Kinderwunsch – Tipps, um schwanger zu werden


Wie Sie Ihre Fruchtbarkeit auf natürliche Weise verbessern

Um ein Kind zu bekommen, müssen Paare auf den richtigen Zeitpunkt im Zyklus der Frau warten. Dennoch fällt es vielen trotz zeitlicher Planung und regelmäßigem Geschlechtsverkehr schwer, schwanger zu werden. Viele unterschätzen den Einfluss von wichtigen Nährstoffen, weiblichen Hormonen und dem Körpergewicht.

Was man über Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit wissen sollte30 Prozent – so hoch ist die Wahrscheinlichkeit, innerhalb des Zyklus schwanger zu werden. Ernüchterung und Enttäuschung machen sich breit, wenn ein Paar nach unzähligen Versuchen immer noch auf einen negativen Schwangerschaftstest blickt. Jede siebte Partnerschaft kämpft laut dem Institut für Bevölkerung und Entwicklung in Deutschland mit einem unerfüllten Kinderwunsch. Lange Zeit hielt sich das Vorurteil hartnäckig, dass Frauen die alleinige Schuld am unerfüllten Kinderwunsch tragen. Diese Vorstellung ist falsch. Sowohl die Frau als auch der Mann müssen etwas tun: Die Befruchtung funktioniert nur mit intakter Eizelle und intaktem Spermium.

Ist Ihr Kinderwunsch noch nicht in Erfüllung gegangen? Beachten Sie: Für eine erfolgreiche Befruchtung zählt mehr als nur der richtige Zeitpunkt. Vielmehr müssen Sie auch den Fokus auf eine richtige Ernährung legen. Bestimmte Nährstoffe sind von Nöten, damit sowohl Mann als auch Frau fruchtbar bleiben. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Ursachen eine Unfruchtbarkeit bedingen und mit welchen Nährstoffen Sie Ihre Fruchtbarkeit steigern können. 

Häufige Fragen zur „Befruchtung“

Wann ist der ideale Zeitpunkt für eine Schwangerschaft?

Im Laufe des weiblichen Zyklus findet der Eisprung statt – ungefähr zehn bis 16 Tage vor Beginn der Periode. Eine Eizelle wandert vom Eierstock zum Eileiter, wo sie bis zu 24 Stunden verbleiben kann. In diesem Zeitraum können Spermien sie befruchten. Wann genau die Eizelle mit ihrer Reise beginnt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich[1].

Wie werde ich schnell schwanger?

Experten empfehlen, bei einem Kinderwunsch alle zwei bis drei Tage Sex zu haben. Ein Spermium kann bis zu fünf Tage in der Vagina überleben. Durch regelmäßigen Sex vor dem Eisprung überleben ausreichend Spermien, von denen eines mit der Eizelle verschmelzen kann. Mittels Blutuntersuchung beim Frauenarzt oder einer Urinprobe durch einen Selbsttest für Zuhause können Sie den Zeitpunkt Ihres Eisprungs errechnen lassen[1].

Gut zu wissen:
Täglicher Sex und ein starker Kinderwunsch setzen beide Partner manchmal zu sehr unter Stress, was den Kinderwunsch erschweren kann
[1].

Was passiert bei der Befruchtung?

Der Vorgang der Befruchtung ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Während die Eizelle sich in einem der zwei Eileiter einnistet, schwimmen bis zu 150 Millionen Spermien um die Wette. Davon schaffen rund Tausend den Eintritt in die Gebärmutter, wo sie eine Weggabelung erwartet - ein Pfad führt zur Eizelle, einer zum zweiten, leeren Eileiter. Eines der Spermien, das den richtigen Weg wählt, verschmilzt mit der Eizelle zu einer Zelle, aus der sich ein Embryo bildet[2].

Gut zu wissen: Wie entstehen Zwillinge?
Es können auch zwei Eizellen freigesetzt werden, die sich im Eileiter einnisten. Werden beide befruchtet, entstehen zweieiige Zwillinge. In einigen Fällen kann sich eine befruchtete Eizelle teilen. Dann sprechen wir von eineiigen Zwillingen.

