heißt, dass das Immunsystem und somit die Immunabwehr eingeschränkt werden. Es findet eine geringe Produktion von T-Helferzellen und B-Lymphozyten statt, die Fremdkörper im Organismus eliminieren. Aufgrund der verminderten Leistung der Immunabwehr steigt die Infektanfälligkeit [8].

In der Medizin hingegen findet dieser an sich negative Effekt nützliche Wirkung. So finden synthetisch hergestellte Glukokortikoide wie Prednison Anwendung bei Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem körpereigenes, gesundes Gewebe angreift. Durch die immunsuppressive Wirkung wird das Immunsystem in seiner Aktivität heruntergefahren, um weitere Schäden zu reduzieren. Zusätzlich wird es bei allergischen Reaktionen und chronischen sowie akuten Entzündungen eingesetzt [10].

Cortisol und Stress

Von der angeborenen Stressreaktion bis hin zum chronischen Stress

Schon Stress alleine, egal in welcher Form, kann den Cortisol-Spiegel erhöhen. Daher stammt die Bezeichnung „Stresshormon“. Doch dieser Anstieg hatte schon in der Steinzeit einen überlebenswichtigen Hintergrund. Unsere Vorfahren reagierten auf Bedrohungen entweder mit Kampf oder Flucht (engl.: Fight or Flight). Der Körper schüttet in dieser Gefahrensituation Stresshormone aus, die ihn sowohl kampf- als auch fluchtbereit machen. Adrenalin und Cortisol strömen in den Körper, der Blutdruck steigt, die Atmung und der Puls werden schneller und Glukose wird als Energiespender ausgeschüttet. Damit sich der Körper auf die eingetretene Situation konzentrieren kann, werden Verdauungs- und Immunfunktionen eingestellt. Der Körper stellt somit alle Ressourcen zur Verfügung, um den Kampf zu gewinnen oder uns die Flucht zu ermöglichen. Unsere Vorfahren überlebten so lange genug, um sich fortzupflanzen.

Das Gleichgewicht unseres Stoffwechsels und des Hormonhaushalts wird nach der Gefahrensituation durch die Ausschüttung von Dopamin wieder hergestellt. Dopamin belohnt unser Gehirn dafür, dass wir die Herausforderung gemeistert haben [11].

Cortisol Cortisol Wirkung Körper Reaktionen

Was bedeutet „Stress“?

Den Begriff „Stress“ kennt jeder und die meisten haben auch schon mal eine stressige Situation durchlebt. Per Definition ist Stress eine Reaktion des Menschen auf eine belastende Situation. Der Belastungsfaktor, der diese Stressreaktion auslöst, wird Stressor genannt. Ein Stressor kann jeder Reiz oder jedes Ereignis sein, die den Zustand von Stress hervorrufen. Situationen, die als bedrohlich oder unangenehm empfunden werden, können ebenfalls als Stressor gewertet werden. Dabei gelten Enttäuschungen, Versagensängste und geringes Selbstvertrauen bzw. schwaches Selbstbewusstsein als besonders starke Stressoren. Stressoren lassen sich als Reize, Anforderungen oder Verpflichtungen definieren, die auf uns einwirken [12, 13].

Neben den Stressoren werden noch die Stressreaktionen und -verstärker definiert. Denn die Reaktion auf Stress ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So reagiert jeder individuell mit körperlichen und psychischen Verhaltensweisen auf eine Belastung. Die Verstärker von Stress sind persönliche Motive, Einstellungen oder Bewertungen. Sie vermitteln zwischen Stressor und Reaktion und entscheiden, wie stark diese Reaktion auftritt [12].

Gut zu wissen:

Eine Stressstudie von der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2016 besagt: „Sechs von zehn Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst – unabhängig davon, ob beruflich oder privat. Ein knappes Viertel der Bevölkerung, 23 Prozent, gibt sogar an, häufig gestresst zu sein[14]."

Doch seien Sie beruhigt - stressige Ereignisse sind im täglichen Leben unvermeidlich, und die Überwindung von Hindernissen gehört zum Erfolg. Obwohl es nicht realistisch ist, in einer stressfreien Welt zu leben und zu arbeiten, haben Menschen die Fähigkeit zu kontrollieren, was sie als stressvoll empfinden und wie sie darauf reagieren [13].

Fazit: Stress tritt auf, wenn die Anforderungen der Umwelt die Bewältigungsmöglichkeiten des Menschen übersteigen. Stress ist eine hohe physische und psychische Belastung durch beispielsweise hohen Arbeitsaufwand oder Probleme in der Familie oder der Partnerschaft.

Die Stresskaskade der heutigen Zeit

Das ganz normale Leben besteht im heutigen Zeitalter überwiegend aus „Kämpfen oder Fliehen“ – allerdings nicht mit dem Ziel der Lebensrettung. Man glaubt, dass der Körper durch die heutige Lebensweise eine geringe Hemmschwelle hat, um dieselben physiologischen Reaktionen einzuleiten, die unsere Vorfahren zum Überleben brauchten. Ein permanenter Durchfluss an Stresshormonen ist die Folge. Das Fatale daran ist, dass wir nicht mehr in das oben beschriebene Gleichgewicht zurückfinden [11]. Die Stress-Studie der Techniker Krankenkasse ergab, dass Stress bundesweit ein Thema ist, es allerdings Unterschiede auf Länderebene gibt. So scheint an dem Klischee der leicht unterkühlten Gelassenheit im Norden etwas dran zu sein, denn die in Norddeutschland Lebenden sind weniger gestresst als die Süddeutschen. Zudem kennt jeder Fünfte im Norden überhaupt keinen Stress. Überraschend aber war: Im Gegensatz zur Befragung aus 2013 unterschied sich das Stressniveau zwischen den auf dem Land und in der Stadt Lebenden nicht mehr [14].

