Sorbitintoleranz


Bauchschmerzen durch Obst?

Sorbit (oder auch Sorbitol) ist chemisch gesehen ein Zuckeralkohol und zählt zu der Gruppe der Zuckeraustauschstoffe. Es kommt in natürlichen Lebensmitteln und als synthetische Form in der Lebensmittelindustrie vor. Dort wird es vorwiegend als Süßungsmittel und Feuchthaltemittel verwendet. Mit 2,4 kcal (Kilokalorien) pro Gramm wird es insulinabhängig im Körper verarbeitet und der Energiegewinnung zugeführt [2].

Gut zu wissen:

Sorbit ist ein Lebensmittel-Zusatzstoff und wird mit der E-Nummer 420 gelistet. Lebensmittel, die mehr als 10 % Sorbit enthalten, müssen mit dem Hinweis „kann in größeren Mengen abführend wirken“ gekennzeichnet werden [30]. 

Sorbit in der Lebensmittelindustrie

Der Vorteil von Sorbit gegenüber anderen Zuckeraustauschstoffen wie Fructose ist, dass dieses Wasser bindet. Mit Sorbit versetzte Lebensmittel können dadurch länger feucht gehalten werden und bleiben folglich länger frisch. Zudem ist das Sorbitol auch nach dem Erhitzen geschmacksstabil. Industriell wird es daher auch häufig zum kalorienreduzierten Süßen von warmen Süßspeisen eingesetzt [31, 32].

Zusammenhang zur Fructose-Intoleranz

Normalerweise findet die Verdauung von Sorbit im Dünndarm des Magen-Darm-Trakts statt: Dort helfen ganz spezifische Enzyme, den Zuckeralkohol in seine Einzelbausteine, in Einfachzucker, abzubauen. Sorbit wird so im Körper in Fructose umgewandelt - umgekehrt kann Fruktose auch zu Sorbit werden. Daher besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Verstoffwechselung dieser beiden Stoffe [22].

Sorbit - Nebenwirkungen

Zuckeralkohole können in hohen Mengen zu Nebenwirkungen führen. Zu diesen zählen unter anderem: Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Diabetiker sollten Zuckeralkohole größtenteils meiden. Trotz zahlreicher ärztlicher Empfehlungen erhöhen Zuckeralkohole den Blutzucker. Ständige Überzuckerungen sind bei Diabetikern für Störungen im Nervensystem, der Sehkraft und der Nieren verantwortlich [33].

Sollte eine Fructose-Intoleranz vorliegen, verstärkt Sorbit die Beschwerden, indem es die Aufnahme von Fructose stärker beeinträchtigt als sie es schon ist.

Was ist eine Sorbit-Intoleranz?

Liegt eine Sorbit-Intoleranz vor, ist die Verdauung von Sorbit im Dünndarm gestört. Sorbit wird teilweise oder gar nicht abgebaut. Die Ursachen hierfür können von ganz unterschiedlicher Natur sein. Dazu gehören:

  • verringerte Aktivität oder vollständige Inaktivierung der Sorbit-Verdauungsenzyme
  • Defekte bei Transportprototeinen

Das unverdaute Sorbit gelangt in den Dickdarm, wo dann dort ansässige Bakterien die weitere Zersetzung in seine Einzelbausteine vornehmen. Als Abbauprodukte entstehen die Atemgase Kohlenstoffdioxid (CO2), Wasserstoff (H2) und Methan (CH4) sowie kurzkettige Fettsäuren. Diese führen dann zwangsläufig zu den klassischen Symptomen einer Sorbit-Intoleranz [34].

Sorbit-Intoleranz – Symptome

Was sind die Symptome einer Sorbit-Intoleranz?

Zu den klassischen Symptomen einer Sorbit-Intoleranz zählen aufgrund der Gasbildungen Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen. Zusätzlich wirken die gebildeten kurzkettigen Fettsäuren wasserziehend, welches wiederum Durchfälle bedingt. Daneben leiden Betroffene häufig zusätzlich unter folgenden ganz unspezifischen Begleiterscheinungen [34]:

  • Müdigkeit und häufiges Gähnen
  • Abgeschlagenheit bis hin zu Depressionen
  • Kopfschmerzen bis hin zu Migräne

Generell können alle genannten Symptome auch ganz anderen Ursprungs sein, wie z.B. ein bestehender Magen-Darm-Infekt oder psychische Probleme, sodass die eindeutige Diagnose Sorbit-Intoleranz häufig erst sehr spät gestellt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Patienten bereits einen längeren Leidensweg hinter sich, der oftmals eine ergebnislose Zeit sowie nervenaufreibende Besuche bei mehreren Ärzten mit einschließt.