Wie bemerke ich, dass ich schwanger bin?

Während der Schwangerschaft setzt die Monatsblutung aus. So kann das Ausbleiben der Periode ein mögliches Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Eine plötzlich auftretende Morgenübelkeit ist ein weiteres klassisches Zeichen. Weiterhin können folgende Anzeichen auf eine Schwangerschaft hindeuten[3]:

  • Empfindliche Brust
  • Vermehrter Harndrang, Verstopfungen, Blähungen
  • Heißhunger und Gelüste
  • Stimmungsschwankungen

Ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke kann Ihnen Klarheit verschaffen. Sollte der Test trotz der genannten Anzeichen negativ ausfallen, warten Sie eine Woche und wiederholen ihn. Andernfalls können Sie auch direkt zum Frauenarzt gehen, der mit Hilfe einer Blutprobe prüft, ob Sie nicht doch bereits schwanger sein könnten[3].

Ab welchem Alter kann ich nicht mehr schwanger werden?

Frauen können keine Eizellen bilden - Sie tragen all ihre Eizellen schon bei der Geburt in sich. In den Jahren, in denen eine Frau fruchtbar ist, wandern insgesamt ungefähr 500 der Eizellen per Eisprung in die Eileiter. Dabei gehen aber jeweils noch viel mehr Eizellen verloren, sodass der Vorrat von Eizellen nach und nach schrumpft[4].

In den Wechseljahren ist der Vorrat an Eizellen erschöpft. Frauen bekommen keine Monatsblutungen mehr und können nicht mehr schwanger werden. Das Durchschnittsalter für die Wechseljahre liegt bei 51, aber sie können auch bereits in den frühen 40ern eintreten[4].

Wussten Sie schon?
Die älteste Frau, die auf natürlichem Wege schwanger wurde, war 59 Jahre alt.  Eine 71 Jahre alt Frau brachte 2018 durch eine künstliche Befruchtung ein gesundes Kind zur Welt[5].

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was geschieht bei einer künstlichen Befruchtung?

Bei einer künstlichen Befruchtung entnimmt ein Arzt der Frau eine Eizelle und versucht, sie  in einem Reagenzglas mit Spermien des Mannes zu befruchten. Sofern beide Komponenten verschmelzen, pflanzt der Arzt die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter der Frau ein[6].

Am beliebtesten sind die IVF- und die ICSI-Methode. Bei der ersten Methode werden Eizelle und Spermien in einem Reagenzglas aufbewahrt. Die Spermien müssen wie bei der üblichen Befruchtung selbst zur Eizelle gelangen. Bei der ICSI-Methode hingegen spritzt der Arzt ein Spermium direkt in die Eizelle hinein.

Bevor es zur künstlichen Befruchtung kommt, müssen Sie Tests durchlaufen, um zu prüfen, ob sich Ihr Körper dafür eignet[6].

Wussten Sie schon?
Jedes hundertste Neugeborene in Deutschland wurde über eine künstliche Befruchtung gezeugt
[7].

Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden

Ursachen eines unerfüllten Kinderwunschs

Laut der Weltgesundheitsorganisation gilt eine Person als unfruchtbar, wenn sie trotz ungeschützten Geschlechtsverkehrs nach einem Jahr kein Kind zeugen kann. Der Wunsch, die Familie zu vergrößern, gestaltet sich für viele Paare trotz Berechnung des Eisprungs und regelmäßigen Geschlechtsverkehrs schwierig. Dabei sollte weder der Frau noch dem Mann die Schuld zugeschoben werden. Die Ursachen verteilen sich in gleichen Anteilen von 30 bis 40 Prozent auf Männer und Frauen. Eine ungesunde Lebensweise und Ernährung sowie eine schwache Libido sind die primären Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch[7–9].

Was sind die Ursachen von Unfruchtbarkeit? 

