Fructose-/ Sorbit-Intoleranz


Aufruhr im Darm – Nie wieder Obst?

Was man über Fructose Sorbit wissen sollteVom übermäßigen Verzehr von Fructose (Fruchtzucker) und Sorbit wird abgeraten. Aber warum? Darmgeräusche, Blähungen, Durchfall bis hin zu depressiven Verstimmungen sind die Folge beim Verzehr von fructose- und sorbithaltigen Lebensmitteln bei bestehender Intoleranz. Aber nicht nur dann! Wenn Sie zu viel Fructose und Sorbit essen, können auch ohne eine bestehende Intoleranz Symptome auftreten. Der Grund: Die Kapazität der Transporter, die Fructose und Sorbit in unserem Dünndarm leiten, in dem sie dann verstoffwechselt werden, sind begrenzt. So gelangen die Stoffe dann in unseren Dickdarm und es kommt zu Beschwerden. Fruktose und Sorbit führen nicht selten zu jahrelangen Beschwerden bei Kindern und Erwachsenen, bevor eine eindeutige Diagnose erfolgt. Schätzungen zufolge sind 33 % der Erwachsenen und 66 % der Kinder von einer Fructose-Intoleranz betroffen, die neben der Sorbit- und Laktose-Intoleranz zu den häufigsten Kohlenhydratunverträglichkeiten gehört.

Wie der Name Fructose/Fruktose schon ahnen lässt, befindet sich der Fruchtzucker in Obst und Gemüse. Sorbit, ein Zuckeralkohol, ist ebenfalls in einigen Obstsorten in größeren Mengen vorhanden. Bedeutet dies nun, dass man bei einer Fructose/Sorbit-Intoleranz sein Leben lang auf Obst und eventuell auch auf Gemüse verzichten muss? Wie sieht es mit den Vitaminen aus, die man aus Früchten gewinnt? Bei der Therapie solcher Intoleranzen bedarf es einer Ernährungsumstellung, die je nach Schwere auch schwierig im Alltag umsetzbar ist. Ob tatsächlich eine lebenslange Obst-Karenz notwendig ist, lesen Sie hier.

Erfahren Sie, wie Sie der Unruhe im Darm auf den Grund gehen können und wie Sie mit einer schrittweisen Ernährungsumstellung und ein paar hilfreichen Tipps für Ihren Alltag Beschwerdefreiheit erreichen können. Nach einer Einführung zu den beiden Zuckerarten Fructose und Sorbit wird das Thema Intoleranzen in Bezug auf Symptome, Ursachen und eine ausführlichen Therapie mit Rezeptideen dargestellt. Wie die Diagnose dieser Intoleranzen abläuft und wo Sie solch einen Test machen können, finden Sie in diesem Artikel. 
Die Inhalte wurden basierend auf dem aktuellsten Wissensstand erstellt. 

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Fructose

Was ist Fructose?

Drei Formen FruktoseFructose (auch Fruktose oder Fruchtzucker genannt) kommt - wie der Name schon sagt - vor allem in Früchten, aber auch in Honig, Invertzucker, Gemüse und daraus hergestellten Lebensmitteln vor. Der Zucker gehört als Einfachzucker (Monosaccharid) zu den Kohlenhydraten. Zusammen mit Glucose wird der Fruchtzucker zum Haushaltszucker, der sogenannten Saccharose [1].

Da Fructose in der ersten Phase des Stoffwechsels nicht zu einer Insulin-Ausschüttung führt und zudem eine um den Faktor 20 höhere Süßkraft als Haushaltszucker besitzt, wird sie häufig in diätetischen Lebensmitteln eingesetzt [1].

Was ist eine Fructose-Intoleranz?

Bei einer intestinalen Fructose-Intoleranz, auch Fruktose-Intoleranz oder Fruktose-Unverträglichkeit genannt, kann der Darm die Fructose nur begrenzt aufnehmen. Die fructosespezifischen Transporter im Dünndarm sind defekt bzw. nicht mehr zu 100 % leistungsfähig. Ist die Funktion der Transporter ausgeschöpft, gelangt die Fructose in den Dickdarm, wo sie von den dort ansässigen Bakterien abgebaut wird - es kommt zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt [2].

Die intestinale Fructose-Intoleranz muss klar von der hereditären Fructose-Intoleranz abgegrenzt werden. Bei der hereditären Fructose-Intoleranz handelt es sich um einen angeborenen Enzymdefekt, der unter anderem schwere Leberschäden verursachen kann. Bereits im Säuglingsalter kommt es beim ersten Kontakt mit Fruktose zu Beschwerden. Eine lebenslange strikte fructosefreie Ernährung ist notwendig, was bei der intestinalen Fructose-Intoleranz nicht der Fall ist [2].

Bitte unbedingt beachten: Eine Fructose-Intoleranz ist keine Lebensmittelallergie oder Lebensmittelunverträglichkeit. Letztere ist durch Reaktionen des Immunsystems gekennzeichnet, während eine Fructose-Intoleranz auf einem Defekt eines Proteins beruht [2].

Gut zu wissen: Bei ca. 33 % der Erwachsenen und ca. 66% der Kinder tritt die Fructose-Intoleranz auf [3].

Fructose-Intoleranz – Symptome

Was sind die Symptome einer Fructose-Intoleranz?
Wenn die Fructose-Transporter erschöpft sind, kommt es zum bakteriellen Abbau der Fructose im Dickdarm. Dabei entstehen große Mengen an Wasserstoff, Methan, Kohlendioxid und kurzkettigen Fettsäuren, was zu folgendem Beschwerdebild führt [4]:

  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Darmgeräusche
  • Durchfall
  • Fettstühle
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • depressive Verstimmungen

Verantwortlich für diese Symptome sind nicht, wie häufig angenommen, der Wasserstoff und das Methan. Die typischen Symptome entstehen durch Gasbildung (Kohlendioxid) und die gebildeten Fette. Die große Menge an Kohlendioxid verursacht die Blähungen, die über den Dickdarm gut abtransportiert werden. Im Dünndarm hingegen muss das Gas über die Darmwand ins Blut gelangen und über die Lunge ausgeatmet werden. Dieser Vorgang wird als äußerst unangenehm empfunden und kann zudem zu schlechtem Atem führen [4].

Die kurzkettigen Fettsäuren dagegen entziehen dem Darm Wasser, verdünnen den Stuhl und verursachen dadurch Durchfälle. Da hierdurch die Darmbewegung erhöht ist, kommt es zu hörbaren Darmgeräuschen. Die Fettstühle sind auf die größere Menge an Fett zurückzuführen [4].

Neben den typischen Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes werden Symptome psychischer Art, wie Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen beschrieben. Auch Auswirkungen auf die Haut werden vermehrt beschrieben. Dies könnte eine Reaktion des Darms sein [4].

