Warum auf Allergien testen?
Allergien sind weit verbreitet und werden seit Jahrzehnten immer häufiger. Fast jede dritte Person in Deutschland leidet nach Angaben des Robert-Koch-Instituts an einer Allergie*. Am häufigsten sind dabei Inhalationsallergien gegen Pollen, Tierhaare und Hausstaubmilben. Doch auch andere Auslöser, wie Lebensmittel, spielen eine Rolle – dazu kommt, dass diese Allergien im Alltag oft nicht leicht zu erkennen sind.
Wenn du Beschwerden hast und nicht zuordnen kannst, wo sie herkommen, kann ein Test eine große Hilfe sein. Mit dem Großen Allergietest deckst du eine ganze Reihe von möglichen Auslösern ab und gehst so auch Allergien nach, an die du vielleicht gar nicht gedacht hättest. Außerdem kannst du Kreuzallergien auf die Spur kommen – diese Kreuzreaktionen führen oft dazu, dass Menschen wegen ihrer Allergie auch auf andere Stoffe, meist Lebensmittel, reagieren.
*Quelle: Schmitz R, Kuhnert R, Thamm M (2017) 12-Monats-Prävalenz von Allergien in Deutschland. Journal of Health Monitoring 2(1): 77.
Wer sollte den Test machen?
Der Große Allergietest kann für alle Personen sinnvoll sein, die unter Allergiesymptomen leiden und bislang nicht herausgefunden haben, was genau ihre Beschwerden verursacht.
Viele Menschen denken, wenn sie als Kinder keine Allergien entwickelt haben, werden sie das als Erwachsene auch nicht mehr tun. Das ist allerdings nicht richtig. Zwar entstehen viele Allergien im Kindesalter. Doch in einigen Fällen treten sie tatsächlich erst bei Erwachsenen und manchmal sogar in höherem Alter auf.
Wie funktioniert der Test?
Für den Großen Allergietest entnimmst du dir mit einer Lanzette eine kleine Blutprobe aus deiner Fingerspitze. Dafür sind nur wenige Tropfen Blut nötig. Die Tropfen gibst du auf zwei Trockenblutkarten – so musst du wirklich nur sehr wenig Blut entnehmen und die Probe ist lange haltbar.
Die Probe wird per Rücksendeumschlag kostenfrei an ein medizinisches Fachlabor geschickt. Das Labor analysiert, wie hoch die Anzahl von IgE-Antikörpern gegen 68 verschiedene Allergene ist. Nach der Auswertung bekommst du eine Benachrichtigung und kannst über den Online-Kundenbereich oder die mein cerascreen® App auf den Ergebnisbericht zugreifen.
Wichtig: Am aussagekräftigsten ist der Test, wenn du in den Wochen vor der Probeentnahme Kontakt mit dem Allergen hattest Meiden du vor dem Test also nicht die Allergene, die wir hier analysieren – es sei denn, du hast bereits eine bekannte starke Allergie gegen ein bestimmtes Allergen.
Wenn die Analyse im Labor abgeschlossen ist, erhältst du deinen Ergebnisbericht online – über die my.cerascreen®-App oder dein Benutzerkonto auf unserer Website.
So läuft der Test ab:
1. Du bestellst das Testkit und es wird zu dir nach Hause geliefert.
2. Die Probe entnimmst du zwischen Sonntag und Dienstag. So können wir am besten die Stabilität der Blutprobe beim Transport gewährleisten.
3. Zuerst aktivierst du deinen Test, indem du dich bei my.cerascreen.de einloggst, die 6-stellige Test-ID eingibst und den Anweisungen folgst.
4. Du packst nun alle Bestandteile des Testkits aus und legst sie dir zurecht.
5. Damit das Blut besser in den Finger fließt, wäschst du dir deine Hände mit warmem Wasser und lässt deinen Arm mehrmals mit Schwung kreisen.
6. Suche dir einen Finger aus, den du piksen möchtest. Dann desinfizierst du die Fingerkuppe mit dem Alkoholtupfer und lässt sie 15 Sekunden lang trocknen.
7. Pikse dich mit der Lanzette und gib den ersten Tropfen Blut auf den Tupfer.
8. Jetzt kannst du Blut auf die markierten Stellen der Trockeblutkarte tropfen lassen, bis sechs Kreise gefüllt sind. Die Einstichstelle kannst du dann mit Tupfer und Pflaster versorgen.