Zehn bis 15 Prozent der Ursachen für Unfruchtbarkeit können Mediziner nicht klären. Die häufigsten Ursachen sind[7, 10–12]:

  • Hormonstörungen aufgrund von Über-, Untergewicht sowie Schilddrüsenprobleme
  • eine genetische Veranlagung, also häufige Unfruchtbarkeit in der Familie
  • anhaltender Schlafmangel
  • Mangel an Nährstoffen wie Vitamin B12, Folsäure, Jod oder Zink
  • Einnahme von Aspirin, Ibuprofen, Entwässerungstabletten, Chemotherapie und langjähriger Marihuana-Konsum

Macht Kaffee unfruchtbar?

Ist Unfruchtbarkeit die Folge von Stress?

Stress allein ist kein direktes Hindernis für eine Empfängnis, doch sein Einfluss kann sich negativ auf Fruchtbarkeit und Potenz auswirken. Einige empfinden weniger sexuelle Lust, fangen an zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Chemikalien in Zigaretten und Alkohol führen zu einem schnelleren Absterben der Eizelle und verschlechtern die Spermienqualität[13–15].

Aktueller Wissensstand:
Die britische Boulevardzeitung Daily Mail schrieb 2014: „Stress verdoppelt das Risiko von Frauen, unfruchtbar zu werden.“ Der National Health Service (NHS) in Großbritannien veröffentlichte daraufhin eine Stellungnahme, um die Studienergebnisse einzuordnen. Dem NHS zufolge kommt die Studie nicht auf eindeutige Ergebnisse, sondern liefert lediglich Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Stresshormonen und Unfruchtbarkeit. Paare mit Kinderwunsch, so der NHS, sollten sich von den Ergebnissen nicht verunsichern lassen[16].

Warum bin ich unfruchtbar? Die Gründe beim Mann

Mindestens 100 Millionen Spermien müssen für eine erfolgreiche Befruchtung in die Vagina der Frau hineinschwimmen. Die Anzahl an Spermien, gute Beweglichkeit und eine normale Form sind Voraussetzungen für eine „hohe Spermaqualität“. Die Spermienqualität kann sich verschlechtern durch[7, 17]:

  • Mumps-Infektionen
  • Blockaden im Samenleiter
  • Testosteronmangel und schwache Libido
  • Zink- und Selenmangel

Spermiogramm – Die Untersuchung der Spermaqualität

Mit einem Spermiogramm können ein Dermatologe, Androloge oder Urologe die Anzahl der Spermien und deren Beweglichkeit untersuchen. Dazu müssen Sie Proben von Ihrem Ejakulat an unterschiedlichen Tagen abgeben. Unter einem Mikroskop bestimmt der Arzt dann die Spermaqualität[18].

Warum werde ich nicht schwanger? Die Gründe bei der Frau

Wenn die Eizelle nicht aus dem Eierstock springen kann, kann eine Samenzelle sie nicht befruchten. Schuld daran können beispielsweise Störungen im Östrogen-Haushalt und Schlafmangel sein. Entzündungen in den Eileitern hindern die Spermien zudem daran, die Eizelle zu erreichen. Ab dem 30. Lebensjahr sinkt die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis um 50 Prozent, verglichen mit dem 25. Lebensjahr. Weitere Faktoren sind Über- und Untergewicht sowie ein Jodmangel (hier Jodwerte testen)[7, 19].

Östrogen – Wie das weibliche Geschlechtshormon zur Unfruchtbarkeit führt

Am 14. Tag des weiblichen Zyklus erreicht die Östrogen-Produktion ihr Maximum – der Eisprung steht bevor. Fehlt es Ihnen nun an Östrogen, kann die Eizelle nicht aus dem Eierstock hüpfen. Außerdem macht Östrogen die Konsistenz der Schleimhaut in der Vagina für Spermien gleitfähiger. Dadurch erreichen sie ihr Ziel besser. Ein Östrogen-Mangel behindert diesen Vorgang. Wenn eine Eizelle mit einem Spermium verschmilzt, nistet sich die neue Zelle in der Gebärmutter ein. Östrogen und sein Schwesterhormon Progesteron verdicken die Schleimhaut der Gebärmutter. Die befruchtete Eizelle benötigt eine dicke Schleimhautschicht, um sich einzunisten. Ohne Östrogen könnte eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter reifen[20, 21].