Sorbit-Intoleranz – Ursache

Sorbit wird in der Regel langsam vom menschlichen Körper aufgenommen. Bei einem übermäßigen Verzehr sorbtihaltiger Lebensmittel sammelt sich der Zuckeralkohol im Verdauungstrakt an. Besonders bei einer Verdauung mit einer schnellen Transitzeit gelangt Sorbit vom Dünndarm in den Dickdarm, wo es von den dort ansässigen Bakterien verwertet wird und mit ersten Beschwerden einhergeht. Studien konnten auch zeigen, dass Betroffene eines Reizdarmsyndroms oder einer Zöliakie Sorbit schlechter verdauen [34, 35].

Die Transitzeit beschreibt die Dauer, wie lange die Nahrung in einem bestimmten Verdauungsabschnitt verweilt. So bleibt der Nahrungsbrei beispielsweise drei Stunden im Dünndarm, während er im Dickdarm bis zu vier Tagen verweilen kann [36]

Bitte beachten: Die Beschwerden einer Sorbit-Intoleranz treten ebenfalls bei Menschen auf, die nicht an einer Unverträglichkeit leiden. So verursachen mehr als 20 Gramm Sorbit am Tag die Beschwerden, die bei Personen mit einer Intoleranz vorkommen [37].

Sorbit-Intoleranz – Therapie

Eine effektive Methode, um das Auftreten der Symptome einer Sorbit-Intoleranz zu verhindern, ist das vollständige Meiden sorbithaltiger Nahrungsmittel. Da dies jedoch mit einer starken Einschränkung verbunden ist und in der Regel Sorbit in bestimmter Menge vertragen wird, ist eine lebenslange, strikte Karenz nicht notwendig. Wie bei einer Fructose-Intoleranz auch, hat die Therapie Beschwerdefreiheit durch eine Ernährungsumstellung zum Ziel. Auch hier wird den drei Phasen gefolgt, um den Darm zunächst zu entlasten, dann eine schrittweise Einführung geringer Mengen sorbithaltiger Lebensmittel vorzunehmen und anschließend die individuelle Schwelle der Verträglichkeit festzulegen [11].

Die drei Phasen der Ernährungsumstellung:

  1. Phase: Karenzphase 
    In dieser Phase wird für einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen Sorbit auf ein Minimum reduziert und Fructose ggf. ebenfalls reduziert. Lebensmittel, die gemieden werden sollten, können Sie der Grafik Sorbithaltige Lebensmittel entnehmen. Bitte beachten: Zahnpasta und Mundspülungen enthalten fast immer Sorbit. Bei Personen, die diese schlucken, wie beispielsweise Kinder oder Demente, sind diese Artikel besser wegzulassen. Ansonsten sind sie unbedenklich [8].

Tipp für Sie: In der Karenzphase, in der sorbithaltiges Obst im Speiseplan stark reduziert werden muss, können Sie auf sorbitarme/sorbitfreie Obstsorten zurückgreifen. In Gemüse sind normalerweise keine verdauungsrelevanten Mengen an Sorbit enthalten. Beschwerden in diesem Bereich sind oft auf die blähende Wirkung mancher Gemüsesorten zurückzuführen. Wenig Sorbit ist zudem in folgenden Lebensmitteln zu finden: Eier, Fisch, Fleisch, Kräuter, Pflanzenöle, Pfeffer und Salz.

  1. Phase: Testphase
    Nach der Karenzphase, in der Sie größtenteils auf Sorbit verzichtet haben, folgt die sechswöchige Testphase. Nun können mehr sorbithaltige Lebensmittel in die Ernährung aufgenommen werden, um die individuelle Verträglichkeit zu testen.

Tipp: Führen Sie hier ein Ernährungstagebuch mit den verzehrten Lebensmitteln und deren Verträglichkeit auf. 