9. Anschließend lässt du die Karte für mindestens 2 bis 3 Stunden bei Raumtemperatur trocknen.
10. Jetzt musst du nur noch die Trockenblutkarte in den Rücksendeumschlag geben und in einen Briefkasten werfen oder in einer Postfiliale abgeben.
Die genaue, bebilderte Gebrauchsanweisung findest du hier.
Was ist im Testkit enthalten?
Das Testkit enthält die folgenden Bestandteile:
Trockenblutkarte – fängt deine Bluttropfen auf; für lange Haltbarkeit und sicheren Transport
2 Lanzetten – für einen kleinen Piks in den Finger
2 Pflaster, Tupfer, Alkoholtupfer – alles, was für die Vor- und Nachsorge wichtig ist
Test-ID-Karte mit Aufkleber – so kann deine Probe später zugeordnet werden
Reißfeste Versandtasche – für den sicheren, kostenlosen Rückversand zum Labor
Schritt-für-Schritt-Anleitung – bebildert und leicht verständlich
Was ist die ELISA-Labormethode?
ELISA steht für Enzyme-linked Immunosorbent Assay. Es ist eine Methode, mit der wir im Labor nachweisen können, ob sich bestimmte Stoffe, wie z.B. Antikörper, Hormone oder Proteine, in deiner Probe befinden.
Stelle dir vor, wir nutzen spezielle "Fänger" (Antikörper), die das gesuchte Molekül erkennen und sich daran binden. Antikörper sind Teil des Immunsystems und binden an Stoffe, die der Körper als fremd erkennt. Dieses Prinzip verwenden Diagnostikhersteller, um Antikörper gegen analysierenden Stoff im Labor zu entwickeln. Die "Fänger" sind an ein Enzym gekoppelt. Wenn der gesuchte Stoff in der Probe vorhanden ist, binden die Antikörper daran, und das Enzym löst eine Reaktion aus, die wir messen können. So können wir feststellen, ob und wie viel von dem Stoff in deiner Probe vorhanden ist. ELISA ist eine vielseitige Methode, die wir für viele verschiedene Tests einsetzen, z.B. um Allergien, Infektionen oder bestimmte Hormone zu bestimmen.
Wie lange dauert die Analyse im Labor?
Wenn deine Probe im Labor angekommen ist, wird sie dort von Fachkräfte analysiert. Wie lange die Analyse dauert, hängt von den genauem Messverfahren und den Abläufen im Labor ab.
Wird die Probe an den korrekten Tagen (Sonntag bis Dienstag) abgeschickt, erleichtert das dem Labor, die Zeiten einzuhalten.
Für den Großer Allergietest ist die Laboranalye in der Regel innerhalb von 5 Werktagen nach Probeneingang im Labor abgeschlossen.
Was sagt mir das Ergebnis?
Der Ergebnisbericht zum Großen Allergietest zeigt auf, für welche der untersuchten Allergene sich größere Mengen IgE-Antikörper im Blut befinden. Du erfährst jeweils, ob keine Reaktion, eine schwache Reaktion oder eine starke Reaktion festgestellt wurde.
Eine Tabelle führt auf, wie stark Du gegen die 68 unterschiedlichen Allergene sensibilisiert bist. Diese Sensibilisierung steht für das Potential deines Immunsystems, mit allergischen Reaktionen auf die unterschiedlichen Auslöser zu reagieren. Sie ist – zusammen mit bestehenden Symptomen – ein Hinweis auf eine mögliche Allergie.
Außerdem erhältst Du Hinweise darauf, ob Du möglicherweise an Kreuzallergien leidest, die entstehen, wenn dein Körper auf ähnlich aufgebaute Allergene reagiert.
Welche Empfehlungen erhalte ich?
Erhöhte IgE-Werte sind ein Anzeichen für eine Allergie, aber für sich genommen noch keine Diagnose. Es kann auch vorkommen, dass erhöhte IgE-Werte nicht mit Beschwerden einhergehen und völlig unproblematisch sind. Du kannst die Ergebnisse als ersten Anhaltspunkt nutzen, um deine Beschwerden und die Zusammenhänge mit den möglichen Auslösern im Alltag genauer zu beobachten.
Außerdem erhältst du Hinweise auf mögliche Kreuzallergien, die zum Beispiel oft zwischen Pollen und Lebensmitteln oder zwischen Hausstaub und Krebstieren bestehen.