Aktueller Wissensstand:

In einer Studie aus dem Jahr 2011 wurden Probandinnen einer hochdosierten Östrogen-Therapie ausgesetzt. Daraus ließen sich Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen einem Östrogen-Überschuss und Unfruchtbarkeit gewinnen: Wie bei einem Östrogen-Mangel steigt auch bei einem Überschuss das Risiko der Unfruchtbarkeit. Hohe Konzentrationen an Östrogen steigerten den Abbau von Eizellen, wodurch sich der Zeitraum, in dem eine Befruchtung möglich ist, verkleinert. Allgemein empfiehlt es sich für Frauen mit Kinderwunsch, Ihren Östrogenspiegel zu testen[22, 23].

Endometriose – Erkrankung der Gebärmutter

Knapp zwei Millionen Frauen in Deutschland erkranken an Endometriose. Bei der Krankheit verteilt sich Gebärmutterschleimhaut im Eierstock, dem Darm oder an der Blase. Das Gewebe entzündet sich und vernarbt. Endometriose verursacht Schmerzen im Unterleib - und kann eine Ursache für Unfruchtbarkeit sein. Wenn eine frühe Diagnose erfolgt, können betroffene Frauen der Kinderlosigkeit entgehen. Mittels Operationen und Hormonpräparaten können Ärzte die Krankheit behandeln[24].

Übergewicht und Untergewicht – Wie beeinflusst das Gewicht die Fruchtbarkeit von Mann und Frau?

Wenn wir stark abnehmen oder zunehmen, gerät unser Hormon-Haushalt aus seinem Gleichgewicht. Hormone lenken die notwendigen Prozesse für eine Befruchtung, wenn sie zu sehr schwanken, kann das die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. In einer wissenschaftlichen Ausarbeitung aus dem Jahre 2012 wurden mehrere Studienergebnisse bezüglich Fruchtbarkeit und Übergewicht beim Mann untersucht. Hormonelle Umstellungen aufgrund von Übergewicht verformen Spermien, ihre Gesamtzahl sinkt. Obwohl die Beweglichkeit unberührt bleibt, sinkt die Spermaqualität im Ganzen[17].

Warum genau Übergewicht die Fruchtbarkeit einer Frau beeinträchtigt, versucht die Forschung noch zu klären. Eins steht fest: Starkes Übergewicht unterbindet den Eisprung. Bei übergewichtigen Frauen kann sich häufig das polyzystische Ovar-Syndrom entwickeln, bei der die Eizelle verhärtet und nicht befruchtet werden kann[25]. Ein sehr niedriges Gewicht hingegen kann dazu führen, dass der weibliche Zyklus nicht einwandfrei abläuft. Als Folge findet kein Eisprung statt[26].

Kurz und knapp: Die Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch

Sowohl der Mann als auch die Frau können mit ihrem Lebensstil einer Zeugung im Wege stehen. Nährstoffdefizite, Alkohol und Nikotin erschweren es, Nachwuchs zu zeugen. Schwankt das Gewicht von einem Extrem ins andere, leidet die Fruchtbarkeit darunter. Abgesehen vom Lebensstil können auch genetische Veranlagungen, Hormonstörungen und Krankheiten zur Unfruchtbarkeit führen.

Fruchtbarkeit erhöhen

Wenn eine Schwangerschaft auf sich warten lässt, müssen Sie nicht auf Hormonpräparate zurückgreifen – es sei denn, Ihr Arzt verordnet sie. Auch auf natürlichem Wege können Sie die Chancen verbessern, ein Kind zu bekommen!

Wie erhöhe ich meine Fruchtbarkeit?

Es beginnt bereits bei der Lebensmittelauswahl. Greifen Sie lieber zu Bio-Lebensmitteln, die nicht chemisch behandelt worden sind. Andernfalls kann der Östrogen-Haushalt ins Schwanken geraten. Ernähren Sie sich ausgewogen mit wichtigen Nährstoffen wie Jod, Folsäure, Selen, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren. Nikotin, Alkohol und Koffein hingegen sollten Sie meiden. Ausreichend Schlaf (hier zum Artikel "Melatonin – das Schlafhormon"), ein gesundes Gewicht und ein stressarmer Alltag erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft[28].