  1. Phase: Dauerernährung
    Die dritte und letzte Phase gilt der Festlegung der Dauerernährung mit einem besonderen Augenmerk auf die Deckung des Nährstoffbedarfs. Grundlage der Ernährung ist eine vollwertige und nährstoffdeckende Kost. Die dauerhafte Ernährung ist entsprechend der individuellen Verträglichkeit unterschiedlich, meist werden aber einige Gramm Sorbit täglich durchaus vertragen.

Weitere Tipps

  • Bewegen Sie sich nach dem Essen, da dies die Darmbewegungen anregt und dadurch die Beschwerden reduziert werden können. Nehmen sie sich Zeit für das Essen - das erhöht die Verträglichkeit. Stress und psychische Belastungen beeinträchtigen die Darmfunktion.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung durch Zufuhr von etwa 1,5 Liter pro Tag. Bei Durchfällen ist der Bedarf höher und sollte über 1,5 Litern betragen. Bevorzugen Sie Trink- und Mineralwässer, ungesüßten Früchte- oder Kräutertee. Fruchtsaftschorlen und kohlensäurehaltige Getränke müssen ausgetestet werden.
  • Beachten Sie die Zutatenliste! Diese kann sich jederzeit unbemerkt ändern.
  • Bei Arzneimitteln fragen Sie den Arzt oder Apotheker, inwieweit Sorbit und ggf. Fruktose vorhanden sind und welche Ersatzmittel im Bedarfsfall genutzt werden können.
  • Eine Überprüfung der Nährstoffe in Ihrer Dauerernährung kann durch eine erfahrene Ernährungsfachkraft durchgeführt werden.

Welche Lebensmittel enthalten Sorbit?

Sorbit kommt in seiner natürlichen Form in verschiedensten Früchten sowie Trockenfrüchten vor. Heutzutage wird es aber besonders in der Lebensmittelbranche zur Süßung von Diätprodukten eingesetzt. In der Pharmaindustrie wird es in Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln verwendet, um deren Geschmack für den Kunden kalorienbewusst zu verbessern. Süßwaren wie Schokolade enthalten häufig Sorbit für eine zusätzliche Süße [8, 38]

Nachfolgend gelistet sind sorbitreiche und sorbitarme Lebensmittel sowie eine Liste an E-Nummern, hinter denen sich Sorbit versteckt. Generell lässt sich sagen, dass natürlicherweise Sorbit tendenziell eher in Kernobst vorkommt und in Beeren beispielsweise weniger [39].

Gut zu wissen: Sorbit wird auch als Feuchthaltemittel genutzt wird. Durch die Zugabe von Sorbit trocknen Schokolade, Gummibärchen und weitere Süßigkeiten nicht so schnell aus [40].

Fazit:
Wurde eine Sorbit-Intoleranz zum Beispiel durch den cerascreen® Sorbit-Intoleranz Test bestätigt, sollten Betroffene auf gewisse Lebensmittel zunächst komplett verzichten. Das erscheint dem Betroffenen zu Anfang als sehr anstrengend, da dieser die Ernährung komplett umstellen muss und auch Ersatzprodukte meist nicht sofort parat sind. Doch die Mühe lohnt sich: Schnell kann endlich eine Beschwerdefreiheit erreicht werden. Nach circa zwei Wochen strikter Meidung sorbithaltiger Produkte können Betroffene beginnen, sich an die individuelle Sorbit-Toleranzschwelle heranzutasten und kleinste Mengen sorbithaltiger Produkte in den Speiseplan wieder einzuführen. Werden diese gut vertragen, können die Dosen langsam erhöht werden. Schlussendlich erhält man dadurch ein klares Bild davon, wie stark die Sorbit-Unverträglichkeit bei einem persönlich ausgeprägt ist.

Doch keine Angst! Wird doch einmal mehr Sorbit verzehrt als eigentlich verträglich, müssen keine Folgeschäden befürchtet werden. Nur die bereits erfolgreich erreichte Beschwerdefreiheit ist damit beendet und es treten die bereits bekannten, typischen Akut-Symptome wie Blähungen oder Durchfall auf.

Sorbit-Intoleranz – Tabletten

Momentan gibt es für Betroffene einer Sorbit-Intoleranz keine medikamentöse Therapie in Form von Tabletten. Daher sollte stets auf eine sorbitfreie bis sorbitarme Ernährung geachtet werden, um keinerlei Beschwerden mehr zu bekommen.