Cortisol Stressbefragung Deutschland Techniker Krankenkasse Bundesländer

Was hat Cortisol mit Stress zu tun?

Der Begriff “Stress” hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Laut einer Forsa-Studie leiden etwa 80 % der 36-45-jährigen unter Stress. Vor allem Belastungen am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Studium, aber auch finanzielle Sorgen werden als Ballast genannt. Dieses Stresserleben steht im engen Zusammenhang mit Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Rückenleiden, Nackenverspannungen sowie Magen-Darm-Problemen und kann langfristig auch andere Krankheiten begünstigen [15].

Für Menschen ist Cortisol neben den sogenannten Katecholaminen Noradrenalin, Adrenalin und Dopamin und deren Abkömmlinge das wichtigste Stresshormon. In Stresssituationen kommt es zu einem starken Anstieg der Cortisol-Produktion. Insgesamt reagiert das Cortisolsystem träge, anders als das Katecholaminsystem, welches sofort reagiert, jedoch bald wieder nachlässt. Die Stressreaktion der Katecholamine äußert sich im Zusammenziehen von Haut- und Darmgefäßen und der Gefäßerweiterung in der Muskulatur. Zudem wird die Umverteilung von sauerstoff- und nährstoffhaltigem Blut für eventuelle Muskelanstrengungen evolutionsgeschichtlich im Falle von Kampf oder Flucht gefördert. Diese Wirkung der Katecholamine ist nur möglich unter Beteiligung von Cortisol. Die Regulation der Hormone erfolgt über die sogenannte endokrine Stressachse, die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse. Dabei wird durch die entsprechenden Gegenspieler der Hormonstatus wieder ins Gleichgewicht gebracht, sobald Schwankungen entstehen. Ist dieser Reaktionsmechanismus an einem der beteiligten Organe oder auch über dauerhaftes Stressaufkommen gestört, kommt es zum Entgleiten des physiologischen Cortisol-Spiegels [16, 17].

Was sind Katecholamine?

Katecholamine sind beispielweise Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Sie bilden zusammen die Akuthormone der Stressreaktion, die bei Bedarf ausgeschüttet werden und einen Anstieg der Hormone im Körper verursacht. Katecholamine haben lebensnotwendige Aufgaben, wie die Bereitstellung von Energie und die Gewährleistung von Atmung, Herz- und Kreislauffunktionen - vor allem in Zusammenhang mit chronischem Stress [18].

Stress als gesundheitlicher Risikofaktor

Cortisol Stress Studie Techniker KrankenkasseStress schlägt auf die Gesundheit. Das berichtet auch die Techniker Krankenkasse in ihrer aktuellen Stressstudie. Demnach wirken sich hoher und vor allem dauerhafter Stress auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Bei den Befragten, die ihren Gesundheitszustand als weniger gut oder schlecht bezeichnen, ist fast jeder Dritte häufig im Stress [14]. Hier kommt der Cortisol-Spiegel ins Spiel.

Stress – insbesondere psychischer Dauerstress – kann beispielsweise die mentale Leistungsfähigkeit und das Gedächtnis negativ beeinflussen. Dies geschieht durch langfristig erhöhte Cortisol-Spiegel. Normalerweise nimmt das Gehirn den Stress wahr und setzt die Antwort auf diesen in dem Moment frei, indem eine physikalische oder wahrgenommene Bedrohung stattfindet. Über verschiedene Mechanismen wird Cortisol ausgeschüttet. Cortisol sorgt anschließend für die Bereitstellung der körperlichen Ressourcen, um mit der akuten Stresssituation umgehen zu können. Diese Ressourcen sind Energiereserven, wie Kohlenhydrate, Fette und Proteine [12].

 

Ist Stress eine Frage der Haltung?

Gut ein Fünftel der Menschen mit niedrigem Stresslevel bezeichnet sich als sehr glücklich. Der Anteil ist damit doppelt so hoch wie bei den Gestressten. Mit sinkendem Stresspegel steigt also die Quote derer, die richtig glücklich sind. Ein wichtiger Anhaltspunkt dabei ist, wie jemand mit Stress umgeht. Stressbewältigungs-Mechanismen und ein niedriger Cortisol-Spiegel können dabei helfen, seinen individuellen Stress-Level wieder ins Gleichgewicht zu bringen [14].

Aber wussten Sie, dass Stress auch positiv sein kann?