Verbessern Bio-Lebensmittel Ihre Fruchtbarkeit?

Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2018 analysiert, wie sich der Verzehr von Lebensmitteln aus dem Anbau mit Pflanzenschutzmitteln auf die Fruchtbarkeit von Frauen auswirkt. Im Rahmen dieser Studie ermittelten die Forscher das Essverhalten von Frauen, die sich einer Unfruchtbarkeits-Behandlung unterzogen. Das Ergebnis: Die Studienteilnehmerinnen mit Empfängnisproblemen aßen kaum Bio-Lebensmittel. Die Forscher vermuten, dass Pflanzenschutzmittel die Fruchtbarkeit schwächen und eine Schwangerschaft erschweren können[28].

Verabschieden Sie sich von überschüssigen Pfunden und steigern Sie Ihre Fruchtbarkeit

Überschüssiges Fett im Körper verschlechtert die Chancen einer Befruchtung. In mehreren Studien untersuchten Forscher, wie sich eine Gewichtsabnahme auf die Fruchtbarkeit auswirkt. Wenn sich die Probanden und Probandinnen in einem Kaloriendefizit befanden, weniger zuckerhaltige Lebensmittel aßen und regelmäßig Sport machten, verbesserte sich ihre Fruchtbarkeit. Eine Ernährungsumstellung und Sport helfen also dabei, die Pfunde zum Schmelzen zu bringen. [29].

Wassermelonen und Bananen – Libido aus Früchten?

Die Wassermelone kann viel mehr, als Sie im Sommer zu erfrischen. Sie ist nicht nur reich an Vitamin C, sondern strotzt vor Citrullin. Dieser Nährstoff hat einen Viagra-ähnlichen Effekt auf die Libido des Mannes. Außerdem ist die Wassermelone eine Antioxidantien-Bombe. Antioxidantien schützen unter anderem die Spermien und Eizellen vor Entzündungen[30, 31].

Während die Melone die sexuelle Lust beim Mann erhöht, wirken Bananen bei Frauen aphrodisierend. Der Körper wandelt die Aminosäure Tryptophan aus der Banane in das Glückshormon Serotonin um. Forscher vermuten, dass Serotonin besonders bei Frauen die Lust auf Sex steigert[32].

Gut zu wissen: Die richtige Sexstellung, um schnell schwanger zu werden?
Laut einer anatomischen Untersuchung der Geschlechtsorgane soll mit der Hündchen-Stellung die Chance steigen, schwanger zu werden. In dieser Position können mehr Spermien in den Eileiter gelangen, wodurch die Eizelle eher befruchtet wird
[33].

Kann ich mit dem richtigen Lebensstil nach 35 schwanger werden?

Obwohl sich mit der Zeit der Eizellen-Vorrat dem Ende neigt, heißt das nicht, dass Sie in diesem Alter Ihren Kinderwunsch nicht mehr erfüllen können. Mit der richtigen Ernährung, Sport und Stressmanagement können Sie einer Befruchtung den Weg ebnen[34].

Sollten Sie sich in diesem Alter für Nachwuchs entscheiden, halten Sie stets Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt. Generell empfiehlt es sich für Paare ab 35, dass beide Partner sich einer Fruchtbarkeitskontrolle unterziehen. Zwar treten Fälle auf, in denen Frauen auch mit 40 oder 50 Jahren schwanger werden, aber solche Schwangerschaften im Alter können mit Komplikationen einhergehen. Dazu zählen Fehlgeburten, Fehlbildungen beim Kind und Beeinträchtigungen in seiner geistigen Entwicklung. Paare müssen gemeinsam auf einen gesunden Lebensstil achten und regelmäßige Kontrollen zum Wohle des Kindes durchlaufen[35].

Nährstoffe und ihr Einfluss auf den Kinderwunsch

Der Körper ist ein Tempel – Sie sollten ihn mit einer ausgewogenen Ernährung und gesunden Lebensführung pflegen. Nicht nur für Ihr Leben, sondern auch für neues Leben, bilden diese beiden Bausteine das Fundament. Das Thema Ernährung spielt beim Kinderwunsch eine tragende Rolle.