Fructose-Intoleranz – Ursache

Die Ursache der Fructose-Intoleranz ist eine Aufnahmestörung von Fructose im Dünndarm. Die nicht bzw. nicht vollständig aufgenommene Fructose gelangt dann in größeren Mengen in den Dickdarm. Normalerweise wird die Fructose im Dünndarm mit Hilfe eines Transportproteins (GLUT-5) aufgenommen - bei einer Fructose-Intoleranz ist die Leistungsfähigkeit dieses Transportsystems gestört [2].

Gut zu wissen: Geringe Mengen an Fructose werden häufig vertragen und der gleichzeitige Verzehr von z. B. Proteinen und Fetten verbessert die Verträglichkeit von Fructose [5].

Fructose-Intoleranz – Therapie

Das Ziel bei der Therapie einer Fructose-Intoleranz ist die Beschwerdefreiheit, die durch eine Ernährungsumstellung erreicht werden kann. Nach der Diagnose sollte eine größtenteils fructosearme Ernährung eingehalten werden. Neben der Fructose muss auch der Zuckeraustauschstoff Sorbit und das Kohlenhydrat Inulin gemieden werden. Grund dafür: Im Körper werden diese beiden Stoffe in Fruktose umgewandelt, als Folge treten die Symptome einer Fructose-Intoleranz auf [3].

Grundsätzlich sollte auch überprüft werden, ob eine Laktoseintoleranz besteht. Denn 25 % der Patienten, die an einer Fructose-Intoleranz leiden, weisen ebenfalls eine Laktoseintoleranz auf [6].

Wussten Sie schon?
Eine Untersuchung zeigte, dass ein Drittel der Erwachsenen, die mehr als 25 g Fruktose am Tag verzehren, die Symptome einer Fructose-Intoleranz zeigen. Das entspricht ungefähr einem Apfel, einer Banane, einem Glas Apfelsaft und zwei Kiwis an einem Tag [7]

Wie behandelt man eine Fructose-Intoleranz?

Nach der Diagnose einer Fructose-Intoleranz sollte zuerst eine Entlastung des Magen-Darm-Trakts von Fructose erfolgen. Anschließend werden wieder kleine Mengen in den Speiseplan eingebaut. Dadurch wird getestet, wieviel Fructose der Darm aufnehmen kann - dieser Vorgang ist individuell, sprich ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Darauf basierend kann ermittelt werden, in welcher Menge fructosehaltigen Lebensmittel vertragen werden.

Wie die genauen Schritte der Ernährungsumstellung aussehen und weitere Tipps zur besseren Verträglichkeit von Fructose lesen Sie hier:

Die drei Phasen der Ernährungsumstellung:

  1. Phase: Karenzphase 
    In dieser Phase wird für einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen eine streng fructosearme Ernährung eingehalten. Folgende Lebensmittel sollten vermieden werden: Obst, aber auch Trockenfrüchte, Obsterzeugnisse, Erfrischungsgetränke mit Fructose, Honig, Invertzucker, Speiseeis, Back- und Süßwaren, Müslimischungen mit Trockenfrüchten, Fruchtjoghurt, Obstquark, Grießbrei mit Früchten und rote Grütze.
    Zudem sollte auf Lebensmittel verzichtet werden, die Sorbit enthalten. Da Sorbit im Körper zu Fructose verstoffwechselt wird. Lebensmittel, die Sorbit enthalten, können Sie dieser Lebensmitteltabelle entnehmen [8].

Tipp für Sie: In der Karenzphase, in der Fructose im Speiseplan stark reduziert werden muss, können Sie auf Lebensmittel zurückgreifen, die ein geeignetes Verhältnis von Fructose und Glucose haben. Die Glucose sorgt dafür, dass Fructose besser in den Dünndarm transportiert werden kann. Daher ist es von Vorteil, Lebensmittel in die Ernährung aufzunehmen, deren Gehalt an Glukose überwiegt. Am besten sollte das Verhältnis von Glucose und Fructose 1:1 sein. Mehr dazu finden Sie im Kapitel: Was darf man bei einer Fructose-Intoleranz essen [9].

Eine aktuelle Studie hat die Wirkung der Glukose auf die Symptome angezweifelt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Symptome dadurch nicht verbessert werden können. Für genaue Empfehlungen sind weitere Studien, die diese Ergebnisse bestätigen, notwendig [10].

Gut zu wissen: Da der Dünndarm bereits durch die Fruktose-Intoleranz stark beeinträchtigt ist, können Milchprodukte eventuell schlechter vertragen werden. Die Laktose (Bestandteil der Milch), kann nur unter Vorhandensein des Enzyms Laktase gespalten werden, welches wiederum im Dünndarm gebildet wird. Wird dieses Enzym von der schon ohnehin beeinträchtigten Darmpassage nicht ausreichend gebildet, kommt es zu einer Unverträglichkeit gegenüber Milch und Milchprodukten [6].

  1. Phase: Testphase
    Nach der Karenzphase, in der Sie größtenteils auf Fructose verzichtet haben, folgt die sechswöchige Testphase. Nun können mehr fructosehaltige Lebensmittel in die Ernährung aufgenommen werden, um die individuelle Verträglichkeit zu testen. Jetzt können auch Produkte mit Fructose wie Marmelade, Honig und Konfitüren getestet werden, um die Verträglichkeit dieser Lebensmittel zu überprüfen.

Tipp für Sie: Führen Sie hier ein Ernährungstagebuch mit den verzehrten Lebensmitteln und deren Verträglichkeit. 

  1. Phase: Dauerernährung
    Die dritte und letzte Phase gilt der Festlegung der Dauerernährung mit einem besonderen Augenmerk auf die Deckung des Nährstoffbedarfs. Grundlage der Ernährung ist eine vollwertige und nährstoffdeckende Kost. Die Verträglichkeit von Fructose ist über die Zusammensetzung und Portionsgrößen bestimmbar. Wenn beispielsweise Obst zugeführt wird, sollte es auf mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt werden. Obstsorten mit einem sehr hohen Fructose- oder Sorbit-Anteil (z.B. Rosinen, Dörrpflaumen, Weintrauben) müssen meistens gemieden werden.

Folgende zwei Tipps können Sie sich zu Herzen nehmen, um die Aufnahme der Fructose und Ihre Verdauung zu verbessern [11]:

  • Zusätzliche Fett- und Proteinquellen unterstützen die Aufnahme von Fructose.
  • Gegartes Gemüse ist besser verträglich für den Darm und enthält noch die meisten seiner Nährstoffe.

Sobald die richtigen Lebensmittel gefunden worden sind, können Sie nun die Phase der Dauerernährung in Angriff nehmen. Die Dauerernährung beinhaltet nun alle Lebensmittel, die Sie künftig in Ihrer Ernährung beibehalten sollten. Achten Sie darauf, dass Ihr Grundbedarf an Kalorien, Kohlenhydraten, Fett, Protein, Vitaminen und Mineralstoffen gedeckt ist. Eventuell macht hier eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln Sinn.