Cortisol-Spiegel

Die Konzentration von Cortisol ist, wie es für Hormone typisch ist, natürlichen Schwankungen unterworfen. Dabei richten sich die unterschiedlichen Konzentrationen nach der Tageszeit. Die unten angefügte Grafik zeigt Ihnen, wie die Konzentration von Cortisol im Tagesverlauf aussehen kann. Der Cortisol-Spiegel erreicht seinen Höhepunkt morgens zwischen sechs und neun Uhr [8]. Dadurch wird der Körper quasi auf stressige Situationen am Tag vorbereitet. Im Laufe des Tages sinkt der Cortisol-Spiegel und erreicht gegen Mitternacht seinen Tiefpunkt. Cortisol wird am Tag in sieben bis zehn Schüben freigesetzt, daher lässt sich die Konzentration nicht nur anhand einer Probe zu einem Zeitpunkt bestimmen [8].

Cortisol Stress Tagesprofil Norm Werte Speichel

Auch wenn Hormone natürlichen Schwankungen unterliegen, kann es durch bestimmte Faktoren zu einem niedrigen Cortisol-Spiegel und einem Überschuss an Cortisol kommen.

Cortisol Tagesprofil in Zusammenhang mit Stress

Cortisol Stress Werte Speichel Stress Burnout

Chronischer Stress

Chronischer Stress führt zu einer dauerhaften Aktivität der Stressachse. Das bedeutet, dass die Cortisol-Produktion nicht nur morgens, sondern auch in der Nacht erhöht ist. Nach der Zeit verringert sich der anfangs erhöhte Cortisol-Spiegel in der Nacht, bleibt aber dennoch über dem Normwert. Das Morgen-Abend-Gefälle bleibt erhalten.

Bei chronischem Stress werden die Energiereserven verstärkt beansprucht und führen letztendlich zu einer Unterversorgung des Gehirns, woraufhin weitere Symptome auftreten können [20].

Akuter Stress
Bei akutem Stress verläuft die Tageskurve des Cortisols mit entsprechenden Spitzenwerten in den Stress-Situationen und wird gegenreguliert, also wieder in den Normbereich gebracht. Die Abbildung „Cortisol-Tagesprofil“ zeigt, dass fünf Stunden nach dem Morgenwert die Person eine stressige Situation erlebt hat. Danach sinkt der Spiegel wieder in Richtung Normalwert. Das sind die Kennzeichen von akutem Stress. 

Burnout-Syndrom
Beim Burnout-Syndrom werden in der Regel sehr niedrige Cortisol-Spiegel gemessen. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen. Die (patho-)biologischen Zusammenhänge sind bisher nicht endgültig geklärt. Die Symptome eines Burnouts zeigen sich unter anderem in Antriebsarmut, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Verdauungsproblemen, Schlafstörungen, Motivationsschwierigkeiten, Zynismus und verminderter Belastungsfähigkeit. Abgesehen von den Auswirkungen der Symptome im privaten und Berufsleben, kann eine Depression die Folge davon sein. Aus beiden Gründen ist es wichtig, sich dem Thema bei Vorhandensein eines entsprechenden Cortisol-Spiegels anzunehmen und einen Therapeuten aufzusuchen.

Gut zu wissen:

Eine kürzlich in der Schweiz durchgeführte Studie ergab, dass ein schweres Burnout bei vier Prozent und ein mittelschweres Burnout (Erschöpfung und/oder Entfremdung von der Arbeit) bei fast einem Drittel der Befragten festzustellen war. Das entspricht dem europäischen Durchschnitt [21].

Cortisol-Mangel

Wie entsteht ein Cortisol-Mangel

Ein Mangel an freiem Cortisol im Körper lässt sich hauptsächlich auf organische Ursachen zurückführen. Bei einer Nierenrindeninsuffizienz (= einer Nierenrindenunterfunktion) ist der Cortisol-Spiegel aufgrund mangelnder Bildung verringert. Dieser Zustand nennt sich Morbus Addison. Neben der Insuffizienz steht auch die Nebennierenrindenschwäche, Adrenal fatigue, aufgrund von Überbelastung durch intensiven Stress zur Diskussion. Neben den organischen Ursachen kann auch das Burnout-Syndrom einen Cortisol-Mangel begünstigen.

Bei Morbus Addison handelt es sich um eine chronische Störung der Nebennierenrinde, die zu einer Unterfunktion führt. Die häufigste Ursache ist eine Autoimmunreaktion des Körpers auf die Nebenniere. Infolgedessen werden keine bis zu wenige Glukokortikoide gebildet. Von dieser Krankheit sind vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren betroffen. Sollte die Addison-Krankheit nicht behandelt werden, kann sich der Zustand bis zu der lebensgefährlichen Addison-Krise zuspitzen [22].

Es gibt unterschiedliche Erklärungen zu dem erniedrigten Cortisol-Spiegel beim Burnout-Syndrom. Allerdings sind die krankheitserzeugenden Zusammenhänge nicht endgültig geklärt.

Aus beiden Gründen ist es wichtig, sich dem Thema bei Vorhandensein eines entsprechenden Cortisol-Spiegels anzunehmen und einen Therapeuten aufzusuchen.

Was sind die Symptome von einem Cortisol-Mangel?