Acht optimale Nährstoffe für den Kinderwunsch

Nährstoff

Beispiel für eine gute Quelle

Vitamin B12

2 Portionen Lachs pro Woche

Vitamin C 

1 Glas Johannisbeersaft am Tag 

Vitamin D

1.000 Einheiten täglich über Supplemente 

Jod

Maximal 5 Gramm jodiertes Speisesalz täglich  

Folat

1 Portion Hülsenfrüchte am Tag + Präparate

Omega-3-Fettsäuren

1 Esslöffel Leinsamen täglich

Selen

1 Paranuss am Tag

Zink

1 Portion Hefekleie und 2 Scheiben Käse täglich

    Wieso Jodmangel und Zinkmangel bei Kinderwunsch und Fruchtbarkeit hinderlich sind, können Sie ihn unseren jeweiligen Artikeln nachlesen.

    Vitamin B12 – ein Booster für Spermien?

    Laut der Nationalen Verzehrstudie II fehlt es mehr als 26 Prozent der Frauen in Deutschland an genügend Vitamin B12 (hier Vitamin-B12-Spiegel testen). Ein unentdeckter Mangel kann langfristig zur Unfruchtbarkeit führen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2001 kann er den Eisprung unterbinden[36].

    Ob Vitamin B12 die Schwimmkraft der Spermien verstärkt oder ihre Anzahl erhöht, hat die Forschung bis heute nicht abschließend klären können. Eine Untersuchung an Männern, die sich B12-arm ernährt hatten, konnte nach der Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln keine Verbesserung der Spermienqualität feststellen[37]. In einem Tierversuch mit männlichen Ratten beobachten Forscher Ähnliches[38]. Eine wissenschaftliche Ausarbeitung mehrerer Humanstudien überraschte Wissenschaftler: So soll Vitamin B12 die Spermaqualität hinsichtlich der Anzahl und der Beweglichkeit deutlich verbessert haben[39]. Künftige Studien werden sich daher mehr mit dem Einfluss von Vitamin B12 auf die Fruchtbarkeit des Mannes beschäftigen. Eins steht fest: Ein Vitamin-B12-Mangel führt in der Regel zu einem Folsäuremangel. Dieser Nährstoff hat auch einen entscheidenden Einfluss auf die Fruchtbarkeit des Mannes.

    Folat – wieso nicht nur Frauen auf ausreichend Folat achten sollten

    Das Duo aus Folat und Vitamin B12 steuert nicht nur gemeinsam die Zellteilung, sondern hilft auch bei Fruchtbarkeitsproblemen. Folat als Medikament (Folsäure) konnte bei Studienteilnehmerinnen einerseits den Progesteron-Spiegel erhöhen und andererseits einen regelmäßigen Eisprung sicherstellen[40, 41]. Folat sorgt außerdem dafür, dass sich das Gehirn und das Nervensystem des Kindes während der Schwangerschaft gesund entwickeln können[42].

    Wenn Sie sich dazu entscheiden, schwanger zu werden, sollten Sie über Ihre Ernährung oder über Präparate 0,4 Milligramm Folat bzw. Folsäure aufnehmen – als Faustregel gilt: Mindestens vier Wochen bevor Sie schwanger werden wollen. Hülsenfrüchte, sämtliche Kohlsorten, Tomaten, Spinat, Vollkornprodukte, Geflügel und Käse strotzen nur so vor Folat. 

    Wie Vitamin B12 kann auch Folat sich vorteilhaft auf die Spermienzahl auswirken. So konnte es in Studien in Kombination mit Zink die Spermaqualität bei Männern um 74 Prozent verbessern[43, 44].

    Vitamin D – Sonnenschein für die Fruchtbarkeit

    Vitamin D bringt nicht nur das Immunsystem und den Knochenaufbau auf Vordermann, sondern greift Mann und Frau in Sachen Fruchtbarkeit unter die Arme. Das Sonnenvitamin kurbelt die Östrogen- und Testosteronbildung an[45].