Eignet sich Stevia als Ersatz?

Stevia, umgangssprachlich für Stevioglycoside, ist ein Süßungsmittel, welches aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen wird. Es enthält nahezu keine Kalorien und ist bis zu 300-mal süßer als der herkömmliche Haushaltszucker. Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) gelten Stevia und andere Süßungsmittel wie Acesulfam, Aspartam, Saccharin, Sucralose und Neotam als unbedenklich. In den Medien wird vor allem Stevia als eine gesündere Alternative im Vergleich zu anderen Süßungsmitteln hochgepriesen. Jedoch ist laut der DDG Stevia nicht gesünder als ihre Alternativen. Somit eignen sich für Diabetiker die anderen genannten Süßungsmittel ebenfalls, um den Zucker zu ersetzen. Dennoch sollten jene auch nicht in hohen Mengen konsumiert werden. Süßungsmittel können, wie Zuckeralkohole, zu Blähungen, Durchfall und Bauchkrämpfen führen. Überdies wird weiterhin kontrovers diskutiert, ob Zuckeraustauschstoffe tatsächlich für Diabetiker geeignet sind. Zuckeralkohole können trotz geringen glykämischen Index den Blutzucker stark erhöhen [33, 41].

Wussten Sie schon?
Kohlenhydrathaltige Lebensmittel haben einen deutlich höheren glykämischen Index als kohlenhydratarme Lebensmittel wie Gemüse und Milchprodukte. 

Sorbit-Intoleranz – Test

Sorbit wird in der Nahrungsindustrie häufig eingesetzt und kommt ebenfalls auf natürliche Weise in Lebensmitteln vor. Menschen, die besonders anfällig sind, merken meist nicht, dass sie womöglich den Zuckeralkohol Sorbit nicht vertragen. Sollten Ihnen die Folgeerscheinungen einer Sorbit-Intoleranz nach dem Verzehr der aufgelisteten Lebensmittel bekannt vorkommen, empfiehlt es sich, einen Sorbit-Intoleranz-Test durchzuführen. Mit dem cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test können Sie dies in den eigenen vier Wänden angehen.

Wie testet man eine Sorbit-Intoleranz?

Nach der Aufnahme einer sorbithaltigen Lösung werden bei einer bestehenden Unverträglichkeit Atemgase produziert. Der durch Dickdarmbakterien gebildete Wasserstoff wird wieder in den Blutkreislauf abgegeben und verlässt über die ausgeatmete Luft den menschlichen Körper. Die Menge des ausgeatmeten Wasserstoffs wird in einem zertifizierten Fachlabor gemessen. Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test misst zusätzlich den Gehalt an Methan, welches bei einer Unverträglichkeit ebenfalls erhöht sein kann.

Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test

cerascreen® Sorbit-Intoleranz-TestEine einfache, schnelle und effiziente Lösung, die dabei helfen kann, eine mögliche Sorbit-Unverträglichkeit festzustellen, stellt der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test dar. Dieser Test kann in wenigen Schritten einfach von zu Hause aus durchgeführt werden und schnell Klarheit ins Dunkel der Symptomvielfalt bringen.

Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test ist ein H2-Atemtest, dem medizinischen Goldstandardverfahren - angewandt nicht nur zur Testung einer möglichen Sorbit-, sondern auch zur Abklärung einer Fructose-Intoleranz und Laktose-Intoleranz. Zusätzlich wird die Konzentration an Methan zur Feststellung einer Intoleranz berücksichtigt, da 35 % der Menschen nicht im ausreichenden Maß Wasserstoff über die abgeatmete Luft liefern. 

Alle Materialien, die für den Test benötigt werden, befinden sich bereits im Testkit. Nach der Auswertung erhalten Sie einen detaillierten Ergebnisbericht, der Ihnen genau schildert, ob eine potentielle Sorbit-Intoleranz bei Ihnen vorliegt. Des Weiteren erhalten Sie Handlungsempfehlungen, wie Sie im Falle einer Intoleranz am besten fortfahren. Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Ernährungsberater/innen telefonisch zur Verfügung.