Bei einem Cortisol-Mangel können folgende Symptome auftreten [23]:

  • Gewichtsverlust
  • niedriger Blutdruck und Lust auf Salz
  • Schwindel
  • Müdigkeit und Schwächegefühl
  • Magen-Darm-Probleme sowie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Übelkeit, Magenschmerzen
  • Muskelschwäche und -schmerzen
  • Depressionen und Reizbarkeit
  • dunklere Hautpigmentierung
  • Haarausfall und Libidoprobleme (vor allem bei Frauen)

Anhand dieser Symptome kann neben einem Cortisol-Mangel auch die Krankheit Morbus Addison vermutet werden. Zur diagnostischen Abklärung sollte in allen Fällen ein Arzt konsultiert werden.

Fazit: Die Symptome bei einem Cortisol-Mangel verdeutlichen, dass Cortisol im Körper vielseitige Aufgaben einnimmt. Die Folgeerscheinungen bei einem Defizit betreffen die Psyche, die Haut und Haare, die Muskeln, den Magen-Darm-Trakt, das Herz und selbst das Sexualleben [23].

Cortisol-Überschuss

Wie entsteht ein Cortisol-Überschuss

Ein erhöhter Cortisol-Spiegel am Morgen ist in der Regel normal, solange er sich in einem gewissen Rahmen befindet. Sollten hohe Mengen an Cortisol über den ganzen Tag verteilt auftreten, können folgende Ursachen der Grund dafür sein [8, 17, 24]:

  • Morbus Cushing
  • Stress
  • Depressionen
  • Schwangerschaft
  • Alkoholismus
  • Anti-Baby-Pille, Medikamente mit Glukokortikoiden
  • Übergewicht oder Magersucht
  • Infektionen
  • Verbrennungen

Morbus Cushing ist eine Erkrankung, die mit einem erhöhten Cortisol-Spiegel einhergeht. Dieser erhöhte Spiegel lässt sich auf zu hohe Dosierungen von Medikamenten mit Glukokortikoiden oder auf einen Tumor zurückführen, welcher vermehrt das adrenocorticotrope Hormon (ACTH) bildet. ACTH regt die Nebennierenrinde zur Cortisol-Produktion an. Sobald das Hormon aber in Massen freigesetzt wird, steigt die Cortisol-Synthese daraufhin stark an. Letztlich entstehen zahlreiche Krankheitsbeschwerden, die durch den Überschuss an Cortisol bedingt sind [25].

Ständiger Stress und Depressionen sind ebenfalls Hauptverursacher eines hohen Cortisol-Spiegels. In stressigen Situationen wird normalerweise eine angemessene Menge an Cortisol freigesetzt, um den Körper in den Überlebensmodus zu versetzen. Sollten Sie aber öfter und vor allem unter starkem Stress leiden, wird zu viel Cortisol produziert [10, 17].

Aufgrund von bestimmten Lebensumständen, wie einer Schwangerschaft und bei Alkoholismus, kann ein sogenannter Pseudo-Cushing auftreten, bei dem erhöhte Werte vorkommen, die nicht direkt organisch bedingt sind. Aber auch bei Übergewicht, Infektionen, Magersucht, akute Psychosen, Einnahme östrogenhaltiger Anti-Baby-Pillen oder Verbrennungen kann der Cortisol-Spiegel erhöht sein [17, 24].

Wie äußern sich erhöhte Cortisol-Werte?

Ein hoher Cortisol-Spiegel beeinträchtigt die Wundheilung und den Einbau von Nährstoffen in die Knochen. Dadurch steigt das Risiko der Osteoporose (Knochenschwund), wodurch Knochenschmerzen und sogar -brüche die Folge sind. Mehrere Studien haben auch einen Zusammenhang zwischen erhöhten Cortisol-Werten und Depressionen feststellen können. Vermehrte Cortisol-Ausschüttung führt zu einer geringeren Fettverbrennung, sodass es zu einer Gewichtszunahme kommt. Zudem können Hautveränderungen, Bluthochdruck und hohe Blutzuckerwerte auftreten [10].

Beim Morbus Cushing-Syndrom treten noch zusätzlich folgende Symptome auf:

  • Mondgesicht
  • Büffelnacken
  • stammbetonte Fettsucht (Bauch, Nacken, Gesicht)
  • Bluthochdruck
  • Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels (= Diabetes mellitus)
  • Osteoporose
  • Muskelschwäche
  • dünne Extremitäten durch Muskelschwund
  • pergamentartige Haut
  • Neigung zu blauen Flecken
  • Haarausfall
  • Thrombosen

Bei Frauen kann sich ein erhöhter Cortisol-Spiegel durch vermehrte Körperbehaarung, Zyklusunregelmäßigkeiten, Potenz- und Libidoverlust bemerkbar machen [25].

Cortisol-Therapie

Wie wird Cortisol-Mangel behandelt?

Sofern bei Ihnen ein Cortisol-Mangel vorliegt, ist es nach der Messung Ihrer Cortisol-Konzentration von Nöten, die Grundursache untersuchen zu lassen. Ein Mangel an Cortisol ist größtenteils die Folge von Erkrankungen, die die Nebennieren betreffen, wie Morbus Addison und Adrenal fatigue (Nebenniereninsuffizienz). Um den Mangel an Cortisol auszugleichen, findet der Wirkstoff Hydrocortison Anwendung. Ebenso kann ein Mangel durch das Burnout-Syndrom bedingt sein.