Wie sieht das Leben mit einer Fructose-Intoleranz aus?

Nach der Karenzphase lässt die starke Einschränkung von Lebensmitteln nach und die Einführung einer „normalen“ Kost ist wieder möglich. Zwar müssen Sie darauf achten, wie viel Fructose in einem Lebensmittel enthalten ist und das Verhältnis von Glucose und Fructose beachten. Wenn Sie sich einmal mit dem Thema auseinandergesetzt haben, ist die Durchführung einer für Sie verträglichen Kost kein Hindernis mehr.

Folgende Tipps helfen, den Alltag mit einer Fructose-Intoleranz zu erleichtern:

  • Beachten Sie für die dauerhafte Ernährung, dass Sie täglich mehr Gemüse als Obst zu sich nehmen, da Gemüse weniger Fructose enthält.
  • Bereiten Sie das Gemüse vitamin- und mineralstoffschonend zu. Beispielsweise sollten Sie Gemüse kurz mit wenig Flüssigkeit dünsten oder dämpfen statt länger im Wasser liegen zu lassen oder stark anzubraten.
  • Häufig wird von Beschwerden nach dem Verzehr von frischem Gemüse berichtet. Alternativ können Sie Tiefkühlgemüse nutzen oder auf Strünke von Brokkoli und Blumenkohl verzichten.
  • Obst bitte nicht aufgrund einer Intoleranz weglassen. Wählen Sie besser verträgliche Sorten aus und essen Sie die weniger verträglichen Sorten zusammen mit Proteinen und Fetten.
  • Da mit Obst wichtige Nährstoffe sowie Ballaststoffe zugeführt werden, müssen diese bei Verzicht der entsprechenden Obstsorten über andere Lebensmittel ausgeglichen werden. Gemüse ist dafür besonders geeignet.
  • Bewegen Sie sich nach dem Essen, da dies die Darmbewegungen positiv beeinflusst und Beschwerden reduzieren kann
  • Bevorzugen Sie Getränke ohne Kohlensäure - sie sind bekömmlicher.
  • Achten Sie beim Kauf von industriell gefertigten Lebensmitteln darauf, dass in der Zutatenliste nicht die folgenden Inhaltsstoffe enthalten sind und meiden Sie diese: Fructose, Fruktose, Fruchtzucker, Fruktose-Sirup, Fruktose-Glukose-Sirup, Zuckeraustauschstoff, Stärkesirup, Apfel-Birnen-Kraut, Kunsthonig (Invertzucker), Sorbit (E 420), Mannit (E421), Isomalt (E 953), Maltit (E 965), Laktit (E966), Xylit (E967), Zuckeralkohol.

Zusammenhang zur Sorbit-Intoleranz

Bei einer Fructose-Intoleranz sollte der Konsum von sorbithaltigen Lebensmitteln einschränken werden. Der Grund: Sorbit und Fructose werden über den gleichen Transporter aus dem Dünndarm in den Blutkreislauf gebracht. Wird neben Fructose auch Sorbit von Personen mit einer Fructose-Intoleranz aufgenommen, blockiert dieses den gemeinsamen Transporter. Folglich gelangt noch mehr unverdaute Fructose in den Dickdarm und verstärkt die bereits vorhandenen Symptome [12].

Zudem kommt es beim Abbau und der Verwertung von Sorbit unter anderem zu einer Umwandlung zu Fructose. Das bedeutet, je mehr Sorbit zu sich genommen wird, desto mehr Fructose wird entsprechend gebildet und führt schlussendlich zu den Symptomen der Fructose-Intoleranz [13].

Gut zu wissen: Für Menschen mit einer Sorbit-Intoleranz besteht kein Grund zur Besorgnis. Die meisten Betroffenen vertragen fructosehaltige Lebensmittel. In diesem Fall besteht die allgemeine Schwierigkeit bei der Ernährungsumstellung darin, sorbithaltige Lebensmittel deutlich von ausschließlich fructosehaltigen Lebensmitteln abzugrenzen.

Folgen einer unbehandelten Fructose-Intoleranz

Wenn eine vorhandene Fructose-Intoleranz nicht behandelt wird, kann es zu Folgeerkrankungen kommen: Eine ständige Zufuhr von Fruktose führt in den unteren Darmabschnitten zu einer Veränderung des pH-Wertes, einem Anstieg der Gasbildung und des Drucks vor Ort. Die Klappe, die normalerweise Dick- und Dünndarm trennt, wird in ihrer Funktion beeinträchtigt. Dies kann zu einem Rückfluss von Bakterien vom Dickdarm in den unteren Dünndarmbereich führen. Dadurch kann sich die Darmflora so verändern, dass es zu einer bakteriellen Fehlbesiedlung mit zahlreichen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt kommt [12].

Fructose-Intoleranz – Tabletten

Mittlerweile bieten Pharmakonzerne ebenfalls Arzneimittel an, die Menschen mit einer Fructose-Intoleranz den Verzehr fructosehaltiger Lebensmittel erleichtern sollen. Aus Bakterien wird ein Enzym gewonnen, welches im Dünndarm Fructose in Glucose umwandelt. Dieser Vorgang erleichtert die Verdauung des Einfachzuckers und verhindert die Beschwerden, die ansonsten bei der Aufnahme von Fructose auftreten [14].

Zusammengefasst: Die Therapie setzt sich aus drei Phasen zusammen mit dem Ziel der Beschwerdefreiheit: Der Darm wird entlastet, die individuelle Verträglichkeit von Fructose festgelegt und eine geeignete Dauerernährung eingeführt. Eine Fructose-Intoleranz sollte in jedem Fall therapiert werden, da sonst eine bakterielle Fehlbesiedlung des Darms die Folge sein kann.

Welche Lebensmittel enthalten Fructose?

Fruchtzucker taucht in jeder Obst- und Gemüsesorte auf - allerdings stets in unterschiedlichen Mengen. Auch Honig enthält Fructose. In der Nahrungsmittelindustrie wird vor allem Fructose aufgrund seiner Süßkraft den Lebensmitteln zugesetzt. Besonders Süßigkeiten, Schokolade, Fertiggerichte und alkoholische Getränke enthalten hohe Mengen an Fructose [3].

Die Fructose in unserer alltäglichen Ernährung kommt aus zwei Quellen: als natürlich vorkommender Bestandteil in Obst und Gemüse, und als hinzugefügter Inhaltsstoff in vielen verarbeiteten Produkten. Lebensmittelhersteller setzen gerne Fructose ein, weil es süßer als Glucose ist und dadurch wirtschaftlich attraktiver, weil weniger eingesetzt werden muss. Außerdem hilft es, verarbeitete Produkte zu stabilisieren [15, 16].