Eine gesicherte Allergie-Diagnose können nur Ärzt*innen und Ärzte geben, die dabei zusätzlich zu den Testergebnissen noch eine Anamnese deiner Symptome mit aufnehmen. Von ihnen erhältst du in der Regel auch weitere Handlungsempfehlungen.
Der Ergebnisbericht gibt außerdem Hinweise, wie du deine Darmgesundheit optimierst. Eine gesunde Darmflora kann möglicherweise dabei helfen, Allergien vorzubeugen und vielleicht sogar, die allergischen Reaktionen bei Betroffenen abzuschwächen.
Auf welche Allergene wird getestet?
Der cerascreen® Große Allergietest misst die Konzentration von IgE-Antikörpern gegen 68 verschiedene Allergene aus unterschiedlichen Kategorien.
Pollen: Ambrosie, Beifuß, Spitzwegerich, Glaskraut (Parietaria officinalis), Glaskraut (Parietaria judaica), Erle, Birke, Haselnuss, Olive, Platane (Sycamore), Zypresse, Hundszahngras, Knäuelgras, Weidelgras, Wiesenlieschgras, Wiesenrispengras, Roggen, Gänsefuß, Salzkraut
Tiere: Katzenschuppen, Pferdeschuppen, Hundeschuppen
Milben und Schaben: Dermatophagoides farinae, Dermatophagoides pteronyssinus, Vorratsmilbe Lepidoglyphus destructor, Vorratsmilbe Glycyphagus domesticus, Milbe Blomia tropicalis, Deutsche Küchenschabe
Gemüse: Karotte, Tomate, Kartoffel
Obst: Banane, Orange, Erdbeere, Apfel, Ananas, Zitrone
Tierische Lebensmittel: Eiklar, Hühnereigelb, Kuhmilch, Kasein, Cheddar, Ziegenmilch, Dorsch, Lachs, Thunfisch, Garnele, Miesmuschel, Sardine, Rind, Huhn, Schweinefleisch
Getreide: Weizen, Gerste, Hafer, Mais, Reis, Roggenmehl
Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte: Walnuss, Haselnuss, Mandel, Erdnuss, Soja
Sonstiges: Latex, Cladosporium herbarum
Was sind IgE-Antikörper?
Bei einer Allergie kommt es zu einer Fehlsteuerung deiner Abwehrkräfte. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Immunglobuline E (IgE), spezifische Antikörper deines Immunsystems. Spezifisch bedeutet, dass jeweils eine Art von IgE-Antikörper auf die Abwehr ganz bestimmter Fremdkörper spezialisiert ist.
Bei einer Allergie kommen solche spezifischen IgE-Antikörper im Körper zu häufig vor. Sie lösen eine Fehlsteuerung des Immunsystems aus, wenn sie auf harmlose Eiweiße treffen, die zum Beispiel in Lebensmitteln, Tierhaaren, Pollen und Hausstaubmilben enthalten sind. Daraufhin schütten die Mastzellen, eine Art Immunzellen, den Botenstoff Histamin aus. Das Histamin verursacht dann Entzündungen, die wiederum zu den typischen Allergie-Symptomen führen.
Welche Symptome habe ich bei einer Allergie?
Die häufigsten Allergien, die wir auch in diesem Test untersuchen, sind die Allergien des Soforttyps. Die Beschwerden treten dabei sofort oder kurz nachdem du mit den Allergenen in Kontakt gekommen bist auf.
Typische Symptome einer Allergie sind:
- Asthma, Husten und Atembeschwerden
- Schnupfen, Niesen und eine entzündete Nase
- Jucken und Brennen der Augen
- Hautausschläge
- Schwellungen an den Augen, am Mund oder im Rachen
- Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Verstopfung
Welche Folgen kann eine Allergie haben?
Allergien sind natürlich unangenehm: Manche, wie die Pollenallergie, kommen jedes Jahr wieder und lassen sich kaum vermeiden. Andere, wie Lebensmittelallergien, schränken den Speiseplan vieler Menschen ein. Wieder andere, wie die Hausstauballergie, machen es nötig, die eigene Wohnung umzugestalten und können dann immer noch auf Reisen beschwerlich werden.
Außerdem können unbehandelte Allergien mit einer Reihe von Folgeerscheinungen einhergehen. Das gilt vor allem für Inhalationsallergien wie die gegen Pollen, Tiere und Hausstaubmilben. Du kannst auf Dauer das Risiko eines allergischen Asthmas erhöhen, wenn du den Allergenen ständig ausgesetzt bist. Sind die Schleimhäute ständig gereizt, steigt zudem das Risiko einer Nasennebenhöhlenentzündung.