Morbus Addison ist eine chronische Krankheit. Daher muss die Funktion der Nebennierenrinde lebenslänglich medikamentös aufrechterhalten werden. Hydrocortison nimmt im Körper die Wirkung von Cortisol ein. Zusätzlich müssen weitere Präparate eingenommen werden, um die anderen Glukokortikoide zu ersetzen und Bildung von Hormonen zu gewährleisten. Zur Vermeidung einer Addison-Krise, bei der Ohnmacht eintreten kann, wird empfohlen, einen Addison-Pass bei sich zu haben. Auf diesem sind im Falle der Ohnmacht Handlungsempfehlungen vermerkt. Dieser Zustand muss unverzüglich mit einer Gabe von Glukokortikoid-Präparaten behandelt werden!

Die Behandlung des Burnout-Syndroms erfolgt über eine Therapie bei einem Psychiater oder Psychologen, um gemeinsam einen Weg aus der kontinuierlichen Stressbelastung zu finden. Zudem werden Betroffenen auch Antidepressiva verschrieben. Sollte die medikamentöse Behandlung für Sie nicht in Frage kommen, besteht auch die Möglichkeit, über den cerascreen® Stressbewältigungskurs mit dem übermäßigen Stress in Ihrem Alltag klarzukommen.

Was tun bei erhöhten Cortisol-Werten?

Ein hoher Cortisol-Spiegel kann auf zahlreiche Ursachen wie Erkrankungen, Lebensstil und Medikamente zurückzuführen sein. Daher richtet sich die Therapie auf den jeweiligen Grund, der zur den erhöhten Cortisol-Werten führt. Krankheiten wie Morbus Cushing, bei der durch einen Tumor vermehrt Cortisol gebildet wird, müssen entweder medikamentös oder operativ behandelt werden. Zur Behandlung von Depressionen werden meist Antidepressiva verschrieben. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, solange keine organische Ursache vorliegt, den Cortisol-Spiegel ohne Medikamente ganz natürlich zu senken [8, 17, 24]!

Wie lässt sich der Cortisol-Spiegel senken - ohne Medikamente?

Neben der erfolgreichen Therapie oder Behebung von Grunderkrankungen, die die Stressregulation wieder in den physiologischen Zustand versetzen, gibt es weitere Möglichkeiten, den Spiegel des Stresshormons Cortisol wieder in den Normbereich zu bringen - und das ganz ohne Medikamente [26].

Wie Sie Ihren Spiegel wieder senken können und welche einfachen und effektiven Tipps es gibt, haben wir Ihnen nachfolgend zusammengetragen [26].

  • Geben Sie Ihrem Körper die Chance auf Regeneration! Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf hilft, den Stress abzubauen.
  • Treiben Sie Sport! Sport hilft beim Stressabbau und kann den Cortisol-Spiegel wieder in einen normalen Bereich bringen.
  • Gönnen Sie sich Zeiten der Entspannung! Zum Beispiel mit Stressbewältigungstechniken.
  • Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für Zweisamkeit und soziale Kontakte! So aktivieren Sie Ihr Kuschelhormon Oxytocin. Dieses wird durch körperliche Berührung und soziale Unterstützung ausgeschüttet und lässt den Cortisol-Spiegel sinken.

Wie lässt sich der Cortisol-Spiegel senken - mithilfe der Ernährung?

Bei der Bekämpfung von erhöhten, aber auch zu niedrigen Cortisol-Spiegeln kann schon die Ernährung alleine wahre Wunder wirken. Nachfolgend haben wir Ihnen Ernährungstipps mit den Wirkungen auf den Cortisol-Spiegel aufgelistet, die sogar wissenschaftlich belegt sind:

Führen Sie B-Vitamine zu!

Vitamin-B-Komplex, besonders B6 und Folsäure, führt zu einer niedrigeren persönlichen Belastung im Arbeitsstress und der Verbesserung einer deprimierten Stimmungslage. Reich an diesen Vitaminen sind Hülsenfrüchte, Fisch, Walnüsse, Hefe oder Soja [27].

Reduzieren Sie Ihren Kaffeekonsum!

Kaffee erhöht den Cortisol-Spiegel [28].

Trinken Sie schwarzen Tee!

Dieser wirkt Cortisol senkend. Aber bitte nur, wenn keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen [29].

Greifen Sie zu dunkler Schokolade!

Diese enthält nicht nur Antioxidantien, sondern senkt auch den Cortisol-Spiegel [30].

Essen Sie Fisch!

Dieser enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren, welche die Ausschüttung von Cortisol reduzieren. Zu den bevorzugten Fischen sollten Makrele, Hering oder Lachs gehören. In einigen Pflanzenölen, wie Rapsöl oder Sojaöl, ist ebenfalls Omega-3 in größeren Mengen enthalten [31].

Zink hilft!

Es verringert die Cortisol-Ausschüttung. Zufuhr ist über Austern in größerem Umfang möglich. Auch Edamer, Emmentaler oder Hühnerei sind dafür geeignet [32].

Vitamin C unterstützt!