Am besten sollte ein Blick auf die Nährstoffliste bei Lebensmitteln geworfen werden, da sich hinter zahlreichen Bezeichnungen Stoffe verbergen, die Fructose enthalten.

Versteckte Fruktose Fructose Begriffe

Was darf man bei einer Fructose-Intoleranz essen?

Eine Fructose-Intoleranz bedeutet nicht, dass vollständig auf Obst und Gemüse verzichtet werden muss. Ansonsten müsste mit starken Nährstoffdefiziten im Vitaminhaushalt gerechnet werden. Die Aufnahme von Fructose lässt sich durch Glucose verbessern. Worauf man achten sollte, ist das individuelle Verhältnis von Fructose und Glucose in Lebensmitteln. Liegt das Verhältnis bei 1, also gleiche Anteile von Fructose und Glucose, oder ist kleiner als 1, eignet sich das Lebensmittel zum Verzehr [17].

Nachfolgend ist eine Tabelle mit den Gehalten an Fruktose, Glukose und Sorbit in ausgewählten Obstsorten zur Orientierung aufgeführt. Nicht für alle Obstsorten liegen Daten zu ihrem Sorbitgehalt vor.

Zusammenfassung der Tabelle

Anhand der Tabelle lässt sich erkennen, dass Nahrungsmittel wie Aprikosen, Bananen, Mandarinen, Mirabellen, Pflaumen, Preiselbeeren, Sauerkirschen, Weintrauben, Zitronen und Zuckermelonen bei einer Fructose-Intoleranz gut verträglich sind. Weitere gut verträgliche Lebensmittel sind beispielsweise Avocado, Papaya, Aubergine, Gurke, Karotten, Kartoffeln und Zucchini [8].

Klingt kompliziert, doch mit der Zeit wissen Betroffene nur zu gut, welche Lebensmittel sie ohne Probleme essen und auf welche sie getrost verzichten können. Im Sommer bietet sich als gute Alternative zum Apfelkompott zum Beispiel das Rhabarberkompott an. Auch eine Packung Heidelbeeren kann als Ersatz für die Schale Erdbeeren im Sommer dienen. Bei alkoholischen Getränken sollte ebenfalls auf den Sorbit-Gehalt geachtet werden. Der Anteil an Sorbit im Weißbier beispielsweise ist mit 0,002 pro 100g verzehrbarem Anteil verschwindend gering [8].

Traubenzucker hilft bei Fructose-Intoleranz

Glucose unterstützt den Transport von Fructose über die Dünndarmschleimhaut in den Blutkreislauf. Daher besteht die Möglichkeit, durch Zugabe von Glucose, in Form von Traubenzucker, die Verträglichkeit eines Lebensmittels zu verbessern. Allerdings ist unbedingt darauf zu achten, dass Glucose reich an Kalorien ist und der Blutzuckerspiegel stark ansteigen kann. Hohe Mengen an Glucose begünstigen Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2. Sollte das Bedürfnis nach Süßem bestehen, finden sich mittlerweile im Supermarkt oder Online-Shops auch fructosefreie Süßigkeiten. Jedoch sollten diese wie herkömmliche Süßigkeiten in geringen Maßen verzehrt werden. Statt Fructose enthalten sie den kalorienreichen Glucose-Sirup [17].

Glucose-Fructose-Sirup – Der High-Fructose Corn Syrup

Wer einen Blick auf die Zutatenliste von industriell hergestellten Lebensmitteln wirft, entdeckt immer öfter die Zutat: Glucose-Fructose-Sirup. Der im englischen High-Fructose Corn Syrup, im deutschen Maissirup, wird vorwiegend aus gentechnisch veränderten Maissorten gewonnen und verspricht dem Konsumenten Süße aus der Natur und der Industrie eine sehr starke Süßkraft mit geringem finanziellen Einsatz [18–21].

Die Verwendung des Sirups ist vor allem in den USA sehr verbreitet und wird besonders Süßigkeiten zugesetzt. Bei übermäßigem Konsum kann zu gesundheitsschädlichen Folgen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht, Krebserkrankungen und Fettleber führen. Diese Folgen stammen hauptsächlich aus überdurchschnittlich bzw. unnatürlich hohen Vorkommen an Fructose und Glucose. Obst und Gemüse enthalten in der Regel unbedenkliche Mengen an Fructose und Glucose [18–21].

Zusammengefasst: Überdurchschnittlich hohe Mengen an Fructose, so wie sie im Maissirup vorkommen, wirken sich negativ auf den Körper aus [18–21].

Rezepte für Fruktose-Intoleranz

Fructose-Intoleranz –Test

Wie testet man eine Fructose-Intoleranz?

Eine Fructose-Intoleranz wird über einen Atemgas-Test festgestellt. Dieser erfolgt in der Regel bei einem Hausarzt, Allergologen, Heilpraktiker oder von zu Hause aus mit dem cerascreen® Fructose-Intoleranz-Test. Zunächst wird eine fructosehaltige Lösung auf nüchternen Magen getrunken. In mehreren Zeitabständen wird eine Atemgasprobe abgegeben, um die Konzentration der abgegebenen Gase Wasserstoff und Methan zu messen, die bei einer Fructose-Intoleranz vermehrt gebildet werden [22].

Der cerascreen® Fructose-Intoleranz-Test

erascreen® Fructose-Intoleranz-Test Die Ermittlung einer Fructose-Intoleranz funktioniert nun auch von zu Hause aus. Der cerascreen® Fructose-Intoleranz-Test ist ein Probenahme-Einsendekit für zu Hause. Der Test dient der Bestimmung der Wasserstoff-(H2) und Methan-(CH4) Konzentration in Ihrer ausgeatmeten Luft. Dadurch kann eine beeinträchtigte Aufnahme der Fructose nachgewiesen werden. Die Messung des Wasserstoffs (H2) ist - bei Vorliegen der entsprechenden Symptome - der Goldstandard in der Diagnostik der Fructose-Intoleranz. Wasserstoff wird in höherer Menge gebildet, wenn eine fehlerhafte Verstoffwechselung von Fructose vorliegt. Da ca. 35 % der Menschen nicht in ausreichendem Maße Wasserstoff über die abgeatmete Luft liefern, wird ebenfalls die Methankonzentration gemessen. Methan ist ein weiteres Atemgas, welches vermehrt bei Vorliegen einer Unverträglichkeit vorkommt.

Der Test beinhaltet die kostenlose Auswertung im Diagnostik-Fachlabor, den Versand der Probe und einen ausführlichen Ergebnisbericht.