    An Frauen, die sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen haben, konnten Wissenschaftler Folgendes beobachten: Die befruchtete Eizelle aus dem Reagenzglas konnte sich bei den Frauen mit einem guten Vitamin-D-Spiegel (hier Vitamin D testen) besser in den Eierstöcken einnisten[46].

    Eine Studie an Mäusen zeigte, dass sich ein Vitamin-D-Mangel negativ auf die Gebärmutter und die Entwicklung von Eizellen auswirkt. Nachdem die Tiere Vitamin D Supplemente erhalten hatten, konnten sie besser befruchtet werden[47]. Um die genauen Zusammenhänge zwischen Vitamin D und Fruchtbarkeit zu klären, fehlen allerdings noch weitere Untersuchungen.

    Vitamin C – mehr als nur ein Immunwunder!

    Viele Menschen greifen zu Vitamin C, wenn sie erkältet sind. Doch das Immunwunder soll auch die Fruchtbarkeit erhöhen:

    • Vitamin C soll die Spermaqualität verbessern, wenn es kurzzeitig supplementiert wird. Es schützt die Spermien vor Entzündungen[48, 49].
    • Die Konzentration von Progesteron und Östrogen steigt durch eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr[50].
    • Frauen, die in einer Studie hochdosiertes Vitamin C einnahmen, wurden eher schwanger als Frauen, die Vitamin C nur in geringen Dosen erhielten. Am häufigsten wirkte Vitamin C bei Frauen, die nicht rauchten[51].

    Selen – Selenmangel als Ursache für Unfruchtbarkeit beim Mann

    Gemeinsam mit Jod bringt Selen die Schilddrüse auf Hochtouren. Selen benötigt Vitamin E, um sein volles Potential zu entfalten.  Beide Nährstoffe sollen zusammen die Beweglichkeit von Spermien verbessern – das war das Ergebnis einer Studie, die an unfruchtbaren Männern durchgeführt worden ist[52].

    Generell vermuten Wissenschaftler, dass ein Selenmangel vor allem Unfruchtbarkeit beim Mann bedingt. So konnte gezeigt werden, dass Selen im Hoden, dem Ort der Spermienreifung, die Beweglichkeit von Spermien verbessert. Ein Fehlen hingegen dämpft deren Beweglichkeit[53, 54].

    Omega-3-Fettsäuren – gute Fette für die Fruchtbarkeit

    Forschungen belegen seit Längerem, dass Fette in der Ernährung nicht verteufelt werden sollten, besonders Omega-3-Fettsäuren in Fischen wie Hering und Makrele (hier Omega-3-Werte testen). Omega-3-Fettsäuren kommen auch in Spermien vor. Eine Studie beobachtete den positiven Einfluss einer Omega-3-Supplementierung auf die Spermaqualität von Mäusen. Durch die Zugabe verbesserte sich die Beweglichkeit[55, 56].

    Forscher vermuten, dass die Eizellalterung durch Omega-3-Fettsäuren verlangsamt abläuft. Dadurch vergrößert sich der Zeitraum, indem eine Frau schwanger werden kann[57]. Die Fette erhöhen die Durchblutung des Uterus, sodass die Eizelle besser dorthin gelangt[58].

    Kurz und knapp: Auf diese Nährstoffe sollten Sie unbedingt bei einem Kinderwunsch achten

    Nährstoff

    Möglicher Effekt

    Vitamin B12

    Ist am Eisprung beteiligt

    Soll die Spermienqualität verbessern

    Folat

    Stellt sicher, dass der Eisprung stattfindet

    Erhöht die Spermienzahl

    Vitamin D

    Ermöglicht der befruchteten Eizelle, sich besser in der Gebärmutter einzunisten

    Vitamin C

    Verbessert die Spermienqualität

    Erhöht die Östrogen- und Progesteron-Konzentration

    Selen

    Verbessert Beweglichkeit von Spermien

    Omega-3-Fettsäuren

    Verbessert Beweglichkeit von Spermien

    Verlangsamt die Eizellen-Alterung

    Zink

    Verbessert die Spermienqualität

    Jod

    Ist an der Bildung für die Fruchtbarkeit wichtiger Hormone beteiligt

     