In Paprika, Zitrusfrüchten und Beeren ist viel Vitamin C enthalten. Dieses eignet sich, um den Cortisol-Spiegel zu normalisieren. Am besten frisch genießen, da Vitamin C instabil ist und durch Kochen oder Licht zerstört wird. Bei zu geringen Cortisol-Spiegeln, die nicht einem Burnout-Syndrom entsprungen sind, hilft Grapefruit, den Spiegel wieder zu erhöhen [27].

An alle Lakritz-Liebhaber!

Mit Lakritz und der darin enthaltenen Glycyrrhizinsäure kann man den Cortisol-Spiegel ebenfalls erhöhen. Allerdings sollten Schwangere dies nicht tun, da das Ungeborene dadurch ebenfalls diese Steigerung mitbekommt und dem noch nichts entgegen setzen kann. Auch Menschen, die Blutgerinnungshemmer einnehmen, sollten Lakritz wegen des enthaltenen Vitamin K nicht oder nur in geringen Mengen zuführen [33].

Cortisol und dunkle Schokolade

Die Wirksamkeit von dunkler Schokolade auf den Cortisol-Spiegel

Dass der Verzehr von Schokolade Glückshormone in einem erweckt und in stressigen Phasen ein „Lebensretter“ sein kann, ist für viele eine Tatsache. Wissenschaftler konnten in einer Studie nun tatsächlich einen schwächeren Anstieg des Stresshormons Cortisol nachweisen [34].

Es wird vermutet, dass die in der dunklen Schokolade enthaltenen Flavonoide, die zu der Gruppe der Antioxidantien zählen, die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin hemmen.

Gut zu wissen:
Antioxidantien sind für ihre Eigenschaft als Radikalfänger bekannt. Durch ihre chemische Verbindung können sie Oxidationen von anderen Substanzen verlangsamen oder sogar ganz stoppen. Antioxidantien kommen in der Natur vor, werden allerdings aufgrund ihrer positiven gesundheitlichen Wirkung zunehmend synthetisch hergestellt. Zu den bekanntesten Antioxidationsmitteln werden Vitamin C, das Vitamin E, Spurenelemente wie Zink und Selen, Carotinoide und das ß-Carotin gezählt [35].

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Eine Studie aus dem Jahr 2014 hat die Wirksamkeit von dunkler Schokolade auf den Cortisol-Spiegel untersucht. Die eine Hälfte der Probanden aß eine halbe Tafel dunkler Schokolade und die andere Hälfte, die sogenannte Placebo-Gruppe, bekam eine Schokolade, die keine Flavonoide beinhaltete. Anschließend mussten alle einen Stresstest durchlaufen [34].

Ergebnis: Wer echte dunkle Schokolade gegessen hatte, wies einen schwächeren Anstieg der Stresshormone Cortisol und Adrenalin auf als die Placebo-Gruppe. Je höher die Flavonoid-Spiegel im Blut waren, desto geringer war der Stresshormonanstieg [34].

Fazit: Dunkle Schokolade kann aufgrund der darin enthaltenen Flavonoide die Stresshormonfreisetzung reduzieren.

Wie lässt sich der Cortisol-Spiegel senken - mithilfe von Stressbewältigungstechniken?

Der Umgang mit Stress wird einem nicht in die Wiege gelegt. Dem einen mag eine Tasse seines Lieblings-Tees und das Lesen eines Buches schon helfen, wieder zur Ruhe zu kommen. Bei anderen hilft eher ein Boxsack oder anderer Sport. Allen gemeinsam ist, dass sie lediglich kurzfristig das persönliche Stressempfinden verbessern, doch das Problem nicht an der Wurzel packen, um den Cortisol-Spiegel langfristig zu senken.

Für eine effektive und nachhaltige Bewältigung von Stress können professionelle Stressbewältigungskurse der optimale Anfang sein. Qualifizierte Kursleiter zeigen auf, welches für jeden einzelnen die individuellen Auslöser (Stressoren) sind und mit welchen alltäglichen Tipps und Tricks Sie das Stresshormon wieder ins Gleichgewicht bringen [14].

Das Angebot von Stressbewältigungs-Kursen und Techniken ist groß und zum Teil auch sehr unübersichtlich. Da mittlerweile die Relevanz von Stress im Zusammenhang mit Cortisol auf das Wohlbefinden und somit auch auf die Gesundheit bekannt ist, gibt es in Deutschland zertifizierte Präventionskurse, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen bis zu 100 % übernommen werden.

Wieviel Ihre Krankenkasse übernehmen, können Sie hier einsehen: www.cerascreen.de/stress-intensivkurs

Unsere Empfehlung für Online-Präventionskurse:

Das Online-Training zur Stressbewältigung basiert auf den drei Modulen „Grundlagen des Stressbegriffs“, „Stressbewältigungskompetenzen“ und „regeneratives Stressmanagement“ und führt Sie durch spannende Themen wie Stressoren erkennen, Work-Life Balance, Entspannungsmethoden, Achtsamkeit und Resilienz sowie Stressabbau durch Bewegung.

Diese beiden Kurse bieten wir Ihnen an:

Wie lässt sich der Cortisol-Spiegel senken - mithilfe von Medikamenten?