Was wird bei einer Fructose-Intoleranz gemessen?

cerascreen test Atemgasanalyse Zur Auswertung einer Fructose-Intoleranz untersucht man die Differenzen der ausgeatmeten Gase Wasserstoff und Methan im Vergleich zum Nüchternwert. Die Messungen verlaufen in regelmäßigen Zeitabständen nach Einnahme der fructosehaltigen Lösung. Sollte bei den Wasserstoff-Messungen eine Differenz von 20 ppm (parts per million) und/oder bei denen von Methan eine von 12 ppm auftreten, ist eine Fructose-Unverträglichkeit kann sehr wahrscheinlich. Wenn bei Methan die Differenz geringer ausfällt, ist das Ergebnis der Wasserstoff-Messung der aussagekräftigere Parameter.

Fructose und Übergewicht

In Tierversuchen wurde herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aufnahme von Fructose und Übergewicht (Adipositas) besteht. Wenn Fructose in großen Mengen aufgenommen wird, wandelt der Körper die überschüssige Fructose in Fett um. Da es sich bei Fructose um einen Zucker handelt, wird es für die Energiebereitstellung verwendet. Wird allerdings nicht so viel Energie verbraucht wie aufgenommen kommt es zu einer Gewichtsreduktion. Die Fette können sich zum einen an Organe, wie der Leber anlagern. Zum anderen gelangen die Fette in den Blutkreislauf wo sie sich dann ins Fettgewebe begeben. Im Blut können die erhöhten Fette dann gemessen werden. Die erhöhte Anzahl an schlechten Blutfetten (LDL-Cholesterin und Triglyceride) sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen [23, 24].

Eine weitere Erklärung für den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Fructosezufuhr und dem Risiko Übergewicht zu entwickeln beruht auf dem menschlichen Sättigungsmechanismus. Fructose hat die Eigenschaft das Sättigungshormon Leptin zu blockieren, welches im Fettgewebe produziert wird. Sobald die Fettspeicher durch die Nahrungsaufnahme gefüllt sind, wird Leptin ausgeschüttet und das Sättigungsgefühl tritt ein. Fructose unterdrückt allerdings diese Hormonausschüttung. Auf Grund dessen wird mehr und mehr Nahrung aufgenommen, um den Appetit zu stillen. Der Teufelskreis nimmt seinen Lauf. Durch die vielen Kalorien, die dem Körper dann zugeführt werden, folgt eine Gewichtszunahme [25].

Fazit:
In Studien konnte gezeigt werden, dass ein hoher Verzehr an Fructose das Risiko einer Gewichtszunahme erhöht. Jedoch beziehen sich die Untersuchungen vor allem auf die synthetische Fructose, die im High-Fructose Corn Syrup (Maissirup) vorkommt.

Fructose und Diabetes

Als Risikofaktor für den Diabetes Typ2 wird immer wieder der Verzehr von Zucker (Mono- und Disaccaride) in Betracht gezogen. Fructose (Fruchtzucker) als Monosaccharid zählt auch dazu. Es wird deren direkte und indirekte Wirkung auf die Entwicklung eines Diabetes diskutiert. Besonders gezuckerte Süßgetränke nehmen in diesem Kontext eine wichtige Rolle ein.

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Bei Mäusen wurden nach Fütterung mit fructosereichen Lebensmitteln hohe Insulinspiegel im Blut gemessen. Durch eine zu hohe Insulinproduktion nimmt nach einiger Zeit die Fähigkeit der Zellen ab, Insulin aufzunehmen und von der Bauchspeicheldrüse wiederum das Insulin zu produzieren (Insulinsensitivität). Wenn die Insulinsensitivität der Zellen abnimmt, steigt das Risiko von Diabetes mellitus Typ 2. Je größer der Körperfettanteil ist, desto größer ist das Risiko einer Insulinresistenz.
Die Wirksamkeit von Insulin wird durch eine weitere Eigenschaft von Fructose beeinträchtigt, nämlich durch den glykämischen Index. Der glykämische Index von Fructose als Maissirup ist 73, ein Wert von 70 entspricht einem sehr hohen Index und führt zu einem schnellen Blutzuckeranstieg [26, 27].

Der glykämische Index gibt an, wie stark der Blutzuckerspiegel nach Nahrungsaufnahme ansteigt. Wenn der glykämische Index größer als 70 ist, wird viel Insulin produziert. Bei kontinuierlichem Verzehr von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index verliert das Insulin an Wirksamkeit.

Fazit: 
Menschen mit Diabetes mellitus sollten Produkte wie Maissirup unbedingt meiden, da dieser den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lässt. Ebenso erhöht ein übermäßiger Konsum das Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken.

Fructose und Fettleber

Die Fettleber ist eine Erkrankung der Leber mit übermäßiger Einlagerung von Fett in den Leberzellen. Je nach Bedarf wird Fruktose in der Leber in Energie, Glukose oder Fettsäuren umgewandelt. Letztere lagern sich bevorzugt in Form von Bauchfett oder in der Leber selbst ab. Auf diesem Weg kann ein Überschuss an Fruktose in der Nahrung zu nicht-alkoholischer Fettleber (NAFL) und Vermehrung von Körperfett (Übergewicht/Adipositas) führen. Bis vor wenigen Jahren wurde die Fettleber immer nur im Kontext mit übermäßigem Alkoholkonsum beschrieben und darüber hinaus kaum als Erkrankung wahrgenommen. Inzwischen ist klar, dass es sich um eine relevante Störung handelt, deren Ausmaß zurzeit immer noch unterschätzt wird [20, 28].

Fazit der gesamten Studienlage

Bei all den aufgeführten negativen Effekten von Fructose muss beachtet werden, dass sich die Studien hauptsächlich auf die synthetisch (künstlich) hergestellte Fructose beziehen. Künstliche Fructose befindet sich in hohen Mengen in Fertiggerichten, Süßigkeiten und in Maissirup (HFCS). Der Gehalt an Fructose in Obst und Gemüse beläuft sich auf normale, unbedenkliche Mengen. Dennoch sollte man diese trotz der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe nicht in Massen verzehren. Sie enthalten zwar die „gesunde“ Fructose, dennoch handelt es sich um eine Form des Zuckers, der zu einer Gewichtszunahme führt.

In Anbetracht der genannten Fakten sollte auf die Aufnahme an Fructose aus der Nahrungsmittelindustrie geachtet und diese reduziert werden. Die synthetische Fructose, wie in Maissirup, bildet als Nebenprodukt reaktive Sauerstoffradikale. Diese Moleküle wirken schädigend auf die Zellen und verursachen eine Reihe von Entzündungsreaktionen [29].

Sorbit

Was ist Sorbit?

Sorbit (oder auch Sorbitol) ist chemisch gesehen ein Zuckeralkohol und zählt zu der Gruppe der Zuckeraustauschstoffe. Es kommt in natürlichen Lebensmitteln und als synthetische Form in der Lebensmittelindustrie vor. Dort wird es vorwiegend als Süßungsmittel und Feuchthaltemittel verwendet. Mit 2,4 kcal (Kilokalorien) pro Gramm wird es insulinabhängig im Körper verarbeitet und der Energiegewinnung zugeführt [2].