    Fruchtbarkeit testen

    Kombi-Paket KinderwunschNeben einer Eisprungbestimmung (Ovulationstest) und einem Spermiogramm empfiehlt es sich zu prüfen, ob Sie ausreichend mit wichtigen Nährstoffen für Ihre Fruchtbarkeit versorgt sind. Mit den cerascreen® Kombi-Paketen „Kinderwunsch Männer“ und „Kinderwunsch Frauen“ sowie "Kinderwunsch Frauen PLUS" können Sie sich einen Überblick verschaffen, welche Zufuhr Sie mit welchem Nährstoff  optimieren sollten. Der Test eignet sich sowohl für Menschen in der Kinderwunsch-Phase als auch in der Schwangerschaft.

    cerascreen® Kinderwunsch Männer

    cerascreen® Kinderwunsch Frauen PLUS

    Omega-3-Fettsäuren

    Vitamin D Test

    Jodmangel

    Jodmangel

    Vitamin B12

    Vitamin B12

    Mineralstoff

    Eisen

     

    Östrogen

     

    Mineralstoff

     

    Zusammenfassung

    • Die Frau ist während ihres Eisprungs am fruchtbarsten.
    • Von 100 Millionen Spermien befruchtet nur ein Spermium eine einzelne Eizelle.
    • Mit 30 Jahren ist eine Frau um 50 Prozent weniger fruchtbar als mit 25. 
    • Sobald eine Frau in die Wechseljahre kommt, kann sie nicht mehr auf natürlichem Wege schwanger werden, da ihr Vorrat an Eizellen erschöpft ist.
    • Die Fruchtbarkeit von Männern vermindert sich ab dem 30. Lebensjahr. Der Körper bildet weniger Testosteron und damit auch weniger Spermien.
    • Männer und Frauen können zu gleichen prozentualen Anteilen zur Unfruchtbarkeit beitragen.
    • Neben dem Alter spielen Faktoren wie Stress, Schlafmangel, Gewicht und Ernährung eine Rolle in der Entwicklung von Unfruchtbarkeit.
    • Um die Fruchtbarkeit beider Geschlechter zu erhöhen, benötigen Sie ausreichend Vitamin D, B12, C, Folat, Zink, Jod, Selen und Omega-3-Fettsäuren.

    Quellenangaben

    1. How can I avoid pregnancy?, https://www.nhs.uk/conditions/contraception/how-can-i-avoid-pregnancy/
    2. What is Human Fertilization? - Process, Definition & Symptoms - Video & Lesson Transcript | Study.com, https://study.com/academy/lesson/what-is-human-fertilization-process-definition-symptoms.html
    3. Signs and symptoms of pregnancy - NHS.UK, https://www.nhs.uk/conditions/pregnancy-and-baby/signs-and-symptoms-pregnancy/
    4. Menopause - Symptoms and causes, http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/menopause/symptoms-causes/syc-20353397
    5. Hall, S.: Surge in number of children in UK born to mothers over 50, http://www.theguardian.com/uk/2006/may/08/health.topstories3
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    8. Kinderwunsch - fertinet.de - Ursachen, http://archive.is/ceKr
    9. WHO | Infertility definitions and terminology, http://www.who.int/reproductivehealth/topics/infertility/definitions/en/
    10. Quick Facts About Infertility, https://www.reproductivefacts.org/faqs/quick-facts-about-infertility/
    11. Frequently Asked Questions About Infertility, https://www.reproductivefacts.org/faqs/frequently-asked-questions-about-infertility/
    12. Causes, https://www.nhs.uk/conditions/infertility/causes/
    13. Smoking and infertility, https://www.reproductivefacts.org/globalassets/rf/news-and-publications/bookletsfact-sheets/english-fact-sheets-and-info-booklets/smoking_and_infertility_factsheet.pdf
    14. Gude, D.: Alcohol and fertility. J. Hum. Reprod. Sci. 5, 226–228 (2012). doi:10.4103/0974-1208.101030
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