Was sind Kreuzallergien?
Bei einer Allergie reagiert dein Immunsystem auf Allergene, also bestimmte Eiweiße, die in Lebensmitteln, Pollen, den Hautschuppen von Tieren und so weiter stecken. Diese Allergene ähneln sich manchmal sehr in ihrer chemischen Struktur. In diesem Fall kann es zu einer Kreuzallergie kommen. Dein Körper reagiert dann auf bestimmte Stoffe, weil du gegen andere Stoffe allergisch bist.
Am häufigsten kommen Kreuzreaktionen zwischen einer Pollenallergie und bestimmten Sorten von Obst, Gemüse und Nüssen vor. Typische Symptome sind Kribbeln am Gaumen, Jucken oder Brennen im Mundbereich oder Schwellungen im Gesicht.
Das „Birken-Obst-Syndrom“ hat sogar einen eigenen Namen. Dabei haben Menschen mit einer Birkenpollenallergie Beschwerden, wenn sie Obst essen, oft zum Beispiel bei Äpfeln.
Welche Kreuzallergien gibt es?
Es kann Kreuzreaktionen zwischen ganz unterschiedlichen Allergenen geben. Hier haben wir dir einige Beispiele für typische und häufige Kreuzallergien aufgeführt:
Pollen und Nahrungsmittel, hier gibt es vor allem einen Zusammenhang zwischen Baumpollen (besonders Birke) sowie Obst und Gemüse. Eine Gräserpollenallergie kann Kreuzreaktionen zu bestimmten Gemüsesorten auslösen, zum Beispiel Kohl, Spinat, Lauch, Gurke und Paprika.
Hausstaub und Schalentiere: Die Hausstaubmilben sind entfernt verwandt mit Krebs- und Weichtieren. Deswegen können Hausstaub-Allergikerinnen und Allergiker auch auf Garnelen und ähnliche Lebensmittel reagieren.
Latex und Obst und Gemüse: Menschen mit Latexallergie reagieren manchmal auf ganz bestimmte Früchte, zum Beispiel auf Bananen, Kiwis, Feigen und Avocados.
Was tue ich bei einer Allergie?
Die wichtigste Maßnahme gegen eine Allergie ist immer, den Auslösern möglichst aus dem Weg zu gehen. Denn Allergien sind meist nicht heilbar, auch wenn sie manchmal von alleine wieder zurückgehen.
Je nachdem, welche Allergien du hast, ist das mal leichter, mal schwerer. Unverträgliche Lebensmittel kannst du zum Beispiel oft gut meiden, wenn du auf die Allergen-Angaben auf Verpackungen und in Restaurants achtest. Bei einer Latexallergie achtest du bei Gummihandschuhen, Kondomen und anderen Alltagsgegenständen auf die Inhaltsstoffe und suchst dir latexfreie Alternativen.
Zur Pollensaison ist es wiederum kaum möglich, den Pollen ganz aus dem Weg zu gehen. Hier helfen das Lüften zur richtigen Zeit, spezielle Pollengitter und Masken sowie Hygienemaßnahmen, um die Pollen aus dem Schlafzimmer fernzuhalten.
Ist es mal nicht möglich, den Allergenen aus dem Weg zu gehen, zum Beispiel wegen Pollenflug, können Medikamente die Beschwerden kurzfristig lindern. Die gängigen Mittel sind Antihistaminika. Bei schweren Symptomen können Ärztinnen und Ärzte dir auch spezielle kortisonhaltige Nasensprays und Augentropfen verschreiben.
Gibt es Therapien gegen Allergien?
Die einzige bekannte ursächlich Therapie für eine Allergie ist die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt. Zurzeit ist diese Therapie aber nur gegen bestimmte Allergene möglich. Sie kann zum Beispiel bei Pollen- oder Tierhaarallergien funktionieren. Lebensmittelallergien wiederum sind mit der Immuntherapie in der Regel nicht therapierbar.
Für die Immuntherapie bekommen Sie in regelmäßigen Abständen eine niedrige Dosis des Allergens verabreicht, per Injektion oder per Tropfen oder Tabletten unter die Zunge. In der Regel dauert diese Therapie bis zu drei Jahre. Das Ziel ist, Ihr Immunsystem so umzuprogrammieren, dass Ihre Abwehrkräfte die harmlosen Allergene nicht mehr attackieren. Das gelingt allerdings nicht immer.