Gut zu wissen:

Sorbit ist ein Lebensmittel-Zusatzstoff und wird mit der E-Nummer 420 gelistet. Lebensmittel, die mehr als 10 % Sorbit enthalten, müssen mit dem Hinweis „kann in größeren Mengen abführend wirken“ gekennzeichnet werden [30]. 

Sorbit in der Lebensmittelindustrie

Der Vorteil von Sorbit gegenüber anderen Zuckeraustauschstoffen wie Fructose ist, dass dieses Wasser bindet. Mit Sorbit versetzte Lebensmittel können dadurch länger feucht gehalten werden und bleiben folglich länger frisch. Zudem ist das Sorbitol auch nach dem Erhitzen geschmacksstabil. Industriell wird es daher auch häufig zum kalorienreduzierten Süßen von warmen Süßspeisen eingesetzt [31, 32].

Zusammenhang zur Fructose-Intoleranz

Normalerweise findet die Verdauung von Sorbit im Dünndarm des Magen-Darm-Trakts statt: Dort helfen ganz spezifische Enzyme, den Zuckeralkohol in seine Einzelbausteine, in Einfachzucker, abzubauen. Sorbit wird so im Körper in Fructose umgewandelt - umgekehrt kann Fruktose auch zu Sorbit werden. Daher besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Verstoffwechselung dieser beiden Stoffe [22].

Sorbit - Nebenwirkungen

Zuckeralkohole können in hohen Mengen zu Nebenwirkungen führen. Zu diesen zählen unter anderem: Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Diabetiker sollten Zuckeralkohole größtenteils meiden. Trotz zahlreicher ärztlicher Empfehlungen erhöhen Zuckeralkohole den Blutzucker. Ständige Überzuckerungen sind bei Diabetikern für Störungen im Nervensystem, der Sehkraft und der Nieren verantwortlich [33].

Sollte eine Fructose-Intoleranz vorliegen, verstärkt Sorbit die Beschwerden, indem es die Aufnahme von Fructose stärker beeinträchtigt als sie es schon ist.

Was ist eine Sorbit-Intoleranz?

Liegt eine Sorbit-Intoleranz vor, ist die Verdauung von Sorbit im Dünndarm gestört. Sorbit wird teilweise oder gar nicht abgebaut. Die Ursachen hierfür können von ganz unterschiedlicher Natur sein. Dazu gehören:

  • verringerte Aktivität oder vollständige Inaktivierung der Sorbit-Verdauungsenzyme
  • Defekte bei Transportprototeinen

Das unverdaute Sorbit gelangt in den Dickdarm, wo dann dort ansässige Bakterien die weitere Zersetzung in seine Einzelbausteine vornehmen. Als Abbauprodukte entstehen die Atemgase Kohlenstoffdioxid (CO2), Wasserstoff (H2) und Methan (CH4) sowie kurzkettige Fettsäuren. Diese führen dann zwangsläufig zu den klassischen Symptomen einer Sorbit-Intoleranz [34].

Sorbit-Intoleranz – Symptome

Was sind die Symptome einer Sorbit-Intoleranz?

Zu den klassischen Symptomen einer Sorbit-Intoleranz zählen aufgrund der Gasbildungen Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen. Zusätzlich wirken die gebildeten kurzkettigen Fettsäuren wasserziehend, welches wiederum Durchfälle bedingt. Daneben leiden Betroffene häufig zusätzlich unter folgenden ganz unspezifischen Begleiterscheinungen [34]:

  • Müdigkeit und häufiges Gähnen
  • Abgeschlagenheit bis hin zu Depressionen
  • Kopfschmerzen bis hin zu Migräne

Generell können alle genannten Symptome auch ganz anderen Ursprungs sein, wie z.B. ein bestehender Magen-Darm-Infekt oder psychische Probleme, sodass die eindeutige Diagnose Sorbit-Intoleranz häufig erst sehr spät gestellt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Patienten bereits einen längeren Leidensweg hinter sich, der oftmals eine ergebnislose Zeit sowie nervenaufreibende Besuche bei mehreren Ärzten mit einschließt.

Sorbit-Intoleranz – Ursache

Sorbit wird in der Regel langsam vom menschlichen Körper aufgenommen. Bei einem übermäßigen Verzehr sorbtihaltiger Lebensmittel sammelt sich der Zuckeralkohol im Verdauungstrakt an. Besonders bei einer Verdauung mit einer schnellen Transitzeit gelangt Sorbit vom Dünndarm in den Dickdarm, wo es von den dort ansässigen Bakterien verwertet wird und mit ersten Beschwerden einhergeht. Studien konnten auch zeigen, dass Betroffene eines Reizdarmsyndroms oder einer Zöliakie Sorbit schlechter verdauen [34, 35].

Die Transitzeit beschreibt die Dauer, wie lange die Nahrung in einem bestimmten Verdauungsabschnitt verweilt. So bleibt der Nahrungsbrei beispielsweise drei Stunden im Dünndarm, während er im Dickdarm bis zu vier Tagen verweilen kann [36]

Bitte beachten: Die Beschwerden einer Sorbit-Intoleranz treten ebenfalls bei Menschen auf, die nicht an einer Unverträglichkeit leiden. So verursachen mehr als 20 Gramm Sorbit am Tag die Beschwerden, die bei Personen mit einer Intoleranz vorkommen [37].

Sorbit-Intoleranz – Therapie

Eine effektive Methode, um das Auftreten der Symptome einer Sorbit-Intoleranz zu verhindern, ist das vollständige Meiden sorbithaltiger Nahrungsmittel. Da dies jedoch mit einer starken Einschränkung verbunden ist und in der Regel Sorbit in bestimmter Menge vertragen wird, ist eine lebenslange, strikte Karenz nicht notwendig. Wie bei einer Fructose-Intoleranz auch, hat die Therapie Beschwerdefreiheit durch eine Ernährungsumstellung zum Ziel. Auch hier wird den drei Phasen gefolgt, um den Darm zunächst zu entlasten, dann eine schrittweise Einführung geringer Mengen sorbithaltiger Lebensmittel vorzunehmen und anschließend die individuelle Schwelle der Verträglichkeit festzulegen [11].

Die drei Phasen der Ernährungsumstellung:

  1. Phase: Karenzphase 
    In dieser Phase wird für einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen Sorbit auf ein Minimum reduziert und Fructose ggf. ebenfalls reduziert. Lebensmittel, die gemieden werden sollten, können Sie der Grafik Sorbithaltige Lebensmittel entnehmen. Bitte beachten: Zahnpasta und Mundspülungen enthalten fast immer Sorbit. Bei Personen, die diese schlucken, wie beispielsweise Kinder oder Demente, sind diese Artikel besser wegzulassen. Ansonsten sind sie unbedenklich [8].