Medikamente werden erst dann eingesetzt, wenn eine lebenslange Cortisol-Einnahme vonnöten ist und keine anderen Therapien mehr helfen können, wie beispielsweise bei Morbus Addison oder dem Cushing Syndrom. Seit langem werden auch die Medikamente Metyrapon, Aminoglutethimid, Mifepriston und Ketoconazol eingesetzt. Sie senken den Cortisol-Spiegel über eine Hemmung wichtiger Enzyme in der Steroidsynthese [36, 37].

Cortisol-Test

Wie bekommt man den Cortisol-Spiegel unter Kontrolle?

Der Anteil von Cortisol im Körper kann mithilfe eines Cortisol-Tests festgestellt werden. Dabei kann der Wert des Cortisols auf unterschiedliche Arten im Blut, Urin oder Speichel festgestellt werden. Der Cortisol-Spiegel wird üblicherweise über ein Tagesprofil ermittelt. Ein Tagesprofil stellt mittels mehrerer Messungen an einem Tag den Verlauf des Cortisol-Spiegels mit einer höheren Aussagekraft dar, als diese bei einer einmaligen Messung der Fall wäre. Hintergrund ist, dass der Cortisol-Spiegel im Tagesverlauf größeren physiologischen Schwankungen unterliegt. Aufgrund der heute vorherrschenden Lebenssituation mit beruflichem und privatem Stress sind die Cortisol-Spiegel häufig nicht mehr im Normbereich. Zudem können unterschiedliche Erkrankungen und Medikamente zu einer Abweichung des Cortisol-Spiegels führen [38, 39]. Der cerascreen® Cortisol-Test hilft Ihnen, Ihren Cortisol-Spiegel zu messen und bietet Ihnen einen umfangreichen Ergebnisbericht mit Handlungsempfehlungen und Gesundheitstipps. 

Cortisol selbst testen

Wo kann man seinen Cortisol-Spiegel testen lassen?

Cortisol Stress Tagesprofil Norm Werte SpeichelCortisol TestDer Gang zum Arzt ist der herkömmliche Weg, sich testen zu lassen, doch die langen Wartezeiten, die ein Patient auf sich nehmen muss, führen häufig zu Stress und somit zu verfälschten Werten. Damit sich der Patient diese Wartezeiten ersparen kann, wurde eine neue Alternative entwickelt, der Cortisol Selbstest. Je nach Tageszeit befindet sich eine andere Cortisolkonzentration im Blut, wobei diese zwischen sechs und acht Uhr morgens am höchsten ist und gegen Mitternacht ihren Tiefpunkt erreicht. Die aktuellen Referenzwerte können Sie der Grafik entnehmen. Die Messung von Cortisol ist ein aufwendiges, aber dennoch simples Verfahren. Mithilfe des cerascreen® Cortisol Tests können Sie Ihren Cortisol-Spiegel selber von zu Hause aus testen. Der Selbsttest erstellt ein Tagesprofil, in dem verdeutlicht wird, zu welcher Zeit ein hoher Cortisol-Wert vorlag bzw. wann Sie am meisten gestresst waren. Für die Messung werden sieben Speichelproben benötigt, die innerhalb von zwölf Stunden entnommen werden. Da die Werte am Morgen Schwankungen unterliegen, werden die Ergebnisse der ersten drei Proben gemittelt und geben somit den "Morgenwert" an.

Gut zu wissen:

Der Großteil des im Blut vorliegenden Cortisols ist gebunden. Cirka ein bis drei Prozent liegen in ungebundener Form vor. Nur dieses freie Cortisol ist die aktive Form. Es wird an den Speichel abgegeben und kann dort gemessen werden. Dadurch, dass sich die Cortisol-Werte bei Stress verändern, stellt die Probenahme des Speichels zu Hause die stressärmste Art der Bestimmung dar [38, 39].

Was kostet ein Cortisol Test?

Der cerascreen® Cortisol Test kostet 69 € und misst die Konzentration von Cortisol in Ihrem Speichel. Neben dem Testkit für eine einfache Entnahme einer Speichelprobe beinhaltet der Preis:

  • einen Rücksendebeutel für einen kostenlosen Versand Ihrer Probe in unser Labor,
  • die kostenlose Auswertung der Probe im Diagnostik-Fachlabor,
  • einen individualisierten Ergebnisbericht mit Handlungsempfehlungen.

Cortisol und Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Blutzucker-Erkrankung. Hier kommt es durch eine gestörte Insulinproduktion zu Schwankungen im Blutzuckerspiegel [40].

In einer Stresssituation erhöht sich der Cortisol-Spiegel und sorgt für eine vermehrte Zuckerfreisetzung. Der Blutzuckerspiegel steigt an [24]. Daraufhin schüttet die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin aus, um den Blutzucker auf einen normalen Wert abzusenken. Muss die Bauchspeicheldrüse permanent gegen erhöhte Blutzuckerwerte ankämpfen, kann dies langfristig zu Diabetes führen. Die Rezeptoren, die das Insulin verarbeiten, reagieren durch die Überversorgung mit Insulin immer weniger sensibel darauf. Eine Insulinresistenz kann entstehen und sich so ein Diabetes mellitus Typ 2 ausbilden [41].

Fazit: Die Ausschüttung von Cortisol durch Stress zieht erhöhte Blutzuckerwerte mit sich. Für die Senkung wird Insulin ausgeschüttet. Bei permanenter und langfristiger Ausschüttung von Cortisol kann eine Insulinresistenz entstehen. Die Folge ist ein Diabetes mellitus Typ 2.