Wenn Sie sich für eine Immuntherapie gegen Ihre Allergie interessieren, sprechen Sie mit einer Fachärztin oder einem Facharzt für Allergologie.
Für wen ist der Test nicht geeignet?
Der Große Allergietest ist für bestimmte Personengruppen nicht oder nur eingeschränkt geeignet:
- Menschen mit ansteckenden Krankheiten wie Hepatitis und HIV dürfen den Großen Allergietest nicht durchführen.
- Menschen mit der Bluterkrankheit (Hämophilie) sollten den Bluttest nicht durchführen.
- Schwangere und stillende Frauen sollten den Großen Allergietest nur unter ärztlicher Begleitung durchführen. Für sie gelten die Referenzwerte und Empfehlungen nicht, sie sollten sich Empfehlungen zum Testergebnis also von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt oder der therapeutischen Begleitung einholen.
- Der Große Allergietest eignet sich nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Der Test ist nicht dazu da, Krankheiten zu diagnostizieren. Leidest du beispielsweise unter chronischem Durchfall oder extremen Schmerzen, wende dich bitte direkt an eine Ärztin oder einen Arzt.
Warum dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren den Test nicht durchführen?
Unsere Tests sind nicht für minderjährige Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet. Unter 18-Jährige können die Tests nicht online aktivieren und somit auch kein Testergebnis erhalten. Wir bitten dich darum, die Tests auch nicht an deinen Kindern durchzuführen.
Kinder und Jugendliche brauchen eine viel engere Betreuung und Beratung, was medizinische Tests und deren Interpretation angeht. Die Testdurchführung mit Lanzetten und Chemikalien ist nicht ohne Risiko und müsste von Erziehungsberechtigten eng betreut werden. Dazu kommt, dass die Referenzwerte, die wir für die Messwerte angeben, immer auf Daten von Erwachsenen beruhen. Bei Kindern wäre das Risiko sehr hoch, dass die Ergebnisse falsch interpretiert werden.
Wir wollen unserer Verantwortung als Anbieter von Medizinprodukten nachkommen und sichergehen, dass Kinder und Jugendliche nicht durch für sie schwer interpretierbare Messergebnisse verunsichert werden. Da wir nicht kontrollieren können, ob die Erziehungsberechtigten der Minderjährigen tatsächlich der Testdurchführung zustimmen und sie beaufsichtigen, schließen wir die Tests für unter 18-Jährige ganz aus.
Wenn du unter 18 bist und einen Test gekauft hast, wende dich bitte an unseren Kundensupport.
Was kannst du mit cerascreen noch testen?
In unserem Shop findest du eine große Auswahl von Tests, mit denen du Problemen auf den Grund gehen, deine Nährstoffzufuhr optimieren, für später vorbeugen oder einfach nur sichergehen kannst. So bist du in allen Lebensphasen gewappnet und lernst deinen Körper immer besser kennen.
Hier findest du die Tests in den verschiedenen Testverfahren-Kategorien:
- Bluttests, zum Beispiel auf Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren, auf Allergien und Werte rund um Schilddrüse, Blutzucker und Cholesterin
- Speicheltests, vor allem auf Hormone wie Cortisol, freies Östrogen und freies Testosteron
- Urintests, zum Beispiel auf Schwermetallbelastung und das Spurenelement Jod
- Stuhltests, zum Beispiel auf die Zusammensetzung der Darmbakterien, Darmpilze, Entzündungswerte sowie Darmparasiten
- DNA-Tests, mit denen du deine verschiedenen genetischen Veranlagungen untersuchen kannst, zum Beispiel für Übergewicht und Nährstoffbedarf
Informationen zum Datenschutz
Umgang mit Reste der Proben nach der Testdurchführung: Deine Proben – egal ob Blut, Speichel, Stuhl oder Urin – werden mit größter Sorgfalt und unter strengen Datenschutzauflagen behandelt. Unsere Laborverfahren sind sogenannte zerstörende Analyseverfahren. Das bedeutet, dass das Probenmaterial während der Analyse größtenteils verbraucht wird. Sollten dennoch Reste der Probe übrig bleiben, werden sie nach der Analyse gemäß den geltenden Vorschriften zerstört. Dies gilt auch für eventuelle DNA-Reste, die bei unseren spezifischen DNA-Tests nach der Replikation und Analyse ebenfalls vernichtet werden. Die Labore sind verpflichtet, Reste von Proben, die nicht ausgewertet werden konnten, maximal 30 Tage aufzubewahren, bevor auch diese entsorgt werden. 90 % unsere Test werden innerhalb von Deutschland analysiert. Ein kleiner Teil in Polen und damit innerhalb der strengen Auflagen, die in der EU gelten.