Tipp für Sie: In der Karenzphase, in der sorbithaltiges Obst im Speiseplan stark reduziert werden muss, können Sie auf sorbitarme/sorbitfreie Obstsorten zurückgreifen. In Gemüse sind normalerweise keine verdauungsrelevanten Mengen an Sorbit enthalten. Beschwerden in diesem Bereich sind oft auf die blähende Wirkung mancher Gemüsesorten zurückzuführen. Wenig Sorbit ist zudem in folgenden Lebensmitteln zu finden: Eier, Fisch, Fleisch, Kräuter, Pflanzenöle, Pfeffer und Salz.

  1. Phase: Testphase
    Nach der Karenzphase, in der Sie größtenteils auf Sorbit verzichtet haben, folgt die sechswöchige Testphase. Nun können mehr sorbithaltige Lebensmittel in die Ernährung aufgenommen werden, um die individuelle Verträglichkeit zu testen.

Tipp: Führen Sie hier ein Ernährungstagebuch mit den verzehrten Lebensmitteln und deren Verträglichkeit auf. 

  1. Phase: Dauerernährung
    Die dritte und letzte Phase gilt der Festlegung der Dauerernährung mit einem besonderen Augenmerk auf die Deckung des Nährstoffbedarfs. Grundlage der Ernährung ist eine vollwertige und nährstoffdeckende Kost. Die dauerhafte Ernährung ist entsprechend der individuellen Verträglichkeit unterschiedlich, meist werden aber einige Gramm Sorbit täglich durchaus vertragen.

Weitere Tipps

  • Bewegen Sie sich nach dem Essen, da dies die Darmbewegungen anregt und dadurch die Beschwerden reduziert werden können. Nehmen sie sich Zeit für das Essen - das erhöht die Verträglichkeit. Stress und psychische Belastungen beeinträchtigen die Darmfunktion.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung durch Zufuhr von etwa 1,5 Liter pro Tag. Bei Durchfällen ist der Bedarf höher und sollte über 1,5 Litern betragen. Bevorzugen Sie Trink- und Mineralwässer, ungesüßten Früchte- oder Kräutertee. Fruchtsaftschorlen und kohlensäurehaltige Getränke müssen ausgetestet werden.
  • Beachten Sie die Zutatenliste! Diese kann sich jederzeit unbemerkt ändern.
  • Bei Arzneimitteln fragen Sie den Arzt oder Apotheker, inwieweit Sorbit und ggf. Fruktose vorhanden sind und welche Ersatzmittel im Bedarfsfall genutzt werden können.
  • Eine Überprüfung der Nährstoffe in Ihrer Dauerernährung kann durch eine erfahrene Ernährungsfachkraft durchgeführt werden.

Welche Lebensmittel enthalten Sorbit?

Sorbit kommt in seiner natürlichen Form in verschiedensten Früchten sowie Trockenfrüchten vor. Heutzutage wird es aber besonders in der Lebensmittelbranche zur Süßung von Diätprodukten eingesetzt. In der Pharmaindustrie wird es in Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln verwendet, um deren Geschmack für den Kunden kalorienbewusst zu verbessern. Süßwaren wie Schokolade enthalten häufig Sorbit für eine zusätzliche Süße [8, 38]

Nachfolgend gelistet sind sorbitreiche und sorbitarme Lebensmittel sowie eine Liste an E-Nummern, hinter denen sich Sorbit versteckt. Generell lässt sich sagen, dass natürlicherweise Sorbit tendenziell eher in Kernobst vorkommt und in Beeren beispielsweise weniger [39].

Gut zu wissen: Sorbit wird auch als Feuchthaltemittel genutzt wird. Durch die Zugabe von Sorbit trocknen Schokolade, Gummibärchen und weitere Süßigkeiten nicht so schnell aus [40].

Fazit:
Wurde eine Sorbit-Intoleranz zum Beispiel durch den cerascreen® Sorbit-Intoleranz Test bestätigt, sollten Betroffene auf gewisse Lebensmittel zunächst komplett verzichten. Das erscheint dem Betroffenen zu Anfang als sehr anstrengend, da dieser die Ernährung komplett umstellen muss und auch Ersatzprodukte meist nicht sofort parat sind. Doch die Mühe lohnt sich: Schnell kann endlich eine Beschwerdefreiheit erreicht werden. Nach circa zwei Wochen strikter Meidung sorbithaltiger Produkte können Betroffene beginnen, sich an die individuelle Sorbit-Toleranzschwelle heranzutasten und kleinste Mengen sorbithaltiger Produkte in den Speiseplan wieder einzuführen. Werden diese gut vertragen, können die Dosen langsam erhöht werden. Schlussendlich erhält man dadurch ein klares Bild davon, wie stark die Sorbit-Unverträglichkeit bei einem persönlich ausgeprägt ist.

Doch keine Angst! Wird doch einmal mehr Sorbit verzehrt als eigentlich verträglich, müssen keine Folgeschäden befürchtet werden. Nur die bereits erfolgreich erreichte Beschwerdefreiheit ist damit beendet und es treten die bereits bekannten, typischen Akut-Symptome wie Blähungen oder Durchfall auf.

Sorbit-Intoleranz – Tabletten

Momentan gibt es für Betroffene einer Sorbit-Intoleranz keine medikamentöse Therapie in Form von Tabletten. Daher sollte stets auf eine sorbitfreie bis sorbitarme Ernährung geachtet werden, um keinerlei Beschwerden mehr zu bekommen.

Eignet sich Stevia als Ersatz?

Stevia, umgangssprachlich für Stevioglycoside, ist ein Süßungsmittel, welches aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen wird. Es enthält nahezu keine Kalorien und ist bis zu 300-mal süßer als der herkömmliche Haushaltszucker. Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) gelten Stevia und andere Süßungsmittel wie Acesulfam, Aspartam, Saccharin, Sucralose und Neotam als unbedenklich. In den Medien wird vor allem Stevia als eine gesündere Alternative im Vergleich zu anderen Süßungsmitteln hochgepriesen. Jedoch ist laut der DDG Stevia nicht gesünder als ihre Alternativen. Somit eignen sich für Diabetiker die anderen genannten Süßungsmittel ebenfalls, um den Zucker zu ersetzen. Dennoch sollten jene auch nicht in hohen Mengen konsumiert werden. Süßungsmittel können, wie Zuckeralkohole, zu Blähungen, Durchfall und Bauchkrämpfen führen. Überdies wird weiterhin kontrovers diskutiert, ob Zuckeraustauschstoffe tatsächlich für Diabetiker geeignet sind. Zuckeralkohole können trotz geringen glykämischen Index den Blutzucker stark erhöhen [33, 41].