Cortisol und Übergewicht

Eine groß angelegte Studie mit 160.000 Berufstätigen hat einen positiven Zusammenhang zwischen einem hohen Cortisol-Spiegel und Übergewicht festgestellt [42]. Die Studienlage ist jedoch noch sehr widersprüchlich.

Es wird angenommen, dass eine erhöhte Cortisol-Konzentration zu Veränderungen in den Fettzellen führen kann. So werden aus den Vorstufen der Fettzellen (Präadipozyten) die vollentwickelten Fettzellen (Adipozyten). Im Gegensatz zu den Präadipozyten haben die Adipozyten eine fettspeichernde Funktion. Dies kann dann schließlich zu einer Gewichtszunahme führen [43].

Fazit: Ob Übergewicht tatsächlich im direkten Zusammenhang mit veränderten Cortisol-Werten steht, konnte wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt werden. Es wird lediglich davon ausgegangen, dass eine Veränderung der Fettzellen aus erhöhten Cortisol-Konzentrationen im Körper resultieren kann. 

Cortisol und Depression

In Deutschland erkranken jährlich bis zu 5,3 Millionen Menschen an Depressionen [44]. Laut einem Artikel der Pharmazeutischen Zeitung liegen bei Menschen mit Depressionen hohe Cortisol-Werte vor. Als Grundlage für diese Annahme wird eine physiologische Störung genannt, bei der Hormone unterdrückt werden, die im Normalfall eine zu hohe Cortisol-Bildung verhindern [45].

Ist Depression eine Stresserkrankung?

Immer mehr Befunde deuten darauf hin, dass die Depression eine Stresserkrankung ist. Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang. So soll eine gestörte Stresshormonregulation bei der Entstehung sowie dem Verlauf von Depressionen ein Mitspieler sein.  

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Eine epidemiologische Studie hat frühe soziale Belastungsfaktoren mit einem erhöhten Risiko, an Depressionen zu erkranken, in Verbindung gebracht. Unter den Faktoren waren Stressoren wie Naturkatastrophen, Vernachlässigung, körperliche Gewalt oder sexueller Missbrauch aufgeführt. Als weitere Risikofaktoren für das Einsetzen einer depressiven Episode konnten Veränderungen des persönlichen Alltags definiert werden. Belastende Ereignisse sollen ein Auslöser sein. Cortisol kommt dann ins Spiel, sobald eine Stresssituation, wie Anpassungen des Körpers auftreten. Das Hormon und die dadurch ausgelösten Mechanismen erzielen nach der Anpassung eine sogenannte schnelle Rückregulation. Findet in einer der fein abgestimmten Abläufe ein Fehler statt, beispielsweise aufgrund chronischer Belastung, kann es zu vielerlei Störungen kommen und folglich zu einer Depression [46].

Die aufgrund von chronischem Stress entstehenden Depressionen erhöhen vor allem das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen). Wie dies jedoch zusammenhängt, konnte bislang nicht geklärt werden. Eine Arbeitsgruppe des Ulmer Klinikums ist vor kurzem auf einen möglichen Ansatz gestoßen. Und zwar wurden im Rahmen einer Studie Hinweise gefunden, die darauf schließen lassen, dass das Stresshormon Cortisol dabei eine wichtige Rolle einnimmt. Bei dieser Studie wurden die Probanden einem Stresstest unterzogen [47].

Ergebnis: Eine Blutanalyse der Teilnehmer ergab, dass bei depressiven Menschen ohne kardiovaskuläre Erkrankungen die Cortisol-Werte am höchsten waren.

Depressionen sollen mit einer erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol einhergehen. Ein Übermaß an Cortisol kann langfristig zu vermehrten Fettablagerungen in den Gefäßen und zu Arterienverkalkung führen. Aus diesem Grund steigt somit für depressive Menschen das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln.

Quellenangaben

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  2. Luippold, G.: Fallbuch Pharmakologie: 100 Fälle aktiv bearbeiten. Georg Thieme Verlag (2012)
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  8. Faller, Adolf; Schünke, Michael: Der Körper des Menschen - Einführung in Bau und Funktion. Thieme
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  10. Heinrich et al. (2014).: Biochemie und Pathobiochemie. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg
  11. Axe, J.: Dreck macht gesund: der durchlässige Darm als Ursache Ihrer Beschwerden und was Sie dagegen tun können. Piper, München (2017)
  12. Faller, H., Lang, H.: Medizinische Psychologie und Soziologie. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg (2016)
  13. Hannibal, K.E., Bishop, M.D.: Chronic Stress, Cortisol Dysfunction, and Pain: A Psychoneuroendocrine Rationale for Stress Management in Pain Rehabilitation. Phys. Ther. 94, 1816–1825 (2014). doi:10.2522/ptj.20130597
  14. tk-stressstudie-2016-data.pdf, https://www.tk.de/resource/blob/2026630/9154e4c71766c410dc859916aa798217/tk-stressstudie-2016-data.pdf
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  18. Straub, R.H. ed: Spezielle Pathophysiologie: mit 20 Tabellen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (2007)
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