Datenfluss und Datenspeicherung: Deine Daten sind bei uns sind weiterhin dein Kundeneigentum. Jede Probe erhält einen individuellen Code, deine Test-ID. Die Labore erhalten ausschließlich diesen Code und deine ansonsten nicht weiter gekennzeichnete Probe und haben keine Möglichkeit, Rückschlüsse auf deine Person zu ziehen. Deine Ergebnisse werden werden gebunden an diesen Code in unsere Datenbank geladen. Der Schlüssel zu diesen Daten liegt dann ausschließlich in deinem persönlichen Benutzerkonto. Ausgenommen hiervon sind meldepflichtige Tests wie Corona-Tests und bestimmte Parameter des STI- und Darmparasiten-Tests. Nach dem Infektionsschutzgesetzt müssen positive Befunde solcher Tests umgehend an die Behörden weitergeleitet werden. Bei diesen Produkte musst du vor der Laboranalyse der möglichen Weiterleitung aktiv zustimmen. Erfolgt diese Zustimmung nicht, wird eine Auswertung technisch gesperrt und die Probe von uns vor der Analyse zurückgewiesen.
Datenschutz und Verschlüsselung: Der Zugriff auf deine Daten ist mehrfach verschlüsselt und nach dem Stand der Technik zugriffsgeschützt. Das betrifft auch den Versand der Daten zwischen den Laboren, uns und dir. Jeder Zugriff auf oder jede Manipulation der Daten wird innerhalb unseres Systems dokumentiert. Dies gilt natürlich auch für einen technischen Zugriff durch unsere Mitarbeitenden. Wir arbeiten ausschließlich mit behördlich akkreditierten Partnerlaboren zusammen, mit denen wir umfassende Qualitätssicherungs- und Datenverarbeitungsverträge geschlossen haben. Unsere technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM) werden zudem jährlich von einem externen Datenschutzbeauftragten geprüft.
Weitergabe an Dritte: Du kannst während der Testaktivierung entscheiden, ob wir deine Daten anonymisiert für Forschungszwecke nutzen dürfen. Deine anonymisierten Daten können dann für die Forschungen verwendet werden, jedoch niemals in einer Form, die Rückschlüsse auf deine Person zulässt. Die Analysedaten und Ergebnisse deines Tests liegen verschlüsselt auf unseren Servern vor, bis du eine Löschung anforderst. Unsere Serverstruktur wird von Salesforce/Heroku bereitgestellt, die Server befinden sich innerhalb der EU (Frankfurt am Main). Gemäß dem EU/US Data Privacy Framework und unserem AV-Vertrag verbleiben deine Daten stets innerhalb der EU. Salesforce/Heroku selbst hat keinen Zugriff auf deine un
Warum hat der Test ein Verfallsdatum?
Die cerascreen-Testkits sind CE-gekennzeichnete Medizinprodukte, in denen wiederum andere Medizinprodukte enthalten sind, zum Beispiel bei einem Bluttest die Lanzetten, Pflaster und Alkoholtupfer.
Die meisten Medizinprodukte haben ein Verfallsdatum. So soll gewährleistet werden, dass die Produkte sicher und wirksam bleiben.Viele unserer Probenträger – wie die Trockenblutkarten oder Probenröhrchen – sind chemisch behandelt und gewährleisten so, dass deine Probe unverändert in unserem Labor analysiert werden kann. Diese Vorbehandlung kann durch Zeit und Umwelteinflüsse beeinflusst werden.
Unsere sterilen Einmal-Lanzetten sind mit einem Verfallsdatum versehen, um zu garantieren, dass die Sterilität und somit die Sicherheit bei der Anwendung bis zu diesem Zeitpunkt gewährleistet sind
Bitte nutze keine Testkits, die abgelaufen sind. Wenn du cerascreen-Tests zuhause hast, die das Verfallsdatum überschreiten, wende dich bitte an unseren Kundensupport.