Wussten Sie schon?
Kohlenhydrathaltige Lebensmittel haben einen deutlich höheren glykämischen Index als kohlenhydratarme Lebensmittel wie Gemüse und Milchprodukte. 

Sorbit-Intoleranz – Test

Sorbit wird in der Nahrungsindustrie häufig eingesetzt und kommt ebenfalls auf natürliche Weise in Lebensmitteln vor. Menschen, die besonders anfällig sind, merken meist nicht, dass sie womöglich den Zuckeralkohol Sorbit nicht vertragen. Sollten Ihnen die Folgeerscheinungen einer Sorbit-Intoleranz nach dem Verzehr der aufgelisteten Lebensmittel bekannt vorkommen, empfiehlt es sich, einen Sorbit-Intoleranz-Test durchzuführen. Mit dem cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test können Sie dies in den eigenen vier Wänden angehen.

Wie testet man eine Sorbit-Intoleranz?

Nach der Aufnahme einer sorbithaltigen Lösung werden bei einer bestehenden Unverträglichkeit Atemgase produziert. Der durch Dickdarmbakterien gebildete Wasserstoff wird wieder in den Blutkreislauf abgegeben und verlässt über die ausgeatmete Luft den menschlichen Körper. Die Menge des ausgeatmeten Wasserstoffs wird in einem zertifizierten Fachlabor gemessen. Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test misst zusätzlich den Gehalt an Methan, welches bei einer Unverträglichkeit ebenfalls erhöht sein kann.

Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test

cerascreen® Sorbit-Intoleranz-TestEine einfache, schnelle und effiziente Lösung, die dabei helfen kann, eine mögliche Sorbit-Unverträglichkeit festzustellen, stellt der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test dar. Dieser Test kann in wenigen Schritten einfach von zu Hause aus durchgeführt werden und schnell Klarheit ins Dunkel der Symptomvielfalt bringen.

Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test ist ein H2-Atemtest, dem medizinischen Goldstandardverfahren - angewandt nicht nur zur Testung einer möglichen Sorbit-, sondern auch zur Abklärung einer Fructose-Intoleranz und Laktose-Intoleranz. Zusätzlich wird die Konzentration an Methan zur Feststellung einer Intoleranz berücksichtigt, da 35 % der Menschen nicht im ausreichenden Maß Wasserstoff über die abgeatmete Luft liefern. 

Alle Materialien, die für den Test benötigt werden, befinden sich bereits im Testkit. Nach der Auswertung erhalten Sie einen detaillierten Ergebnisbericht, der Ihnen genau schildert, ob eine potentielle Sorbit-Intoleranz bei Ihnen vorliegt. Des Weiteren erhalten Sie Handlungsempfehlungen, wie Sie im Falle einer Intoleranz am besten fortfahren. Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Ernährungsberater/innen telefonisch zur Verfügung.

Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test beinhaltet:

  • Messung der Wasserstoff- und Methan-Konzentration im Atemgas
  • Probenentnahme geht ganz einfach von zu Hause aus
  • Wasserstoff-Atemtest ist das medizinische Goldstandverfahren
  • Messung von Methan als zusätzlicher Parameter
  • Einen ausführlichen Ergebnisbericht mit individuellen Handlungsempfehlungen

Sorbit-Intoleranz und Gewichtszunahme

Lebensmittel, die Zuckeraustauschstoffe enthalten, werden als ,,Light“-Produkte oder als zuckerfrei beworben. Besonders sollen dadurch Personen angesprochen werden, die sich für eine gesunde, zuckerarme Lebensweise interessieren oder aufgrund von Übergewicht beziehungsweise bestehender Krankheiten wie Diabetes Mellitus ihren Zuckerkonsum reduzieren wollen. Der Markt und die Auswahl an „zuckerfreien“ oder „Light“-Produkten sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Auch die Zahl an Übergewichtigen und an Diabetes mellitus Erkrankten ist in Deutschland um mehr als 3 % gestiegen im Vergleich zu 2003 [42].

Aufgepasst! Doch der Wortlaut „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass gar kein Zucker enthalten ist. Ein Vorteil von Zuckeraustauschstoffen gegenüber der Verwendung des handelsüblichen Haushaltszuckers ist aber der langsamer verlaufende Abbau zu Einfachzuckern. Dem Körper wird dadurch signalisiert, dass er noch nicht erneut Nahrung benötigt, da die Kohlenhydratspeicher noch voll sind. Der Organismus ist immer noch mit der Verwertung „beschäftigt“. Dementsprechend ist das Verlangen nach Süßem oder erneuter Nahrungsaufnahme länger anhaltend reduziert. Nichtsdestotrotz besitzen die Zuckeraustauschstoffe nur geringfügig weniger Kalorien als eine vergleichbare Menge Haushaltszucker und müssen daher in die tägliche Kalorienbilanz mit einberechnet werden. Daher führt ein erhöhter Konsum an Lebensmitteln mit Zuckeraustauschstoffen zu einer erhöhten Gewichtszunahme [42].

Zusammenfassung

  • Fructose gehört zu der Gruppe der Einfachzucker.
  • Eine Fructose-Intoleranz beruht auf einen Defekt eines Transportproteins, sodass Fructose im Dickdarm, anstatt im Dünndarm, verdaut wird und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auftreten.
  • Maissirup enthält Fructose in überdurchschnittlich hohen Mengen. Studien konnten zeigen, dass ein hoher Konsum vom Maissirup mit Erkrankungen wie Diabetes und Fettleber in Verbindung steht.
  • Eine Fructose-Intoleranz lässt sich mittels eines Atemgastests ermitteln.
  • Sorbit gehört zu der Gruppe der Zuckeralkohole.
  • Sorbit kommt auf natürliche Weise in Lebensmitteln vor und wird künstlich in der Lebensmittelindustrie hergestellt.
  • Menschen mit einer Fructose-Intoleranz leiden größtenteils auch an einer Sorbit-Intoleranz, da Sorbit im Körper zu Fructose umgewandelt wird.
  • Die Beschwerden einer Sorbit-Intoleranz entsprechen denen einer Fructose-Intoleranz.
  • Die Bestimmung einer Sorbit-Intoleranz erfolgt ebenfalls über einen Atemgastest.

Quellenangaben

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  4. Schek, A.: Ernährungslehre kompakt: Kompendium der Ernährungslehre für Studierende der Ernährungswissenschaft, Medizin und Naturwissenschaften und zur Ausbildung von Ernährungsfachkräften: mit mehr als 220 Übungsaufgaben und Original-Klausurfragen (Lösungen als Download im Internet). Umschau Zeitschriftenverlag, Sulzbach im Taunus (2013)
  5. Essen und Trinken bei Fruktosemalabsorption, https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/16-03-2011-essen-und-trinken-bei-fruktosemalabsorption/
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