Der cerascreen® Sorbit-Intoleranz-Test beinhaltet:

  • Messung der Wasserstoff- und Methan-Konzentration im Atemgas
  • Probenentnahme geht ganz einfach von zu Hause aus
  • Wasserstoff-Atemtest ist das medizinische Goldstandverfahren
  • Messung von Methan als zusätzlicher Parameter
  • Einen ausführlichen Ergebnisbericht mit individuellen Handlungsempfehlungen

Sorbit-Intoleranz und Gewichtszunahme

Lebensmittel, die Zuckeraustauschstoffe enthalten, werden als ,,Light“-Produkte oder als zuckerfrei beworben. Besonders sollen dadurch Personen angesprochen werden, die sich für eine gesunde, zuckerarme Lebensweise interessieren oder aufgrund von Übergewicht beziehungsweise bestehender Krankheiten wie Diabetes Mellitus ihren Zuckerkonsum reduzieren wollen. Der Markt und die Auswahl an „zuckerfreien“ oder „Light“-Produkten sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Auch die Zahl an Übergewichtigen und an Diabetes mellitus Erkrankten ist in Deutschland um mehr als 3 % gestiegen im Vergleich zu 2003 [42].

Aufgepasst! Doch der Wortlaut „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass gar kein Zucker enthalten ist. Ein Vorteil von Zuckeraustauschstoffen gegenüber der Verwendung des handelsüblichen Haushaltszuckers ist aber der langsamer verlaufende Abbau zu Einfachzuckern. Dem Körper wird dadurch signalisiert, dass er noch nicht erneut Nahrung benötigt, da die Kohlenhydratspeicher noch voll sind. Der Organismus ist immer noch mit der Verwertung „beschäftigt“. Dementsprechend ist das Verlangen nach Süßem oder erneuter Nahrungsaufnahme länger anhaltend reduziert. Nichtsdestotrotz besitzen die Zuckeraustauschstoffe nur geringfügig weniger Kalorien als eine vergleichbare Menge Haushaltszucker und müssen daher in die tägliche Kalorienbilanz mit einberechnet werden. Daher führt ein erhöhter Konsum an Lebensmitteln mit Zuckeraustauschstoffen zu einer erhöhten Gewichtszunahme [42].

Zusammenfassung

  • Fructose gehört zu der Gruppe der Einfachzucker.
  • Eine Fructose-Intoleranz beruht auf einen Defekt eines Transportproteins, sodass Fructose im Dickdarm, anstatt im Dünndarm, verdaut wird und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auftreten.
  • Maissirup enthält Fructose in überdurchschnittlich hohen Mengen. Studien konnten zeigen, dass ein hoher Konsum vom Maissirup mit Erkrankungen wie Diabetes und Fettleber in Verbindung steht.
  • Eine Fructose-Intoleranz lässt sich mittels eines Atemgastests ermitteln.
  • Sorbit gehört zu der Gruppe der Zuckeralkohole.
  • Sorbit kommt auf natürliche Weise in Lebensmitteln vor und wird künstlich in der Lebensmittelindustrie hergestellt.
  • Menschen mit einer Fructose-Intoleranz leiden größtenteils auch an einer Sorbit-Intoleranz, da Sorbit im Körper zu Fructose umgewandelt wird.
  • Die Beschwerden einer Sorbit-Intoleranz entsprechen denen einer Fructose-Intoleranz.
  • Die Bestimmung einer Sorbit-Intoleranz erfolgt ebenfalls über einen Atemgastest.

Quellenangaben

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  3. Fruktose-Malabsorption: Fruktose – je nach Verträglichkeit, https://www.bzfe.de/inhalt/fruktose-malabsorption-29173.html
  4. Schek, A.: Ernährungslehre kompakt: Kompendium der Ernährungslehre für Studierende der Ernährungswissenschaft, Medizin und Naturwissenschaften und zur Ausbildung von Ernährungsfachkräften: mit mehr als 220 Übungsaufgaben und Original-Klausurfragen (Lösungen als Download im Internet). Umschau Zeitschriftenverlag, Sulzbach im Taunus (2013)
  5. Essen und Trinken bei Fruktosemalabsorption, https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/16-03-2011-essen-und-trinken-bei-fruktosemalabsorption/
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  7. Störungen des Fructosestoffwechsels, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2010/daz-30-2010/stoerungen-des-fructosestoffwechsels
  8. Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwert-Tabellen. (2016)
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